1. FC Magdeburg: Achterbahnfahrt der Gefühle

Die jüngste 0:2-Pleite gegen Arminia Bielefeld offenbarte einmal mehr die Heimschwäche des 1. FC Magdeburg. In der Fremde läuft es unter dem Trainerduo Petrik Sander und Pascal Ibold dafür ziemlich gut. Gemeinsam haben beide eine Mission: den Klassenerhalt mit den Bördestädtern.

Das Trainerduo des 1. FC Magdeburg, bestehend aus Petrik Sander links und Pascal Ibold rechts, steht vor einer leeren Stehtribüne in den Farben weiß und blau.

Auf ein emotionales Hoch folgte ein schnelles Tief: Noch vor zwei Wochen feierte der 1. FC Magdeburg ein Neun-Tore-Spektakel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Zum zweiten Mal in dieser Saison ging das Duell zwischen beiden Mannschaften mit 5:4 aus, diesmal zugunsten der Bördestädter. Am vergangenen Spieltag galt es, gegen Arminia Bielefeld, einen weiteren Konkurrenten im Abstiegskampf, den Sieg zu veredeln. Doch in der heimischen Avnet Arena stand am Ende eine 0:2-Niederlage zu Buche. Statt eines wichtigen Schrittes nach vorne ging es so wieder einen Schritt zurück – auf den Relegationsplatz des deutschen Unterhauses.

„In Konsequenz war es schon ein verdienter Bielefelder Sieg“, resümierte Chef-Trainer Petrik Sander den Dämpfer und erklärte: „Wir sind nicht in unsere Abläufe gekommen und waren nicht agil genug.“ Gerade zu Hause lässt sich unliebsam feststellen, findet der letztjährige Aufstiegsanwärter in dieser Saison viel zu selten in seinen Rhythmus: Bloß zwei Siege gab es erst zu bejubeln. Zusammen mit einem Unentschieden und acht Pleiten ist der FCM damit die heimschwächste Mannschaft der Runde.

Auswärts hingegen läufts: Nicht nur in Fürth, sondern auch beim Rückrundenauftakt bei Eintracht Braunschweig (3:0) sowie zuvor beim 1. FC Kaiserslautern (3:2) und Hertha BSC (2:0) fuhren die Bördestädter positive Ergebnisse ein. Die Bilanz in der Fremde (Platz sechs in der Auswärtstabelle) markiert den ausschlaggebenden Faktor für den allgemeinen Aufwärtstrend, der sich unter dem neuen Duo an der Seitenlinie abzeichnete. Petrik Sander fungiert bei den Magdeburgern in vorderster Front nämlich nicht allein, er arbeitet gemeinsam mit Pascal Ibold.

Es ist die logische Konsequenz, dass wir den gemeinsamen Weg weiter bestreiten, um auch in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen zu dürfen.

Otmar Schork

Das gleichberechtigte Zweiergespann betreute in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts bereits die U23 und die A-Jugend und sprang Mitte Oktober in die Bresche, als Ex-Coach Markus Fiedler mit nur drei Punkten auf der Habenseite freigestellt wurde. Seitdem machten sie den Verein wieder konkurrenzfähig und sammelten 20 weitere Zähler. Folgerichtig wurde aus ihrer interimistischen Anstellung im November 2025 ein dauerhafter Auftrag. Otmar Schork, Geschäftsführer Sport des 1. FC Magdeburg, formulierte diesen wie folgt: „Es ist die logische Konsequenz, dass wir den gemeinsamen Weg weiter bestreiten, um auch in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen zu dürfen.“

Ein Winterneuzugang und viele bewährte Kräfte für den Klassenerhalt

Die Zielsetzung sollte damit klar sein – in der vierten aufeinanderfolgenden Spielzeit in Liga zwei geht es bis Mitte Mai einzig und allein um den Klassenerhalt. Um den zu bewerkstelligen, vertrauen die Verantwortlichen hauptsächlich dem vorhandenen Personal. Im Winter-Transferfenster wurde mit Richmond Tachie vom 1. FC Kaiserslautern jedenfalls nur ein Neuzugang für die Offensive präsentiert. Diese wird wie immer von Aushängeschild und Topscorer Baris Atik angeführt, auf dessen Konto vier Treffer und zehn Assists gehen.

Unterstützt wird er vom polnischen Mittelstürmer Mateusz Zukowski, der nach einer Verletzungsmisere zu Anfang der Saison beeindruckende Zahlen auflegt: In zehn Einsätzen gelangen dem 24-Jährigen ebenso viele Torbeteiligungen (neun Tore, eine Vorlage). Erst in Fürth schnürte er einen lupenreinen Hattrick. Komplettiert wird die Angriffsreihe von Rayan Ghrieb. Der Flügelspieler steuerte bisher vier Tore und drei entscheidende Pässe bei. Weiter hinten bilden Laurin Ulrich im Mittelfeld, Marcus Mathisen in der Abwehr und Kapitän Dominik Reimann zwischen den Pfosten die Säulen im FCM-Spiel.

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