Miron Muslic: Sind nach der Feier zurück im Wettkampfmodus

Als frisch gebackener Meister ins Duell unter Freunden: Im letzten Auswärtsspiel der Aufstiegssaison ist der FC Schalke 04 am Samstag (9.5.) zu Gast beim 1. FC Nürnberg. Anpfiff ist zur Topspielzeit um 20.30 Uhr. Miron Muslic freut sich auf die Atmosphäre im seit Wochen ausverkauften Max-Morlock-Stadion. „Das wird ein Fußballfest“, sagt der Chef-Trainer der Königsblauen.

Miron Muslic sitzt auf dem Podium der Pressekonferenz und spricht.

Obwohl die Abschlussplatzierung der Knappen zwei Spieltage vor Schluss bereits feststeht, werde seine Mannschaft die Partie nicht abschenken, betont der Coach. „Wir fahren nach Nürnberg, um das Spiel zu gewinnen“, so der 43-Jährige. Spätestens seit Donnerstag (7.5.) gilt der volle Fokus daher der anstehenden Aufgabe in Franken. Muslic: „Wir sind zurück im Wettkampfmodus. Das sind wir uns und auch der Liga schuldig.“ Zudem möchte der S04 seine derzeitige Erfolgsserie weiter ausbauen. Das Team um Kapitän Kenan Karaman ist seit mittlerweile zwölf Spielen ungeschlagen.

Spannung aufbauen nach einer kürzeren Auszeit könne sein Team. Das habe die Mannschaft auch in den vergangenen Monaten immer wieder bewiesen, erklärt der Chef-Trainer und nennt dabei exemplarisch die aktuelle Phase. Denn nach dem Ende der letzten FIFA-Abstellungsperiode feierten die Knappen in den fünf Partien ausnahmslos Siege.

Die Geschlossenheit ist unser Trumpf, sie hat uns das gesamte Jahr getragen und begleitet.

Miron Muslic

Apropos Feier: Den Aufstieg und die Meisterschaft hat die Mannschaft zuletzt ausgiebig zelebriert. „Das haben sich die Jungs durch ihre harte Arbeit in den vergangenen Monaten verdient“, erklärt Muslic. Das Team – inklusive Trainerstab und vieler Staff-Mitglieder – verbrachte mehrere Tage gemeinsam auf der Mittelmeerinsel Ibiza. Ein weiteres Indiz dafür, wie groß der Zusammenhalt in dieser Saison ist. „Dieses Wir-Gefühl haben wir uns erarbeitet – und das müssen wir beibehalten. Die Geschlossenheit ist unser Trumpf, sie hat uns das gesamte Jahr getragen und begleitet.“

Die vergangenen Tage seien insgesamt sehr emotional gewesen. „Wir sind froh und dankbar, dass wir den Aufstieg in unserer Arena gemeinsam mit unseren Fans und Familien feiern durften. Diese Momente werden uns ein Leben lang begleiten“, meint der Coach.

Rotation auf der einen oder anderen Position möglich

Damit dürfte Muslic auch für seine Spieler sprechen, deren Leistungen er in den vergangenen Wochen und Monaten regelmäßig gelobt hat. Zudem hob er stets hervor, dass sich mehr als nur die elf Startelfspieler einen Einsatz verdient hätten. Deshalb sei es durchaus möglich, dass in den letzten 180 Minuten der Saison ein wenig rotiert werde. „Wir haben zwei Spiele, um einige Jungs zu belohnen. Dazu zählen unter anderem Vitalie Becker, Adrian Gantenbein und Christopher Antwi-Adjei“, sagt der Coach. Das Trio hatte vor allem in der Hinrunde einen großen Anteil am Erfolg, konnte im zweiten Saisonteil aufgrund von Verletzungspausen aber nur bedingt ins Geschehen eingreifen. Freifahrtscheine verteilt Muslic aber nicht, denn „jede Minute im Schalke-Trikot muss sich verdient werden“.

Nikola Katic ist nach seiner auskurierten Knieverletzung noch nicht eingeplant. „Er ist auf einem ausgezeichneten Weg, aber wird erst gegen Braunschweig eine Option für den Kader“, so der Chef-Trainer. Das helfe dem Innenverteidiger – auch im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft – mehr. Auch Hasan Kuruçay steht gegen Nürnberg nicht zur Verfügung. Der Abwehrmann hat sich gegen Düsseldorf am Knöchel verletzt, ein längerer Ausfall droht allerdings nicht. Er soll im Saisonfinale gegen seinen Ex-Verein wieder Teil des Aufgebots sein.

Dazu muss Königsblau im Max-Morlock-Stadion auch auf Loris Karius verzichten – allerdings aus einem erfreulichen Grund. Die Frau des Keepers ist hochschwanger, weshalb Muslic sagt: „Wir warten nur darauf, dass Loris sich meldet und berichtet, dass er Vater geworden ist.“ Dejan Ljubičić, der bei der Auftakteinheit vor der Partie in Franken ebenfalls aus privaten Gründen gefehlt hatte, steht gegen den FCN zur Verfügung und wird im Mannschaftsbus sitzen.

Die Rückreise bestreitet das Team dann per Zug – und zwar gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeitenden der Schalker Geschäftsstelle. Muslic: „Das hat für uns einen großen Stellenwert. Die Mitarbeitenden haben einen riesigen Anteil daran, dass wir den Verein wieder dahin bringen, wo er hingehört. Wir freuen uns deshalb auf die gemeinsame Rückfahrt.“

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