1. FC Nürnberg: Es geht in das achte Zweitliga-Jahr in Folge

Der 1. FC Nürnberg kam zuletzt auch im zweiten Frankenderby in dieser Saison nicht über eine Punkteteilung hinaus. Die einmal mehr durchwachsene Leistung der Cluberer festigte das wechselhafte Gesamtbild, das die Mannschaft von Chef-Trainer Miroslav Klose in dieser Spielzeit abgibt. Die logische Konsequenz: Ein Platz genau in der Mitte der Tabelle.

Der Chef-Trainer des 1. FC Nürnberg, Mirsoslav Klose, schau kritisch nach oben und verzieht dabei die Mundwinkel.

Um den heißen Brei wollte beim 1. FC Nürnberg niemand reden. Nach dem 2:2 im Hinspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth empfand keiner der Beteiligten das neuerliche 1:1 im Duell mit dem ewigen Konkurrenten als Erfolg – im Gegenteil. „Wir haben uns das Derby auf jeden Fall anders vorgestellt“, machte Miroslav Klose klar. Er sprach von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten seiner Mannschaft. Wieder einmal.

Zwar egalisierte die Klose-Elf noch am Ende des ersten Durchgangs in Person von Kapitän Fabio Gruber (45.+3) die frühe Führung durch Noel Futkeu (13.), insgesamt habe sie aber die „richtige Mentalität“ sowie die „richtige Einstellung“ in Halbzeit eins vermissen lassen. Das sah auch der Torschütze selbst so, der den Fans gerne zumindest einen – im Frankenland so bedeutungsvollen – Sieg gegen den Lokalrivalen geschenkt hätte: „Wir sind Nürnberg, dementsprechend war unser Anspruch, das Derby zu gewinnen.“

Durch das Unentschieden rückt zwei Spieltage vor der Sommerpause auch das eingangs gesteckte Ziel ferner – sich einen Platz unter den ersten Sieben des deutschen Unterhauses zu sichern. Derzeit rangiert der FCN mit 42 Zählern auf Platz neun und somit im absoluten Mittelmaß. Der Klassenerhalt und ein damit verbundenes achtes Jahr in Liga zwei sind somit zwar längst verbucht. Etwaige Träume, doch mal richtig oben anzugreifen, andererseits aber auch nie aufgekeimt. Dass es wieder einmal nicht für das obere Drittel reicht, lässt sich wohl hauptsächlich mit der bereits angesprochenen Inkonstanz erklären.

Nur dreimal konnte der Club im Saisonverlauf zwei oder mehr Siege in Folge feiern. In der Rückrunde steht er genau bei fünf gewonnenen Partien, fünf Remis und fünf Pleiten. „Wir kriegen nicht den Punch, um über mehrere Spiele dominant zu sein“, erklärt Klose das Problem bei den Franken. Da er regelmäßig die jüngste Mannschaft der Runde auf den Platz bringt, lassen sich die Schwankungen allerdings auch erklären. Auch deshalb bezeichnete er die Einordnung im Tabellenmittelfeld als leistungsgerecht.

Der Topstürmer musste zuletzt aussetzten

Mit Leistung voran geht beim FCN regelmäßig Torwart Jan Reichert, der sich nicht zuletzt gegen das Kleeblatt häufiger auszeichnen durfte. Vor ihm gehören Fabio Gruber und Berkay Yilmaz zur defensiven Achse. Im Mittelfeld wiederum setzen die Franken unter anderem auf die Dienste von Adam Markhiev und dem 19-jährigen Javier Fernández, der im Winter vom FC Bayern München ausgeliehen wurde.

Der Topscorer beim 1. FC Nürnberg kam schon vor der Saison und hört auf den Namen Mohamed Alì Zoma. 16 Mal (elf Treffer, fünf Vorlagen) war der Stürmer direkt an einem Tor beteiligt. Zuletzt fehlte er den Franken allerdings auf Grund einer Oberschenkelverletzung, seine Rückkehr ist noch ungewiss. Auffangen dürfte seinen offensiven Output vor allem Zehner Julian Justvan, der 14 Scorerpunkte (sieben Treffer, sieben Vorlagen) aufweist. Gefolgt wird er von Rafael Lubach, dem acht Torbeteiligungen gelangen (sechs Treffer, zwei Vorlagen).

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