Miron Muslic: Wir wollen die 70-Punkte-Marke erreichen

Auf diesen Moment fiebern alle Schalker seit zwei Wochen hin: Am Sonntag (17.5.) darf Kapitän Kenan Karaman nach dem Schlusspfiff des Duells mit Eintracht Braunschweig die Zweitliga-Meisterschale in Empfang nehmen und den Fans in der ausverkauften VELTINS-Arena präsentieren. Miron Muslic fiebert der Ehrung entgegen: „Es wird die Krönung einer fantastischen Saison – wir wollen uns und unseren Anhängern noch einmal Freude bereiten.“

Schalkes Chef-Trainer Miron Muslic spricht auf der Pressekonferenz in ein blaues Schalke-Mikrofon und trägt dabei ein königsblaues Trainingshirt.

Vor der Übergabe der Schale stehen ab 15.30 Uhr zunächst aber noch 90 Minuten Fußball auf dem Programm. Schalkes Chef-Trainer betont, dass seine Mannschaft die Partie gegen die Niedersachsen mit vollem Fokus angehen werde. „Wir peilen den 13. Heimsieg an und wollen die 70-Punkte-Marke erreichen“, so Muslic. Es gehe darum, sich noch einmal als verdienter Meister zu präsentieren. Denn: „Wir haben eine lange Strecke zurückgelegt in den vergangenen zehn, elf Monaten und hatten in dieser Zeit einen klaren Plan. Diesen haben wir mit aller Konsequenz durchgesetzt. Nun wollen wir diesen gemeinsamen Weg positiv beenden.“

Bewusst ist dem Coach dabei „die Ausgangssituation von Eintracht Braunschweig als auch von allen anderen Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden.“ Denn während die Abschlussplatzierung der Knappen bereits seit dem 32. Spieltag feststeht, geht es für die Löwen noch um alles. Das Team von Coach Lars Kornetka, von 2011 bis 2013 als Video-Analyst auf Schalke tätig, kann im engen Tabellenkeller als derzeit Vierzehnter noch auf den Relegationsplatz oder gar auf einen direkten Abstiegsrang abrutschen. „Sie werden alles reinhauen und alles investieren“, ist sich Muslic sicher. „Braunschweig braucht ein Ergebnis am Sonntag.“

Anders als bei Lars Kornetkas Vorgänger Heiner Backhaus, bei dem es noch viel um Eins-gegen-eins-Duelle und Pressing auf dem gesamten Platz gegangen sei, liege der Fokus bei den Niedersachsen nun auf dem Spiel mit dem Ball. Der neue Ansatz aus einer defensiven Viererkette als Gerüst heraus brachte bisher durchaus Erfolg: „Braunschweig hat aus den vergangenen vier Spielen sieben Punkte geholt, daher haben sie eine starke Ausgangslage.“ Für die Knappen gehe es dennoch darum zu beweisen, wieso sie in der VELTINS-Arena eine absolute Heimmacht sind. „Da lassen wir uns von Braunschweig nicht aufhalten“, versichert der Chef-Trainer. Schon jetzt ist klar, dass Schalke 04 die beste Heimmannschaft der Liga sein wird.

Bei der Mission, als erst fünfte Mannschaft im deutschen Unterhaus 70 Punkte zu erreichen, werden mit Hasan Kuruçay und Nikola Katic wieder zwei elementare Stützen der besten Defensive der Liga (31 Gegentore) mitmischen. „Beide Jungs sind hundertprozentig fit“, erklärt Muslic nach den frisch gewonnenen Eindrücken der Trainingseinheit am Freitag.

Für Kuruçay, der in Nürnberg wegen einer leichten Blessur am Knöchel fehlte, bedeute das, „dass er als Stammspieler in die Startelf zurückkehrt“. Katic wiederum dürfte nach seiner auskurierten Knieverletzung eine Option von der Bank darstellen. „Auch bei Nikola sind wir aber sehr positiv, dass wir ihn auf dem Platz sehen“, stellte der 43-Jährige dem bosnischen WM-Fahrer Spielzeit in Aussicht.

Abseits der beiden Personalien betont Muslic, dass er bei der Aufstellung keine Kompromisse machen werde: „Wir werden mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen.“ Im Laufe der Begegnung dürften dann Akteure, die es sich mit emsiger Trainingsarbeit verdient hätten, für ihr stetiges Engagement während der Saison belohnt werden. „Fünf Gamechanger werden mit ihrer Dynamik hinten heraus noch mal auf dem Feld stehen.“

Drei Verabschiedungen vor der Partie

Vor dem Spielwerden mit Paul Pöpperl, Christopher Antwi-Adjei, Henning Matriciani und drei Akteure offiziell verabschiedet. Die Verträge des Trios laufen am 30. Juni aus und werden nicht verlängert. Über diese Entscheidung hatte die sportliche Leitung die Spieler frühzeitig informiert.

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