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Miron Muslic: Wir sind sehr selbstbewusst und sehr klar
In der ausverkauften VELTINS-Arena kann der FC Schalke 04 am Samstag (2.5.) mit einem Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf die vorzeitige Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen. Vor dem Anpfiff um 20.30 Uhr verspürt auch Miron Muslic das Prickeln: „Wir freuen uns auf eine unglaubliche Atmosphäre. Der ‚Zwölfte Mann‘ auf der Tribüne wird uns wie bereits in der gesamten Saison tragen.“
Gleichzeitig betont der Chef-Trainer aber auch, dass es bei aller Emotion wichtig sei, auf dem Feld einen kühlen Kopf zu bewahren. „Bei der Vorbereitung auf das Spiel haben wir an unseren Abläufen nichts verändert. Wir sind genau in der Spur geblieben, die uns in den letzten Wochen und Monaten stark gemacht hat“, sagt der Coach und fügt hinzu, dass „die Mannschaft sehr konzentriert und sehr akribisch gearbeitet hat. Dass wir jetzt die Chance haben, den letzten Schritt zu gehen, haben wir uns gemeinsam hart erarbeitet. Und jeder weiß, dass uns das nur gelingen kann, wenn wir an die Performance der Vorwochen anknüpfen.“
Daran, dass die Mannschaft auch gegen die Fortuna, die als Tabellenfünfzehnter noch um den Klassenerhalt kämpft, eine überzeugende Leistung als Kollektiv abliefern wird, hat der 43-Jährige keinen Zweifel: „Wir sind sehr selbstbewusst und sehr klar. Den letzten Schritt schaffen wir gemeinsam auch noch.“
Dass wir jetzt die Chance haben, den letzten Schritt zu gehen, haben wir uns gemeinsam hart erarbeitet.
Seine Überzeugung wird getragen von den Eindrücken der bisherigen Saison. „Selbst zwischenzeitliche Rückschläge wie beispielsweise zuletzt in Elversberg oder in Paderborn haben uns nicht aufgehalten. Wir haben es geschafft, im Profileistungszentrum eine Höchstleistungskultur zu entwickeln, mit der Mannschaft zwei Gänge höher zu schalten und für jeden Gegner so unangenehm wie möglich zu sein.“
Džeko kehrt in den Kader zurück
Knapp vier Wochen nach seiner im WM-Qualifikationsspiel gegen Italien erlittenen Schulterverletzung ist Edin Džeko wieder einsatzbereit. „Er hat im Training alles mitgemacht und wird in den Kader zurückkehren. Wenn wir Edin brauchen, wird er da sein“, erklärt Muslic. Dass der Kapitän der bosnischen Nationalmannschaft wieder eine Option ist, spreche für dessen Charakter und Willenskraft. „Edin möchte nochmal angreifen und mithelfen, das gemeinsame Ziel zu erreichen“, so der Chef-Trainer der Königsblauen. Auch Nikola Katic ist nach seiner Knieverletzung auf einem positiven Weg. „Er ist deutlich weiter als gedacht, aber wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt der Coach.
Mit den Düsseldorfern reist ein Gegner an, der ebenfalls punkten muss. Zuletzt konnte die Fortuna einen wichtigen 3:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden feiern, der vier Spieltage vor Saisonende gleichbedeutend mit dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz war. Die Situation im Tabellenkeller ist für die Rheinländer aber weiterhin bedrohlich. „Sie werden sich nicht nur hinten reinstellen können“, prognostiziert Muslic, der die 95er in den vergangenen Wochen mehrfach live vor Ort beobachtet hat.
Dabei war auch zu erkennen, dass bei den Düsseldorfern nach dem Trainerwechsel – Alexander Ende übernahm unlängst den Part an der Seitenlinie von Markus Anfang – das System umgestellt worden ist. „Mein Kollege Alex hat einige neue Ideen eingebracht, unter anderem tritt Düsseldorf nun in einer 4-2-3-1-Formation auf“, berichtet Schalkes Coach. „Wir sind aber auch auf andere Varianten vorbereitet.“
Die Qualität der Düsseldorfer Mannschaft sei in seinen Augen deutlich höher als es das aktuelle Ranking aktuell aussagt, so Muslic. Gerade mit Cedric Itten habe die Fortuna einen Zielspieler in ihren Reihen, der stets für Gefahr sorge. Der Schweizer steht bereits bei 13 Saisontreffern, insgesamt hat die Fortuna 30 Saisontore erzielt. Letztlich sei allerdings nicht die Stärke des Gegners entscheidend, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrete, so Muslic. „Wir fokussieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können – und das ist unsere eigene Leistung.“