Gegen Tübingen befreit aufspielen

Am 22. Spieltag der BARMER 2. Basketballbundesliga ProA gastieren die Basketballer des FC Schalke 04 bei den Tigers aus Tübingen. Das Duell mit dem ehemaligen Bundesligisten wird kein leichtes für den S04, dennoch wollen die Knappen zwei Punkte aus Tübingen mit nach Gelsenkirchen nehmen.

Am kommenden Samstag (9.02.) reisen die Schalker Basketballer zum nächsten schweren Auswärtsspiel nach Tübingen. Um 20 Uhr treffen sie in der Paul-Horn-Arena mit den Tigers Tübingen auf einen ehemaligen Bundesligisten.

Die Tigers befinden sich aktuell mit neun Siegen und 12 Niederlagen auf dem 12. Tabellenplatz. Damit haben sie einen Vorsprung von zwei Siegen gegenüber den Knappen, die auf dem 14. Tabellenplatz stehen. Für den S04 ist die Partie in Baden-Württemberg ein weiteres wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt. Nach der Niederlage in der vergangenen Woche gegen Ehingen, ist es das zweite Auswärtsspiel in Folge für Raphael Wilder und sein Team.

Für einen Spieler im Kader der Knappen wird das Spiel in Tübingen ein ganz besonderes. Jakob Mampuya stand im Hinspiel noch in Diensten der Tigers und wechselte erst im Dezember letzten Jahres an die Emscher. Warnen wird er seine neuen Teamkollegen vor allem vor Reed Timmer (17,2 Punkte pro Spiel), der mit einer Wurfquote von 55,4% der zweitbeste Schütze der Liga ist und auch bereits im Hinspiel mit 20 Punkten zu überzeugen wusste. Zudem gilt es, ein besonderes Augenmerk auf den starken Tyler Laser (14,5) zu legen, der spätestens seit dem Hinspiel, in dem er 21 Punkten erzielte, ebenfalls ein Begriff auf Schalke sein sollte. Ergänzt werden die beiden US-Amerikaner von den deutschen Enosch Wolf (14,4), Besnik Bekteshi (8,5), sowie Elijah Allen (8,0).

„Tübingen hat mit Timmer und Laser zwei überragende Spieler in ihren Reihen und mit Wolf, Bekteshi und Allen drei weitere Schlüsselspieler, die ihr Spiel tragen. Sie haben bisher unter ihren Möglichkeiten gespielt, aber ich denke, dass sie mittlerweile in die Spur zurückgefunden haben“, so Raphael Wilder über den kommenden Gegner.

Wechsel auf der Trainerbank

Im Vergleich zum Hinspiel gab es auf Tübinger Seite eine nicht unwesentliche Veränderung. Im Januar setzten die Raubkatzen Cheftrainer Aleksandar Nadjfeji vor die Tür und holten den 62-jährigen Georg Kämpf. Der gebürtige Bayreuther führte die Tigers bereits 1992 und 2004 in die erste Bundesliga und ist somit kein Unbekannter. Grund für den Wechsel waren die, gemessen am Potenzial des Teams, unzureichenden sportlichen Leistungen in der aktuellen Saison. Seit dem Trainerwechsel konnten sie zuhause gegen Ehingen und auswärts in Hagen gewinnen.

Für Wilder wird das Duell mit den Tigern keine einfache Aufgabe: „Sie haben mit dem Sieg in Hagen gezeigt, dass sie momentan sehr stark sind. Es wird eine große Herausforderung für uns und wir brauchen am Samstag eine Top-Leistung, um das Spiel zu gewinnen!“

Auch Abteilungsleiter Tobias Steinert weiß um die Stärke des Gegners: „Das Spiel in Tübingen wird natürlich kein leichtes für uns, auch wenn sie in dieser Saison bisher weit hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind. Die Tigers haben einen exzellenten Kader auf die Beine gestellt, der sehr namenhaft bespickt ist. Das ist eine Mannschaft, die, wenn die kleine Durststrecke am Anfang der Saison nicht gewesen wäre, um eine gute Playoff-Position mitspielen würde. Daher wird es extrem schwierig für uns in Tübingen zu bestehen.“

S04 mit Underdog-Rolle

Dennoch hofft Steinert auf einen königsblauen Sieg gegen den ehemaligen Bundesligisten. „Die Mannschaft weiß, worum es geht und wird um jeden Punkt kämpfen! Wir gehen ganz klar als ‚Underdog‘ in die Partie und können befreit aufspielen. So, wie wir es auch schon in Trier und in Rostock getan haben. Ich denke, dass wir ein offenes Spiel sehen werden und hoffe, dass wir am Ende die zwei Punkte aus Tübingen entführen können“, blickt Steinert optimistisch auf das Spiel.

Das Duell in der Paul-Horn-Arena beginnt am Samstag (9.02.) um 20 Uhr und wird live auf airtango.live übertragen.