Gute Leistung in Tübingen nicht mit Punkten belohnt

Am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA führte die Reise der Basketballer des FC Schalke 04 zu den Tigers nach Tübingen, einem der vermeintlichen Topteams der diesjährigen Zweitligasaison. Die von Assistant Coach Alexander Osipovitch gecoachten Königsblauen schlugen sich ohne den weiterhin verletzten Shavar Newkirk achtsam in der Paul-Horn-Arena, mussten aber am Ende des Tages mit einer 81:88-Niederlage die Rückreise nach Gelsenkirchen antreten.

Coach Osipovitch vertraute in der Abwesenheit von Headcoach Raphael Wilder, der absprachegemäß bei seiner Familie in Israel weilte, auf die Starting Five um Kapitän Courtney Belger, Jordan Spencer, Lavon Hightower, Adam Touray und Björn Rohwer. Die Königsblauen starteten in dieser Formation schwungvoll in die Partie und führten nach 1:35 Minuten mit 4:0, ehe die Tigers Tübingen in Spiel fanden und die Partie mit einem 6:0-Lauf durch zwei Distanzwürfe zu ihren Gunsten drehen konnten. Diese Serie konterte Jordan Spencer für die Blau-Weißen postwendend mit einem Dreier. Nachdem die Führung dann eine lange Zeit mit jedem Angriff wechselte, konnten sich die Schalker dann durch Punkte vom starken Johannes Joos, Björn Rohwer und Shawn Gulley auf 18:14 absetzen. Das erste Viertel endete dann mit 18:15 für die Knappen.

Nachdem Besnik Bekteshi die ersten Punkte im zweiten Viertel für die Tigers Tübingen erzielte, starteten die Königsblauen eine Serie von jenseits der Dreipunktelinie durch zwei Treffer von Shawn Gulley und einem getroffenen Dreier von Courtney Belger, so dass sie mit 21:17 in Front gehen konnten. Diese Vier-Punkte-Führung konnten die Gelsenkirchener bis zur Halbzeit, dank eines getroffenen Buzzer-Beaters von Lavon Hightower, beim Halbzeitstand von 40:36 aufrechterhalten.

S04 verschafft sich ein Polster nach der Halbzeit – Tigers können kontern

In der Kabine fand S04-Coach Alexander Osipovitch, der in Tübingen von Academy Coach Patrick Carney unterstützt wurde, die richtigen Worte und so zogen die Königsblauen nach Zählern von Lavon Hightower und Johannes Joos 2:07 Minuten nach der Pause mit 47:38 davon. Nach einer Auszeit von Tigers Coach Doug Spradley reduzierten die Hausherren erst diesen Rückstand, doch Joos und Jordan Spencer sorgten auf Seiten des S04 erneut für eine 9-Punkte-Führung beim Stand von 56:47. Allerdings brachte der folgende 10:0-Run der Raubkatzen die Gastgeber erstmals seit langer Zeit wieder in Führung, ehe Thomas Szewczyk diesen Lauf mit einem Dreier beendete. Bis zum Ende des dritten Viertels konnten die Schalker eine 63:61-Führung behaupten.

Direkt zu Beginn des Schlussviertels jedoch drehte Besnik Bekteshi für die Tigers Tübingen das Spiel. Einem erfolgreichen Korbleger zum 63:63 folgte ein Steal von Bekteshi und ein anschließender Layup zur 63:65-Führung der Gastgeber. 7:53 Minuten vor dem Ende der Partie glich US-Boy Darnell Dunn zum letzten Mal für die Schalker zum 67:67, ehe sich die Tigers 1:16 Minuten vor Ende des Spiels eine 81:74-Führung erspielen konnten. Die Schalker machten es zwar nach einem Korbleger von Lavon Hightower und einem anschließenden schnellen Ballgewinn von Courtney Belger, welchen er zum 78:81 aus Sicht der Gäste nutzte, noch einmal spannend, doch die favorisierten Tübinger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und blieben sicher an der Freiwurflinie, so dass sie die Partie am Ende mit 81:88 für sich entschieden.

„Wir haben drei Viertel lang unseren Gameplan sehr gut umgesetzt und haben Tübingen genau in der Position gehabt, wo wir sie haben wollten. Zudem konnten wir das Spiel eng gestalten und haben uns eine Chance auf den Sieg erarbeitet. Dass wir uns nicht weiter absetzen konnten, war auch der individuellen Qualität von Tübingen geschuldet. Im vierten Viertel haben wir uns leider durch einige unerklärliche Turnover das Leben schwer gemacht und haben teilweise in der Offensive nicht die richtige Wurfauswahl gefunden. Die Statistiken sind alle sehr ausgeglichen, lediglich die Turnover haben wir mit 15 zu 9 verloren“, blickte Coach Alexander Osipovitch auf die Gründe der Niederlage. „Mein Kompliment an Tübingen, die in der entscheidenden Phase einige gute Lösungen gefunden haben, unserem Druck standzuhalten und uns gleichzeitig das Leben schwer zu machen. Aber auch ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die am heutigen Tag wirklich bis zur letzten Sekunden gekämpft hat, um dieses enge Spiel eventuell doch noch herumzureißen.“

Auch Abteilungsleiter Tobias Steinert blickt auf das Positive in dieser Niederlage. „Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen, sondern müssen die Gewissheit mitnehmen, dass wir über lange Zeit mit einem absoluten Topteam dieser Liga mitgehalten haben und als Team noch weiter zusammenwachsen, damit wir bestens gewappnet in die kommenden Wochen gehen.“

Am kommenden Wochenende haben die Schalker Basketballer spielfrei, da die ProA in diesem Jahr mit 17 Teams an den Start geht. Weiter geht es für das Team um Kapitän Courtney Belger am 09.10.2019 mit dem Auswärtsspiel bei den Kirchheim Knights, ehe am 12.10.2019 die NINERS Chemnitz zu Gast in der Willy-Jürissen-Halle sind. Alexander Osipovitch schaut bereits nach vorn auf die anstehenden Aufgaben: „Wir haben am heutigen Tage in meinen Augen in Sachen Teamplay einen Schritt nach vorne gemacht und aus unserer Niederlage gegen Nürnberg gelernt. Darauf müssen wir jetzt in den kommenden Tagen aufbauen.“

Punkteverteilung:

Joos (20), Hightower (17), Rohwer (12), Belger (10), Gulley (8), Spencer (7), Szewczyk (3), Dunn (2), Touray (2), Jean-Louis (dnp)

Kein Live-Stream

Das Spiel in Tübingen war leider aufgrund von Internetproblemen in der Spielhalle nicht wie gewohnt im Live-Stream zu verfolgen.

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren

DSC_2489

S04 reist mit viel Respekt nach Rostock

Am 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA reisen die Basketballer des FC Schalke 04 nach Rostock. Dort treffen sie am Sonntag (20.10.) um 16.00 Uhr in der StadtHalle auf die Rostock Seawolves.

DSC_1385

S04 kassiert bittere Klatsche gegen Chemnitz

Die Basketballer des FC Schalke 04 unterlagen den NINERS Chemnitz am vergangenen Samstag (13.10.) mit 70:114. Die Königsblauen hatten dem Favoriten aus Sachsen an diesem Abend wenig entgegenzusetzen und gaben die Partie bereits im ersten Viertel aus der Hand. Weiter geht’s am kommenden Sonntag (20.10.) mit einem Auswärtsspiel bei den Rostock Seawolves.

Foto 30.03.19, 19 53 51

Aufstiegsfavorit NINERS Chemnitz zu Gast beim S04

Am kommenden Samstag (12.10.) empfangen die Schalker Basketballer die NINERS Chemnitz zum fünften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Partie gegen den Favoriten aus Sachsen beginnt um 19.30 Uhr, Tickets können online und an der Abendkasse erworben werden.

DSC_1466

Starke kämpferische Leistung bringt gegen Kirchheim den ersten Saisonsieg

Am Mittwochabend (9.10.) trafen die Basketballer des FC Schalke 04 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf die Kirchheim Knights. In einem heiß umkämpften Spiel drehten die Königsblauen nach einem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand die Partie und setzten sich am Ende verdient mit 75:80 in Kirchheim durch. Am kommenden Samstag (12.10.) geht es um 19.30 Uhr direkt weiter mit einem Heimspiel gegen die NINERS Chemnitz.