Knappe Niederlage gegen die Uni Baskets Paderborn

Am 13. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA waren die Uni Baskets aus Paderborn zu Gast bei den Basketballern des FC Schalke 04. Die beiden Westfalen-Teams lagen vor der Partie in der Tabelle direkt nebeneinander, ein enges Spiel war daher abzusehen. Nach einem starken Kampf mussten sich die Königsblauen am Ende denkbar knapp mit 75:77 geschlagen geben.

Den Start hatten sich die Königsblauen anders vorgestellt. 0:9 stand es nach wenigen Minuten aus Sicht der Knappen. Die ersten Punkte für sein Team erzielte nach knapp 3 Minuten Shavar Newkirk per Dreier. Kurze Zeit später war es erneut Newkirk, der zum 6:11 verkürzen konnte. Doch die Gäste ließen sich davon nicht beirren und konnten sich auf 9:18 nach 5 Minuten absetzen. Daraufhin nahm Coach Alexander Osipovitch seine erste Auszeit, um seinen Spielern neue Impulse zu geben. In der Folge wurden vermehrt die Großen unter dem Korb gesucht: Durch Punkte von Johannes Joos und Adam Touray verkürzten die Gastgeber auf 13:19, allerdings unterliefen in der Offensive zu viele einfache Turnover. Die Paderborner nahmen viele Würfe von jenseits der Dreierlinie und bauten so ihre Führung weiter aus. Nach 8 Minuten stand es daher 13:27 aus Schalker Sicht. Daraufhin wurde Darnell Dunn gleich zweimal schön in Szene gesetzt und erzielte 4 Punkte in Folge für die Schalker. Die Uni Baskets hatten in dieser Phase des Spiels aber immer eine passende Antwort und so stand es 17:30 nach dem 1. Viertel.

Das zweite Viertel begann deutlich besser für die Schalker. Erst war es Johannes Joos, der einen schwierigen Mitteldistanzwurf traf, im anschließenden Angriff bescherte Shavar Newkirk seinem Team das 24:32 und zwang so nach 3 Minuten den Gäste-Coach Steven Esterkamp, seine erste Auszeit zu nehmen. Doch auch von dieser ließen sich die Schalker nicht den Schwung nehmen und verkürzten direkt weiter durch Shawn Gulley und Jordan Spencer per Dreier zum 29:32. Spätestens nach den Punkten durch Courtney Belger und Björn Rohwer zum 33:34 drehten nicht nur die Schalke-Fans, sondern auch die Anzeigetafel durch und zeigte zwischenzeitlich eine 487:34-Führung für den S04 an. Nach der kurzen technischen Panne war die Aufholjagd der Königsblauen aber noch nicht beendet. Es war dann wieder der starke Belger, der erst für den Ausgleich sorgte und dann in der letzten Minute die erste Schalke-Führung zum 39:37 sorgte. Diese konnten die Gäste noch ausgleichen und so ging es mit einem 39:39 für die beiden Teams in die Kabinen.

S04-Coach Alexander Osipovitch: „Es war für den gesamten Verein eine schwierige Woche. Die Mannschaft hat im Training alles gegeben und konzentriert gearbeitet, allerdings hat man ihr in den ersten Minuten eine gewisse Nervosität und Unsicherheit angemerkt. Wie sie dann reagiert hat, war unglaublich. Wir haben uns in das Spiel zurückgekämpft und alles getan, um zu gewinnen.“

Am Ende behält Paderborn die Oberhand

Zu Beginn der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften hatten viel Pech bei den Abschlüssen. Die Defense der Blau-Weißen war aber nun deutlich intensiver und es wurden nicht mehr so viele freie Würfe zugelassen. Das Spiel wurde hektischer, es ging hin und her. Die Folge waren viele Führungswechsel. Diese Phase des Spiels war von Fouls auf beiden Seiten geprägt und so kam es nicht zu vielen Punkten. Als noch 6 Minuten zu spielen waren, traf Jordan Spencer noch zur 43:42-Führung, danach konnten sich die Paderborner aber durch Ryan Logan etwas absetzen. Nach 7 gespielten Minuten stand es 46:51. Aber die Schalker kamen vor Ende des 3. Viertels wieder etwas ran: Erst wurde Jordan Spencer beim Dreierversuch gefoult, dann kassierte die Bank der Gäste noch ein technisches Foul. Mit einem knappen 52:55-Rückstand ging es so ins letzte Viertel.

Den besseren Start in dieses erwischten die Paderborner, die sich direkt in der ersten Minute auf 52:60 absetzen konnten. Nach einer Schalke-Auszeit, konnten Courtney Belger und Darnell Dunn für ihr Team auf 56:60 stellen. In der Folge lief es bei beiden Offensiven deutlich besser. Für die Schalker übernahmen in dieser Zeit vor allem Belger und Newkirk, die ihr Team im Spiel hielten. So stand es nach 4 gespielten Minuten 62:66. Dieser 4 Punkte Rückstand sollte auch in den nächsten Minuten Bestand haben. Schalke traf zwar unter anderem durch Adam Touray, doch die Gäste spielten ihre Angriffe gut zu Ende und kamen immer wieder zu Abschlüssen unter dem Korb.

In die letzte Spielminute ging es mit einem 70:74. 13 Sekunden vor Ende konnte Shavar Newkirk für die Königsblauen auf 73:76 verkürzen. Anschließend mussten die Knappen schnell foulen, um wieder in Ballbesitz zu kommen. Da sie bereits fünf Teamfouls hatten, schickten sie so den Paderborner Christopher Trapp an die Freiwurflinie. Dieser konnte seine beiden Versuche nicht verwerten und die Schalker trafen erneut durch Newkirk zum 75:76. Leider waren da jedoch nur noch 2 Sekunden zu spielen, daher mussten die Schalker erneut foulen. Diesmal ging Mc Cullum für die Gäste an die Linie und traf seinen ersten Versuch sicher zum 75:77. Dies war dann auch der Endstand, da er seinen zweiten Versuch beabsichtigt auf den Ring setzte und die letzte Sekunde so runterlief.

Alexander Osipovitch war nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, aber natürlich auch enttäuscht über das Ergebnis: „Glückwunsch an Paderborn, sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Leider hat es für uns am Ende des Tages nicht zu einem Sieg gereicht, aber es war ein wichtiges Signal, dass die Mannschaft hart gearbeitet und gekämpft hat.“

Für die Basketballer des FC Schalke 04 steht nun am kommenden Mittwoch (11.12.) ein Auswärtsspiel bei den wiha Panthers Schwenningen an, ehe man am Samstag (14.12.) Ehingen Ursprung in der Willy-Jürissen-Halle in Oberhausen empfängt. Dazu braucht das Team natürlich wieder seine lautstarken Fans. Spielbeginn ist 19:30 Uhr, Karten gibt es online und an der Abendkasse.

Punkteverteilung:

Newkirk (20), Jean-Louis (-), Spencer (8), Joos (6), Dunn (8), Touray (11), Szewczyk (-), Rohwer (4), Gulley (4), Belger (14)

Das Spiel im Re-Live

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