Packender Sieg gegen Wolfenbüttel bringt die Führung in der Viertelfinalserie

Die Viertelfinals der diesjährigen Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProB waren angerichtet! Die Basketballer des FC Schalke 04 empfingen die Herzöge Wolfenbüttel zu Spiel 1 in der ausverkauften Halle an der Mühlbachstraße in Gelsenkirchen-Erle! Die über weite Strecken deutliche Führung der Königsblauen geriet am Ende der Partie zwar noch einmal ins Wanken, doch nach 40 Minuten stand ein 71:69-Sieg auf der Anzeigetafel, welcher die Schalker mit 1:0 in der Viertelfinalserie in Führung brachte.

Während auf Seiten der Schalker Leon Friederici rechtzeitig von seiner in der Vorwoche erlittenen Schulterverletzung ins Team zurückkehrte und den Kader von Coach Raphael Wilder komplettierte, mussten die Gäste auf Wolfenbüttel auf ihren Bigman Tom Alte verzichten.

Der Start in die Partie gehörte dann komplett dem S04. Shawn Gulley versenkte unter dem tosenden Jubel der S04-Fans gleich zwei Dreipunktewürfe innerhalb der ersten zwei Minuten und als dann auch noch Courtney Belger mit vier Zählern und Lennart Weichsel mit einem erfolgreichen Fastbreak zum 12:1 nachlegten, zwang der S04 die Herzöge zur ersten Auszeit der Partie nach drei Spielminuten. Durch eine herausragende Verteidigung konnten die Königsblauen die Führung bis zum Ende des ersten Viertels auf 23:10 ausbauen. „Wir haben das Spiel im ersten Viertel sehr stark in der Defensive und in der Offensive begonnen. Dieses Viertel war fast fehlerfrei von uns, sodass wir eine deutliche Führung zu Beginn behaupten konnten“, blickte Coach Raphael Wilder zufrieden auf den Beginn des Spiels.

Zu Beginn des zweiten Viertels sackten die guten Quoten aus dem ersten Viertel bei den Königsblauen ein Stück weit ab, sodass in den ersten 3:45 Minuten des Spielabschnitts die Gastgeber den Stand auf 25:14 verkürzen konnten, da gleich vier Dreierversuche der Schalker nicht den Weg in ihr Ziel fanden. Die anschließende Auszeit von Coach Raphael Wilder brachte die Knappen wieder zurück in die Spur und so konnten die Hausherren ihren Vorsprung nach einem Dreier von Thomas Szewczyk und einem Distanztreffer von Courtney Belger wieder auf 31:18 nach 5:36 Minuten im zweiten Viertel ausbauen. Durch einen Dreier von Gäste-Guard Demetrius Ward konnten die Gäste Sekunden vor der Halbzeitpause das Ergebnis dann auf 37:29 verkürzen. „Im zweiten Viertel ist Wolfenbüttel besser ins Spiel gekommen und unsere Defense hat ein wenig darunter gelitten. Dennoch konnten wir einen Vorsprung aufrechterhalten“, so Wilder.

S04 behält die Nerven in einer packenden Schlussphase

Die Gäste aus Niedersachsen kamen besser aus der Pause und konnten nach fünf Zählern durch Lars Lagerpusch binnen 1:30 Minute das Spiel zum 37:34 verkürzen, ehe Courtney Belger seinen Korbleger im Ziel unterbringen konnte und Shawn Gulley per Dreier zum 42:34 nachlegte. Die Herzöge kämpften sich der foulintensiven Folgezeit immer wieder an die Königsblauen heran, doch als Shawn Gulley nach 6:25 Minuten im dritten Abschnitt das Ergebnis auf 50:39 für die Hausherren stellte, war das Wilder-Team wieder in der Partie. Zum Ende des Viertels zogen die Knappen dann dank guter Offensivaktionen von Shawn Gulley und Courtney Belger zum 59:46 davon. „Wir hatten im dritten Viertel eine sehr starke Phase, in der wir uns bis auf 16 Punkte absetzen konnten, aber zum Ende des Viertels konnte Wolfenbüttel bereits besser in die Partie kommen“, hielt Wilder fest.

Das letzte Viertel begann mit einem offenen Schlagabtausch beider Teams, welcher keiner Seite einen Vorteil verschaffen konnte. So zeigte die Anzeigetafel in der Halle an der Mühlbachstraße fünf Minuten vor Ende der Partie eine königsblaue 65:52-Führung an, ehe Kapitän Patrick Carney unter tosendem Jubel der Fans seinen Dreier in der Reuse der Herzöge unterbringen konnte und die Führung für den S04 auf 68:52 erhöhte. Eine erneut schwache Trefferquote des S04 in der Folgezeit sorgte dafür, dass die Gäste nach einem Dreier von Niklas Bilski 54 Sekunden vor Ende der Partie den Rückstand auf 68:62 verkürzen konnten. Als dann im Anschluss die Schalker in der Offensive den Ball aus der Hand gaben und Demetrius Ward seinen Korbleger im Korb des S04 unterbringen konnte, schmolz der Vorsprung der Knappen gar auf 68:64 und Luis Figge verkürzte im nächsten Angriff per And-One zum 68:67 bei noch 20 Sekunden auf der Uhr. Doch Courtney Belger behielt im Anschluss die Nerven an der Linie und verwandelte beide Freiwürfe zum 70:67 für die Knappen. Da auch Demetrius Ward für die Herzöge von der Linie fehlerfrei blieb und zum 70:69 verkürzte, schickten die Gäste erneut Belger per Foul an die Linie, der jedoch nur einen seiner beiden Versuche verwandeln konnte und den Gästen somit 2 Sekunden vor Ende der Partie die Chance auf einen erfolgreichen Ausgang der Partie ließ. Weil Niclas Sperber den anschließenden Dreierversuch von Herzöge-Guard Demetrius Ward erfolgreich blockte, konnten die Schalker einen umkämpften 71:69-Sieg in Spiel 1 des Viertelfinals feiern und gingen mit 1:0 in dieser Serie in Führung. „Wir haben im letzten Viertel ab der 36. Minute komplett die Kontrolle über die Partie verloren und haben einige Fehler begangen, die es jetzt aufzuarbeiten gilt. Dadurch haben wir das Spiel viel zu spannend werden lassen. Am Ende bin ich natürlich glücklich darüber, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben und in der Serie in Führung gehen konnten“, so Wilder über das letzte Viertel.

„Es war heute einmal mehr eine exzellente Defensivleistung von uns. Wir haben ein sehr starkes Offensivteam unter 70 Punkten gehalten und sie bei einer Dreierquote von elf Prozent gehalten. In unseren Reihen hatten wir nur zwei Spieler mit Courtney Belger und Shawn Gulley, die zweistellig gescored haben, aber die anderen Spieler haben uns sehr viel in der Defense gegeben. Ich denke, dass wir heute verdient dieses Spiel gewonnen haben, da wir über 36 Minuten die Kontrolle über die Partie hatten. Wir werden nun die Fehler der Schlussphase aufarbeiten und am Donnerstag fokussiert nach Wolfenbüttel reisen“, resümierte Coach Raphael Wilder.

Shawn Gulley 25, Courtney Belger 25, Patrick Carney 7, Lennart Weichsel 4, Thomas Szewczyk 3, Salman Manzur 3, Michael Agyapong 2, RJ Slawson 2, Jonas Peters, Niclas Sperber, Timo Volk, Leon Friederici

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