S04 muss sich Nürnberg nach starkem Comeback geschlagen geben

Am 26. Spieltag BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ging es für die Basketballer des FC Schalke 04 nach Nürnberg. Dort trafen sie am vergangenen Sonntag auf die Falcons. Nach einer starken zweiten Halbzeit, mussten sich die Königsblauen in letzter Sekunde geschlagen geben. So stand am Ende eine bittere 81:83-Niederlage.

Beide Teams wollten das Spiel unbedingt gewinnen, denn die Königsblauen stecken mitten im Kampf um den Klassenerhalt und die Nürnberger wollen unbedingt noch in die Playoffs einziehen. Das erklärt auch den nervösen Beginn mit einfachen Turnovern auf beiden Seiten. Sowohl Schalke als auch Nürnberg fehlte in der Anfangsphase die nötige Konzentration. Die ersten Punkte erzielte Courtney Belger direkt per Dreier. Nach drei Minuten stand es 5:4 für Schalke in einem ausgeglichenen Spiel. Doch vor allem in der Defense ließen die Königsblauen die Intensität aus dem Spiel gegen Bremerhaven vermissen. Nürnberg kam dann besser ins Laufen und Königsblau musste einen 0:7-Run hinnehmen. Nach fünf gespielten Minuten lagen sie mit 7:11 hinten. Das gefiel S04-Coach Alexander Osipovitch gar nicht und er nahm seine erste Auszeit. Shawn Gulley konnte sich danach gegen drei Verteidiger durchsetzen und zum 11:13 verkürzen. Aber insgesamt hatten die Knappen viel Pech bei ihren Abschlüssen. Und die Würfe, die die Schalker nicht trafen, fielen bei den Nürnbergern. So stand es eine Minute vor dem Ende des ersten Viertels 11:20. Mit einem 13:20 ging es in die erste Pause.

Genau im 1. Viertel war es wieder Belger, der die ersten Punkte zum 15:20 erzielte. Doch die Falcons fingen nun an ihrer Dreier zu treffen und setzten sich auf 15:27 ab. Auch die Königsblauen trauten sich nun mehr von außen zu. Thomas Szewczyk und Johannes Joos waren jeweils per  Dreier erfolgreich und stellten auf 25:32. Für das Highlight der ersten Hälfte sorgte Adam Touray mit einem starken Dunk nach schönem Zuspiel von Szewczyk. Vier Minuten vor der Halbzeit stand es 29:36, doch weiter verkürzen konnten die Königsblauen nicht. Zwar war der S04 durch Touray und Tucker Haymond erfolgreich,  aber trotzdem stand nach acht gespielten Minuten ein 10-Punkte-Rückstand (33:43) auf der Anzeigetafel. Szewczyk konnte zwischenzeitlich verkürzen, doch die Nürnberger trafen weiterhin ihre Dreier. Sie hatten am Ende eine starke Quote von 38%. Kurz vor der Halbzeit konnte sich Björn Rohwer nochmal unter dem Korb durchsetzen und so ging es mit einem 37:47 aus Sicht der Schalker in die Kabine

Fast schon traditionell eröffnete Belger das 3. Viertel für die Knappen. Haymond erzielte wenig später das 41:47 und in der Folge war es wieder eine ausgeglichene Partie. Die Schalker zogen oft zum Korb und zogen dabei viele Fouls. So hatten die Falcons schon frühzeitig die Teamfoulgrenze erreicht und S04 ging häufig an die Freiwurflinie. Nach etwas mehr als vier gespielten Minuten stand es 46:53. Die Schalker kamen sogar noch weiter ran, unter anderem durch Thomas Szewczyk, der erneut von jenseits der Dreierlinie erfolgreich war. Drei Minuten vor der Viertelpause waren es nur noch drei Punkte (52:55). Daraufhin legten die Falcons aber einen kurzen Zwischenspurt ein und setzten sich wieder auf 52:60 ab. Haymond antwortete auf einen erneuten Drei-Punkte-Wurf der Nürnberger seinerseits mit einem Dreier zum 57:63. Er war am Ende mit 19 Punkten der Topscorer der Partie. Für die Falcons war Duane Wilson der beste Punktesammler mit 16 Zählern auf dem Konto. Mit einem 57:66 ging es ins letzte Viertel.

Herzschlagfinale entscheidet das Spiel

Das 4. Viertel begann mit einer kleinen Überraschung: Nicht Belger, sondern Darnell Dunn erzielte die ersten Punkte für Königsblau. Doch Belger traf schon direkt im nächsten Angriff zum 61:68. Nach etwas mehr als drei gespielten Minuten war Adam Touray mit einem And-One zum 64:70 erfolgreich. Touray wurde jetzt öfter unter dem Korb gesucht und erzielte auch direkt die nächsten Punkte zum 65:70. Aber  Touray setzte auch in der Defensuve Akzente. Erst er stealte den Ball, dann bediente er Haymond und der schloss den Fast-Break per Korbleger zum 67:70. Mit diesem knappen Rückstand ging es also in die letzten fünf Minuten. Und die hatten es in sich. Zunächst traf Newkirk einen Dreier von ganz weit draußen zum 70:72 mit Ablauf der Shotclock. Wenig später fand Gulley Joos unterm Korb zum 72:74. Ganz bitter aus Sicht der Königsblauen war dann jedoch, dass der gut aufgelegt Touray vier Minuten vor Ende mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen musste und seinem Team nicht mehr helfen konnte. Für ihn sprang Joos in die Bresche und scorte zum 74:76, doch der Ausgleich wollte ihm wenig später nicht gelingen. Sein Korbleger rollte wieder raus. Knapp zwei Minuten vor dem Ende stellte Newkirk auf 76:77.

Dann wurde es dramatisch: 30 Sekunden vor dem Ende wurde Belger unsportlich gefoult. Einen der beiden Freiwürfe konnte er verwandeln und Schalke blieb im Ballbesitz beim Stand von 79:81. Der nervenstarke Haymond sorgte für den 81:81-Ausgleich durch einen Mitteldistanzwurf. Mit 23,8 Sekunden auf der Uhr konnte Nürnberg nun den letzten Angriff aber runterspielen. Zunächst konnten die Schalker noch gut verteidigen, doch 0,8 Sekunden vor Schluss stand Jonathan Mayer plötzlich frei unter dem und stopfte den Ball zum 81:83 durch den Ring. Nach einer Auszeit von Osipovitch blieb den Königsblauen noch eine letzte Chance: Johannes Joos bekam nach einem Einwurf den Ball, im Rückwärtsfallen gelang ihm noch ein Wurf. Aber dieser fiel mit der Sirene nur auf den Ring und die Partie ging mit 81:83 verloren. Joos haderte nach dem Spiel mit den vergebenen Chancen und zeigte sich enttäuscht: „Wir schaffen es nicht konstant über 40 Minuten gut zu spielen. Am Ende fehlt uns dann häufig das Quäntchen Glück.“ Der Nürnberger Stephan Haukohl fasste es gut zusammen: Nürnberg  hat einfach einen Fehler weniger gemacht.

Alexander Osipovitch: „Es war ein intensives Spiel mit vielen guten und weniger guten Phasen auf beiden Seiten. Für uns war es eine Partie mit sehr unterschiedlichen Halbzeiten. Wir bringen uns leider immer wieder in schwierige Situationen, aus denen wir uns dann während des Spiels wieder zurück kämpfen müssen und gegen einen Gegner mit so viel Qualität wie Nürnberg, wird es dann schwer. Kompliment an meine Mannschaft, dass wir bis zum Ende so gekämpft haben, aber leider hat es nicht zum Sieg gereicht. Es fehlte vielleicht ein bisschen Konzentration und auch das notwendige Glück, um das Spiel noch zu gewinnen.“

Doch die nächste Chance auf einen Sieg wird kommen. Erstmal haben die Schalker jetzt ein wenig Pause und können sich intenisv auf ihren nächsten Gegner, die wiha Panthers Schwenningen, vorbereiten. Die empfangen die Königsblauen am 29.02. um 19.30 Uhr in der Willy-Jürissen-Halle in Oberhausen. Zusammen mit den heimischen Fans werden sie alles in ihrer Macht stehende tun, um über 40 Minuten zu überzeugen und den nächsten Sieg im Kampf um den Klassenerhalt zu holen.

Punkteverteilung

Haymond (19), Newkirk (9), Jean-Louis (-), Joos (13), Dunn (2), Touray (10), Szewczyk (8), Rohwer (4), Gulley (4), Wessel (-), Belger (12)

Das Spiel im Re-Live

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