S04 sichert sich gegen Hanau den Klassenerhalt

Die Schalker Basketballer traten am 29. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den White Wings aus Hanau an. Trotz einer 84:80-Niederlage machten die Knappen aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs damit den Klassenerhalt in Deutschlands zweithöchster Spielklasse am vorletzten Spieltag perfekt.

S04-Coach Raphael Wilder begann mit seiner bewährten Starting-Five um Shavar Newkirk, Brandon Parrish, Adam Touray, Björn Rohwer und Courtney Belger. Center Michael Haucke, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte und Jacob Mampuya, der unter Knieproblemen leidet, standen zwar im Kader der Knappen, sollten aus diesen Gründen im Laufe der Partie jedoch nicht zum Einsatz kommen.

Die Vorzeichen der Partie waren klar: die Schalker Basketballer brauchten einen Sieg oder eine Niederlage mit maximal 6 Punkten, um auch in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu spielen. Die einzige Chance der White Wings auf den Klassenerhalt bestand darin, mit mindestens 7 Punkten Differenz gegen den S04 zu gewinnen und dann in der Folgewoche auch Chemnitz zu schlagen und auf eine Schalker Niederlage gegen Paderborn zu hoffen.

Die Gastgeber, die vor dem Spiel also mit dem Rücken zur Wand standen und unbedingt gewinnen mussten, begannen stark und erwischten den besseren Start in die Partie. Josef Eichler erzielte die ersten Punkte für sein Team von jenseits der Drei-Punkte-Linie und Luquon Choice ließ weitere zwei Punkte folgen. Die Königsblauen begannen nervös und leisteten sich einige Abstimmungsfehler. Hanau wusste dies zu Nutzen und zwang Raphael Wilder nach gut vier Minuten beim Spielstand von 14:4 zu seinem ersten Timeout. Dieser brachte daraufhin Kapitän Patrick Carney ins Spiel, der direkt mit einem Dreier konterte und das erste Viertel per Buzzer-Beater beendete. Der Hanauer Vorsprung betrug jedoch weiterhin 10 Punkte (27:17).

Im zweiten Viertel fanden die Schalker dann besser ins Spiel und erwiderten den Kampf der Gastgeber. Nach ausgeglichenen 10 Minuten (17:17) betrug die Führung der White Wings allerdings noch immer 10 Punkte. Mit einem Halbzeitstand von 44:34 ging es in die Pause.

Björn Rohwer dreht im Schlussviertel auf

Coach Wilder schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team kam mit viel Elan und Leidenschaft aus der Halbzeit. Brandon Parrish versenkte zu Beginn gleich einen Dreier und über die starken Shavar Newkirk und Adam Touray kämpften sich die Königsblauen Stück für Stück heran. Nach zwei weiteren Parrish-Dreiern stand es gut zwei Minuten vor Ende des Viertels plötzlich nur noch 57:55. Vor dem finalen Spielabschnitt stand ein 60:56 auf der Anzeigetafel in der Main-Kinzig-Halle.

Im Schlussviertel drehte dann vor allem Björn Rohwer auf. Der junge Center, der bis dato blass geblieben war, traf zunächst per Korbleger und erzielte dann per Dunking den vielumjubelten Ausgleich. Hanau ließ sich jedoch nicht verunsichern und antwortete mit einem Dreier von Josef Eichler. Erneut war es Björn Rohwer, dieses Mal von jenseits der Drei-Punkte-Linie, der erneut ausglich. Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die White Wings stets eine knappe Führung halten konnten, wohlwissend, dass ihnen jedoch nur ein Sieg mit mindestens 7 Punkten reichen würde. Die Schalker kontrollierten nun ihre Angriffe, spielten mit viel Selbstvertrauen und sorgten mit einem weiteren Rohwer-Dreier und einem Dunking von Adam Touray immer wieder für emotionale Momente, die den Gastgebern sichtlich zusetzten.

47 Sekunden vor dem Ende war es dann soweit und Luquon Choice erhöhte die Führung für Hanau auf 7 Punkte (84:77) und ließ sein Team damit noch einmal hoffen. Die Hoffnung zerschlug sich jedoch, als Björn Rohwer, Bryan Smothson beim Ballvortrag so unter Druck setzte, dass dieser mit dem Ball ins Aus dribbelte. Adam Touray und Brandon Parrish behielten dann die Nerven von der Freiwurflinie und verkürzten auf (84:80). Die Königsblauen sicherten sich damit den Klassenerhalt in der ProA und besiegelten den Abstieg der White Wings Hanau in die ProB. Der Jubel bei Spielern, Fans und Verantwortlichen war im Anschluss groß.

Spiel in Hanau sinnbildlich für die gesamte Saison

Raphael Wilder: „Ich bin einfach nur glücklich! Es war ein wahnsinnig nervenaufreibendes Spiel und am Ende hatten wir sicherlich auch etwas Glück. In der ersten Halbzeit war eine große Nervosität bei meiner Mannschaft zu spüren, auch bei Spielern, von denen man das nicht erwartet hätte. Wir hatten anfangs keinen Zugriff auf das Spiel, Hanau hat aber auch einfach sehr gut getroffen. Dass wir jedoch ebenfalls 11 Dreier getroffen haben, hat uns am Ende gerettet. Wir haben in dieser Saison wirklich nicht immer gut gespielt, hatten aber eine top Einstellung und haben immer gekämpft. So auch in diesem Spiel, das eigentlich sinnbildlich für die gesamte Saison war.“

Auch Abteilungsleiter Tobias Steinert war nach der Partie sichtlich erleichtert: „Ganz großes Kompliment an das Team! Natürlich hätten wir gerne auch in Hanau einen Sieg mitgenommen, aber es ging heute nur darum, den Klassenerhalt perfekt zu machen und das haben wir geschafft. Es war bis zur letzten Sekunde ein großer Kampf!“

Parrish und Szewczyk bei der AMEVIDA-Tickethotline

Wilder freut sich nun auf das Heimspiel in der kommenden Woche gegen Paderborn: „Ich hoffe, dass die Halle richtig voll wird, denn wir würden uns gerne bei den Fans, die uns in dieser Saison immer unterstützt haben, bedanken.“ Das Saisonfinale findet am kommenden Samstag (30.03.) um 19:30 Uhr in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle statt. Karten für diese Partie können über den Online-Shop bestellt, oder an der Abendkasse gekauft werden. Eine ganz besondere Möglichkeit bietet sich am Montag (25.03.) in der Zeit von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Dann sitzen Brandon Parrish und Thomas Szewczyk an der AMEVIDA-Tickethotline (0209/7070504) und nehmen die Anrufe der Fans entgegen. Alle Anrufer können bei den Jungs Tickets mit einem Rabatt von 25 Prozent bestellen, oder ihnen einfach nur eine Frage stellen. Beide freuen sich auf zahlreiche Anrufe.

Punkteverteilung

Newkirk (15), Parrish (16), Haucke (-), Sperber (3), Touray (21), Szewczyk (-), Rohwer (7), Carney (11), Belger (7), Arians (-), Mampuya (-)

Scouting
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