S04 siegt in Dresden und steht im Viertelfinale

Die Achtelfinalserie zwischen den Basketballern des FC Schalke 04 und den Dresden Titans ging in das zweite Spiel. Nach dem 75:67-Heimsieg in der Vorwoche durften die Königsblauen am Sonntag in der sächsischen Landeshauptstadt antreten und kämpften, wie schon in der ersten Partie der Serie, mit einem großen Kämpferherz, so dass sie sich den 73:70-Sieg verdienten, die Achtelfinalserie mit einem 2:0 beendeten und auf diesem Weg ins Viertelfinale der Playoffs einzogen.

Coach Raphael Wilder setzte zu Beginn der Partie auf seine Starting Five aus dem ersten Spiel der Achtelfinalserie um Courtney Belger, Lennart Weichsel, Shawn Gulley, Niclas Sperber und RJ Slawson. Die ersten Punkte der Partie erzielte dann S04-Forward Niclas Sperber nach einem mustergültigen Zuspiel von Shawn Gulley. Im Anschluss konnte sich in einer von Defensivaktionen geprägten Anfangsphase keines der beiden Teams einen Vorteil erspielen und so zeigte die Anzeigetafel in der Dresdner Margon Arena nach fünf Minuten einen 6:6-Ausgleich an, ehe Shawn Gulley zwei Dreipunktwürfe zum 12:6 für den S04 in der Reuse der Titans unterbringen konnte. Angeführt von einem offensiv starken Niclas Sperber, der sieben Zähler im ersten Viertel erzielte, konnten sich die Königsblauen zum Viertelende auf 22:14 absetzen. „Wir sind stark aus der Kabine gekommen und haben eine super Defense gespielt. Wir haben Dresden über das komplette Viertel kontrolliert und haben in der Offensive sehr gut von der Dreipunktelinie getroffen“, hielt Coach Raphael Wilder über das erste Viertel fest.

Der Beginn im zweiten Spielabschnitt war dann wieder ausgeglichen, da für die Königsblauen Guard Patrick Carney zwei Dreier versenken konnte und auf der Gegenseite Helge Bauers und Janek Schmidkunz Akzente setzen konnten. Zwei Ballverluste im Spielaufbau der Knappen führten dann dazu, dass nach vier Minuten im zweiten Viertel die Titans nach einem Tip-In von Marc Nagora den Rückstand auf 27:23 verkürzen konnten. Debache und Baues sorgten im Anschluss dafür, dass die Dresdener zum ersten Mal seit den Anfangsminuten das Spiel zum 27:27 ausgleichen konnten. Umgehend folgte nach zwei erfolgreichen Debache-Freiwürfen die erste Führung der Partie für die Gäste beim Stand von 28:29, welche Courtney Belger postwendend für den S04 aus der Mitteldistanz konterte. Leon Friederici konnte für die Knappen bei noch verbleibenden 1:25 Minuten vor der Halbzeitpause den 35:35-Ausgleich herstellen, welchen Patrick Carney im nächsten Angriff zur 37:35-Führung umwandelte. Da noch Mohamed-Yassin Debache einen Korbleger im Korb der Knappen unterbringen konnte, ging das Spiel bei einem Stand von 37:37 in die Halbzeitpause. „Das zweite Viertel war offensiv und defensiv unser schlechtestes Viertel. Schmidkunz hat das Spiel für Dresden im Griff gehabt und so konnten die Hausherren aufholen, da wir offensiv nur 15 Punkte erzielt haben“, so Wilder.

Kämpferische zweite Hälfte bringt den Auswärtssieg und den Viertelfinaleinzug

Zum Start in die zweite Halbzeit stealte sich S04-Aufbauspieler Courtney Belger den Ball und schloss mit einem krachenden Dunking zur 39:37-Führung der Knappen ab, welche Shawn Gulley umgehend per Sprungwurf zum 41:37 ausbauen konnte. Ein Dreier von Larry Hall und fünf Zähler vom starken Janek Schmidkunz brachten die Hausherren mit 42:45 in Führung, ehe Patrick Carney für den S04 per Dreier nach vier Minuten im dritten Viertel zum 45:45 ausgleichen konnte. Die Schalker spielten es nun konsequent an beiden Enden des Feldes und konnten sich so nach einem erfolgreichen Dreier von Patrick Carney eine 56:48 bei noch 1:22 Minute im dritten Spielabschnitt auf der Spieluhr erspielen. Freiwürfe von Marc Nagora und ein Dreier von Willie Mangum Sekunden vor dem Viertelende sorgten dafür, dass die Hausherren den Spielstand auf 57:54 verkürzen konnten. „Wir haben in der Halbzeitpause unseren Spielrhythmus wiedergefunden und konnten in der Defensive zulegen, sodass wir Dresden bei 16 Punkten halten konnten. Auf diesem Weg haben wir uns einen kleinen Drei-Punkte-Vorsprung erspielt“, blickte Wilder auf das dritte Viertel.

Janek Schmidkunz auf Seiten der Titans sorgte zu Beginn des Schlussviertels mit zwei Dreiern im Alleingang dafür, dass die Hausherren beim Stand von 60:59 die Führung übernehmen konnten. Erst Niclas Sperber konnte nach vier Minuten im Schlussviertel von der Freiwurflinie den 60:60-Ausgleich für den S04 herstellen, was Courtney Belger postwendend, nachdem Shawn Gulley in der Defense seinen Gegenspieler Helge Baues geblockt hat, zur 62:60-Führung für den S04 nutzen konnte.

Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch beider Teams. Erst brachte Patrick Carney den S04 nach zwischenzeitlichen 62:64-Rückstand mit 65:64 in Führung, ehe Willie Mangum dies für die Titans kontern konnte. 2:56 Minuten brachte dann Marc Nagora die Hausherren mit einem Dreier zum 67:69 in Führung, doch die Schalker fanden in Niclas Sperber und Patrick Carney, die beide ihre Korbleger im Ziel unterbringen konnten, die passende Antwort. Courtney Belger brachte den S04 dann 1:30 Minute vor Ende der Partie mit einem starken Lay-Up mit 73:69 in Führung. Dies war zugleich die Vorentscheidung der Partie, weil die Königsblauen nun sicher in der Defensive standen und nur noch einen Punkt von Helge Baues per Freiwurf vom 73:70-Endstand zugelassen haben. „Das Schlussviertel war ausgeglichen. Unsere Defensive stand sehr gut, aber in der Offensive haben sich beide Teams schwergetan. So konnten wir am Ende das Spiel, was mich äußerst glücklich macht, da wir endlich einen wichtigen Auswärtssieg einfahren konnten“, hielt Wilder fest.

„Es war heute ein verdienter Sieg, da wir die Rebounds gewonnen haben, mehr Assists als unser Gegner einfahren konnten und weniger Turnover hatten. Zudem konnten wir Dresden zu Hause bei 70 Punkten halten, was unser Ziel von Anfang an war und wir wussten, dass wir dann eine reelle Siegeschance haben werden“, resümierte Coach Wilder.

Mit diesem Sieg haben die Königsblauen die Achtelfinalserie gegen die Dresden Titans mit einem 2:0-Sweep beendet und stehen im Viertelfinale der Playoffs. Dort treffen die Königsblauen auf die MTV Herzöge Wolfenbüttel, die sich überraschend als Tabellensechster des Nordens gegen die drittplatzierten Dragons Rhöndorf aus dem Süden mit 2:0 durchsetzen konnten. „Wir haben mit Wolfenbüttel nun einen attraktiven Gegner im Viertelfinale, den wir aus der regulären Saison kennen. Ich freue mich auf ein hoffentlich erneut ausverkauftes Spiel 1 vor eigenem Publikum. Diese Mannschaft hat es einfach verdient, weiterhin die herausragende Unterstützung von unseren eigenen Fans zu erfahren“, freut sich Vorstand Marketing und Leiter Profisport Tobias Steinert bereits auf die Viertelfinalserie gegen Wolfenbüttel in den Playoffs.

Termine für Playoffs-Viertelfinale gegen Wolfenbüttel:

24.03.2018         19:30 Uhr           FC Schalke 04 vs. MTV Herzöge Wolfenbüttel

29.03.2018         19:30 Uhr           MTV Herzöge Wolfenbüttel vs. FC Schalke 04

08.04.2018         18:00 Uhr           FC Schalke 04 vs. MTV Herzöge Wolfenbüttel (wenn notwendig)

Patrick Carney 21, Niclas Sperber 12, Shawn Gulley 11, RJ Slawson 11, Courtney Belger 10, Michael Agyapong 4, Lennart Weichsel 2, Leon Friederici 2, Timo Volk, Salman Manzur, Thomas Szewczyk, Jonas Peters dnp