S04 unterliegt starken NINERS Chemnitz

Am 27. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA empfingen die Schalker Basketballer den Tabellenführer aus Chemnitz. Die NINERS bewiesen gegen die Königsblauen, warum sie zurecht an der Tabellenspitze stehen und gewannen das Spiel am Ende verdient mit 63:76. Präsentiert wurde der Spieltag von Hauptsponsor AMEVIDA.

S04-Coach Raphael Wilder konnte gegen die NINERS, abgesehen von den Langzeitverletzten Shawn Gulley und Lars Wendt, auf den kompletten Kader zurückgreifen. Niclas Sperber und Jacob Mampuya sollten nach ihren Verletzungen erstmals wieder eingesetzt werden. Auf Seiten der Gäste stand überraschend Matt Vest im Kader, der zuletzt mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich pausieren musste. Wilder veränderte seine Starting-Five im Vergleich zum Spiel in Kirchheim auf einer Position und brachte erstmals Austin Arians statt Brandon Parrish von Beginn an. Neben dem US-Amerikaner starteten Shavar Newkirk, Adam Touray, Björn Rohwer und Courtney Belger.

Mit dem ersten Angriff der Partie zahlte Arians das Vertrauen seines Coaches gleich zurück. Nach Pass von Belger, netzte er von jenseits der Drei-Punkte-Linie ein und erzielte die ersten Punkte der Partie. Björn Rohwer und Courtney Belger ließen weitere Punkte für den S04 folgen und so stand es nach drei Minuten plötzlich 7:0 gegen den haushohen Favoriten, ehe Lukas Wank die ersten Punkte für die Gäste erzielte. Gegen Ende des Viertels wachte Chemnitz jedoch auf, fand immer besser ins Spiel und traf durch Kavin Gilder-Tilbury eine Minute vor Viertelende erstmals zur Führung. Nach den ersten 10 Minuten stand es 12:15.

Die Gäste schienen nun angekommen in Oberhausen und starteten stark in das zweite Viertel. Über Richter, Voigtmann und Wank bauten sie ihre Führung schrittweise aus. Nach etwas mehr als drei Minuten im zweiten Viertel, stand es plötzlich 16:27. Wenn diese Saison jedoch eines gezeigt hat, dann, dass die Königsblauen niemals aufstecken. Angetrieben vom starken Shavar Newkirk, kämpfte sich der S04 wieder heran und verkürzte zwischenzeitlich auf drei Punkte (30:33). Kurz vor der Pause setzten sich die NINERS noch einmal etwas ab, doch den Schlusspunkt setzte Jacob Mampuya mit einem Buzzer-Beater zum Halbzeitstand von 34:39.

Chemnitz zeigte seine ganze Klasse

In Hälfte zwei zeigte der Tabellenführer jedoch seine ganze Klasse. Chemnitz zeigte sowohl in der Offense, als auch in der Defense einen ansehnlichen Teambasketball und setzte die Schalker früh unter Druck. Im Angriff ließen die Sachsen um Kapitän Malte Ziegenhagen den Ball laufen und fanden am Ende stets den freien Mann. So wuchs die Führung auf zwischenzeitlich 16 Punkte an (46:62) und als Georg Voigtmann das Alley-Oop Anspiel von Kavin Gilder-Tilbury in den Korb der Schalker hämmerte, war es kurz still in der Willy-Jürissen-Halle. Vor den letzten 10 Minuten stand es 48:63.

Doch die Königsblauen gaben sich nicht auf und warfen alles in die Waagschale. Mit viel Herz und Leidenschaft wollte das Team um Kapitän Patrick Carney es noch einmal spannend machen und beinahe wäre ihnen dies auch gelungen. Nachdem Malte Ziegenhagen zunächst den Ball gegen Courtney Belger vertändelte und diesen anschließend mit einem Foul stoppte, hatte der Kapitän der Gäste seine Emotionen nicht im Griff, kassierte dafür im Anschluss ein technisches Foul und musste daraufhin das Feld verlassen. Es war gegen Ende ein hitziges, aber dennoch weitestgehend faires Spiel, in dem sich zu diesem Zeitpunkt bereits Gilder-Tilbury und Coach Raphael Wilder ein technisches Foul eingehandelt hatten.

Die Schalke-Fans in der Willy-Jürissen-Halle spürten, dass die Gäste nach dem Verlust ihres Kapitäns vielleicht noch einmal ins Wanken geraten könnten und peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Es lag eine ähnliche Stimmung in der Luft, wie vor der erfolgreichen Aufholjagd gegen die Hamburg Towers. Die Knappen gaben noch einmal alles, machten in der Offensive jedoch zu wenig aus ihren Möglichkeiten und gestatteten dem Tabellenführer auf der Gegenseite zu viele einfache Punkte. Chemnitz nutzte jeden kleinsten Fehler eiskalt aus und zeigte in diesen Momenten seine ganze Klasse. Am Ende setzten sich die Gäste verdient mit 63:76 durch.

S04-Coach Raphael Wilder verwies in der Pressekonferenz noch einmal auf die unterschiedlichen Voraussetzungen beider Mannschaften: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams. Wir haben gekämpft und gegen die beste Mannschaft der Liga nie aufgegeben. Unser Anspruch kann es nicht sein, diese Mannschaft unbedingt schlagen zu müssen, insofern kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft, sie hat alles geben und solange sie das tut, bin ich zufrieden.“ Dies sahen die Fans der Schalker Basketballer genauso und verabschiedeten ihre Mannschaft mit lautem Applaus. Wilder wandte sich im Anschluss noch einmal direkt an Gäste-Coach Rodrigo Pastore: „Glückwunsch zum Sieg! Ich hoffe, ihr gewinnt die nächsten Spiele auch!“ Dieser Wunsch ist jedoch nicht ganz uneigennützig, denn Chemnitz spielt jeweils zuhause noch gegen Paderborn und Hanau, die direkten Konkurrenten des S04 im Kampf um den Klassenerhalt. Der S04 drückt den NINERS die Daumen!

S04 hat weiterhin alles in der eigenen Hand

Da auch Hanau und Paderborn an diesem Spieltag ihren jeweiligen Gegnern unterlagen, verändert sich die Tabellenkonstellation vor den letzten drei Spielen jedoch nicht. Paderborn unterlag zuhause mit 101:107 gegen Heidelberg und Hanau verlor sein Heimspiel gegen Kirchheim mit 58:67. Damit bleiben die Königsblauen mit 18 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz, gefolgt von Paderborn (18 Punkte) und Hanau (14 Punkte). Die Baunach Young Pikes stehen derweil als erster Absteiger fest (10 Punkte).

Am kommenden Samstag (16.03.) reisen die Knappen zu den Nürnberg Falcons, bevor es in der Folgewoche dann zum Showdown in Hanau kommt (23.03.). Am 30.03. findet dann um 19:30 Uhr das Saisonfinale gegen Paderborn in der Willy-Jürissen-Halle statt.

Punkteverteilung

Newkirk (18), Parrish (5), Haucke (-), Sperber (-), Touray (12), Szewczyk (-), Rohwer (6), Carney (4), Belger (8), Arians (8), Mampuya (2)

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