Souveräner Sieg gegen Dresden bringt die Führung in der Achtelfinalserie

Endlich war er da, der Startschuss in die spannendste Phase der Saison 2017/18! Die Playoffs haben für die Basketballer des FC Schalke 04 am Samstagabend mit einem Heimspiel gegen die Dresden Titans begonnen. Vor einer ausverkauften Halle an der Mühlbachstraße entwickelte sich eine für alle Zuschauer packende Partie, in welcher die Königsblauen noch vor der Halbzeit den Grundstein für den späteren 75:67-Erfolg gegen die Titans legten und so mit 1:0 in dieser Achtelfinalserie in Führung gehen konnten.

Headcoach Raphael Wilder stellte seine Starting Five im Vergleich zum letzten Spiel der regulären Saison in Bernau auf einer Position um und schickte den wiedergenesenen Lennart Weichsel für Leon Friederici gemeinsam mit Courtney Belger, Shawn Gulley, Niclas Sperber und RJ Slawson auf das Parkett.

Die ersten Punkte des ersten Spiels des Playoff-Achtelfinals erzielte Shawn Gulley von der Freiwurflinie für den S04. Die Anfangsphase der Partie gestaltete sich dann ausgeglichen und so stand nach zwei Spielminuten eine 6:4-Führung für den S04 auf der Anzeigetafel in der Halle an der Mühlbachstraße. Die Partie blieb auch in der Folgezeit weiter eng, da die Gäste aus Dresden von der Drei-Punkte-Linie erfolgreiche Versuche landen konnten. Shawn Gulley und RJ Slawson brachten die Königsblauen zwar mit 12:6 in Führung, doch Janek Schmidkunz und Willie Mangum glichen für die Titans nach fünf Minuten im ersten Viertel erneut aus. Bis zur Viertelpause konnten die Schalker eine knappe 19:18-Führung vor eigenem Publikum behaupten. „Das Spiel ist von beiden Seiten schleppend angefangen worden. Wir haben zwar dann offensiv zulegen können, doch haben Dresden zu viele Punkte erlaubt, sodass wir nur eine Ein-Punkt-Führung erzielen konnten“, blickte Coach Raphael Wilder auf das erste Viertel.

Zum Auftakt ins zweite Viertel konnten die Gäste aus dem Osten mit einen erfolgreichen Dreier von Janek Schmidkunz auf Anhieb mit 19:21 in Führung gehen, doch die Knappen schlugen postwendend über Leon Friederici und Thomas Szewczyk von der Dreierlinie zurück und zogen die Führung nach 2:30 Minuten im zweiten Abschnitt beim Stand von 25:21 wieder auf ihre Seite. Ein weiterer Dreier von Thomas Szewczyk nach 5:27 Minuten im zweiten Abschnitt brachte die Knappen erstmals in der Partie deutlich mit neun Zählern beim Stand von 33:24 in Front. S04-Aufbauspieler Courtney Belger war es im Anschluss mit einem krachenden Dunking nach einem erfolgreichen Steal vorbehalten, die erste zweistellige Führung beim Stand von 37:26 für den S04 herauszuspielen. Die Schalker zogen diese starke Phase nun konsequent durch und konnten sich bis zur Halbzeit beim Stand von 44:28 ein kleines Polster erspielen. „Das zweite Viertel war unsere stärkste Phase des Spiels, in der wir gute Quoten aus dem Feld an den Tag legten. Wir haben gute Entscheidungen getroffen und eine fantastische Defense gespielt. Dies hat den Unterschied gegenüber Dresden ausgemacht und war der Grund dafür, dass wir über das gesamte Viertel unseren Vorsprung auf 16 Punkte ausbauen konnten. Schlussendlich war diese Führung schon der Grundstein für den späteren Sieg“, war Coach Wilder zufrieden mit der Leistung seines Teams im zweiten Viertel.

S04 trotzt kämpfenden Titans und holt sich die Führung in der Serie

Den besseren Start nach der Pause erwischten die Gäste aus Dresden und konnten erste Akzente setzen, ehe Shawn Gulley mit einem spektakulären Dunking die passende Antwort für den S04 parat hatte. In der Folgezeit konnte keines der beiden Teams sich einen Vorteil erarbeiten und so betrug der königsblaue Vorsprung nach sechs Minuten im dritten Spielabschnitt beim Stand von 49:34 immer noch 15 Zähler. Leichte Ballverluste der Knappen und eine foulintensive Phase in der Verteidigung sorgten dafür, dass der Vorsprung der Schalker eine Minute vor Ende des dritten Viertels auf acht Zähler zum 55:47 zusammenschmolz, ehe Leon Friederici nach einem Offensivrebound seinen Korbleger im Korb der Gäste unterbringen konnte und Niclas Sperber das Viertel mit einem Dunking zum 59:47 abschloss. „Ich habe schon in der Halbzeitkabine zu meinem Team gesagt, dass ich kein Fan von solch hohen Führungen zur Halbzeit bin, da man schnell die Konzentration schleifen lässt und so sollte es dann auch kommen. Wir haben das Viertel zwar verloren, konnten aber dennoch durch gute Aktionen von Niclas Sperber und Leon Friederici den Vorsprung noch einigermaßen im Rahmen halten, sodass Dresden den Rückstand nicht großartig verringern konnte“, so Wilder.

Zum Start ins Schlussviertel versuchten die Gäste schnell Druck auf die königsblaue Führung auszubauen, doch die Schalker hielten gut dagegen und holten sich durch eine intensive Verteidigung wichtige Ballgewinne, waren aber in der Offensive selbst zu nachlässig um die Führung erneut auszubauen. So blieb es auch nach drei Minuten im Schlussabschnitt beim Stand von 61:49 beim 12-Punkte-Polster der Knappen. Janek Schmidkunz Dreier zum Neun-Punkte-Rückstand der Dresdner 4:44 Minuten vor Ende der Partie wurde in den beiden folgenden Gegenzügen direkt von Niclas Sperber mit einem Korbleger und von Leon Friederici mit einem Dreier zur 68:55-Führung der Knappen gekontert, nachdem RJ Slawson in der Verteidigung schnelle Hände bewiesen hatte und den Ball stealte.

Doch Schmidkunz auf Seiten der Titans hatte noch nicht genug und traf erneut einen schnellen Dreier in die königsblaue Reuse und versenkte auch seinen anschließenden Mitteldistanzwurf, so dass der Vorsprung der Knappen nach nur einem erfolgreichen Sperber-Freiwurf beim Stand von 69:60 erneut in den einstelligen Punktebereich rutschte. Es entwickelte sich noch eine packende Partie, da die Gäste nun von der Dreierlinie hochprozentig trafen und die Schalker über Niclas Sperber und Leon Friederici dagegenhalten konnten. 1:18 Minute vor Ende des Viertels konnte Willie Mangum mit einem erfolgreichen And-One zum 73:67 verkürzen, doch Niclas Sperber holte sich im anschließenden S04-Angriff den Offensivrebound und legte das Leder 46 Sekunden vor der Schlusssirene zum 75:67-Endstand in die Reuse der Titanen. „Schmidkunz ist auf Seiten der Dresdener im letzten Viertel aufgeblüht und wir haben uns schwergetan, ihn in den entscheidenden Momenten zu stoppen. Dennoch haben wir uns immer wieder zweite Chancen erarbeitet, welche dazu führten, dass Dresden zwar den Abstand verringern konnte, aber nicht in der Lage war, das Spiel zu drehen. Jedoch wird hier auch deutlich, dass die Partie, wenn die erste Halbzeit anders verlaufen wäre, in eine ganz andere Richtung hätte kippen können. Letztlich bin ich natürlich froh darüber, heute den ersten Sieg in dieser Serie errungen zu haben, aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten, damit wir diese Leistung auch in Dresden bestätigen können“, hielt Wilder fest.

„In der zweiten Halbzeit haben wir uns heute schwergetan, nachdem wir in der ersten Halbzeit eine recht ansehnliche Leistung abgeliefert haben. Ich bin aber gar nicht böse darum, dass es ein knappes Ergebnis war, denn jetzt sind wir für das zweite Spiel am kommenden Sonntag in Dresden gewarnt. Unsere Bankspieler, allen voran Leon Friederici, der heute sein wohl bestes Spiel im königsblauen Trikot abgeliefert hat, aber auch Niclas Sperber, der heute unser Topscorer war, haben eine super Partie abgeliefert. Auch Timo Volk hat uns defensiv einen großen Halt gegeben und gut gearbeitet. Im Endeffekt geht es in den Playoffs nur ums Gewinnen und nicht um Schönspielerei, daher bin ich mit dieser Partie sehr zufrieden. Nun konzentrieren wir uns voll und ganz auf das zweite Spiel der Serie in Dresden“, resümierte Coach Raphael Wilder.

Niclas Sperber 17, Leon Friederici 13, Shawn Gulley 12, Courtney Belger 12, RJ Slawson 8, Thomas Szewczyk 7, Timo Volk 4, Patrick Carney 2, Lennart Weichsel, Salman Manzur, Jonas Peters dnp, Michael Agyapong dnp

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