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Adrian Gantenbein: Aufgrund des Ergebnisses interessiert mich das Tor nicht
Comeback, Bundesliga-Premiere und direkt der erste Treffer im Oberhaus: Es sah am Sonntag (11.10.) bis kurz vor Schluss nach einem nahezu perfekten Tag für Adrian Gantenbein aus – bis der eingewechselte Keisuke Gotō in der 85. Minute das 2:1 für den SC Freiburg erzielte und damit den Breisgauern den Sieg sicherte.
Deshalb sagt der Schweizer trotz seines persönlichen Erfolgsmoments: „Das Tor interessiert mich nicht, da wir nicht gepunktet haben. Mir wäre es lieber, wenn wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren müssten und stattdessen jemand anders getroffen hätte. Ich kann mich über meine eigene Leistung nicht freuen, wenn wir als Mannschaft keinen Erfolg haben.“
Ich kann mich über meine eigene Leistung nicht freuen, wenn wir als Mannschaft keinen Erfolg haben.
Dass er nach auskurierter Sprunggelenksverletzung und wichtiger Matchpraxis in den Testspielen während der FIFA-Abstellungsperiode direkt von Anfang an auflaufen darf, hatte der 25-Jährige im Abschlusstraining erfahren. „Ich habe mich gefreut und war bereit“, berichtet Gantenbein, der trotz des ersten Bundesliga-Auftritts keinerlei Anzeichen von Nervosität zeigte.
Torschütze beschreibt seinen Treffer
Der Rechtsfuß ging mutig in die Zweikämpfe und setzte auch in der Offensive den einen oder anderen Akzent – so wie nach einer halben Stunde Spielzeit. „Ich habe draufgehalten und gehofft, dass der Ball den Weg ins Tor findet“, beschreibt Gantenbein seinen Treffer. Zuvor hatte Freiburgs Schlussmann Mio Backhaus eine Ecke vor die Füße des Premieren-Torschützen abgewehrt. Der Schweizer dazu: „Ich stand dann perfekt.“
Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 waren die Knappen gut im Spiel gegen den letztjährigen Europa-League-Finalisten, der in der Anfangsphase, so Gantenbein, „sicherlich auch ein zweites Tor hätte erzielen können. Freiburg ist eine starke Mannschaft und steht nicht umsonst oben. Da war es nicht zu erwarten, dass wir den Gegner auseinanderspielen.“
Nach dem Ausgleich habe Königsblau dann aber ein ordentliches Auswärtsspiel gezeigt und nicht mehr viel zugelassen. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit sind wir gut rausgekommen und waren viel aggressiver als vor der Pause“, sagt Gantenbein. Und als der zuvor bereits verwarnte Yuito Suzuki in der 64. Minute die Gelb-Rote Karte sah, war der S04 auch numerisch im Vorteil. „Wir müssen es in Überzahl besser zu Ende spielen“, moniert Schalkes Nummer 17.
Den Spielverlauf werde das Team nun analysieren. Anschließend gelte der volle Fokus der anstehenden Aufgabe am Samstag (17.10.) um 15.30 Uhr gegen den 1. FSV Mainz 05. Wieder mit Gantenbein in der Startelf? „Jeder Einzelne muss um seinen Platz kämpfen und hart trainieren. Am Ende entscheidet dann der Trainer.“