Miron Muslic: Werden die Dinge ansprechen und daraus lernen

Die Enttäuschung war groß nach der späten 1:2-Niederlage am Sonntag (11.10.) beim SC Freiburg. Nach der Partie gaben die beiden Chef-Trainer Miron Muslic und Julian Schuster ihre Einschätzungen ab, auch Kenan Karaman und Loris Karius äußerten sich zur Partie.

Miron Muslic steht an der Seitenlinie.

Miron Muslic:

Wir sind natürlich sehr enttäuscht über den Ausgang des Spiels. Die ersten 30 Minuten gehören klar Freiburg, sie waren absolut spielbestimmend und liegen verdient in Führung. Aber mit dem Ausgleich finden wir ins Spiel, lassen vor der Pause nichts mehr zu und dominieren die zweite Hälfte mit einem richtig mutigen Ansatz gegen den Ball. Nach dem Platzverweis verlieren wir aber unsere Statik, und das muss ich auf meine Kappe nehmen, weil wir in den letzten 15 Minuten vielleicht zu mutig, zu gierig waren. Mit den Wechseln und dem Systemwechsel wollten wir die offensive Qualität von der Bank bringen, das hat heute nicht geklappt. Aber wir werden die Dinge klar ansprechen und werden daraus lernen.

Julian Schuster:

Miron hat das Spiel perfekt wiedergegeben und es zeigt Größe und beeindruckt mich, an dieser Stelle einen Fehler einzugestehen. Die Art und Weise, wie Schalke auftritt, war die vergangenen Tage bereits intensiv für uns, denn wenn Schalke verteidigt, ist es mit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat, mit all der Überzeugung und Haltung in den Aktionen. Wir hatten in der ersten Hälfte gute Lösungen gegen das hohe Pressing und müssen das 2:0 machen, aber wir wussten um die Gefahr, dass der Gegner mit einer Aktion zurückkommen kann. Es war intensiv, sowohl körperlich als auch mental, weil wir immer die Kontrolle wahren mussten. Entscheidend war letztlich, wie wir uns verhalten haben, als es nicht mehr so richtig gelaufen ist. Nach dem Platzverweis haben die Jungs für Yuito gespielt und es so aussehen lassen, als wären wir nicht in Unterzahl. Deshalb Kompliment an Schalke, wie sie als Mannschaft auftreten und Kompliment an mein Team, das diese wichtige Erfahrung erfolgreich gemeistert hat.

Kenan Karaman:

Die Niederlage tut extrem weh. Wir dürfen dieses Spiel niemals verlieren. Unser Plan ist lange Zeit gut aufgegangen. Der Trainer hat uns super vorbereitet auf die Aufgabe in Freiburg. Und ich finde, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit sind wir gut drin gewesen im Spiel. Der Platzverweis hätte uns eigentlich in die Karten spielen müssen. Wir waren in Überzahl aber nicht mehr aktiv genug mit dem Ball, haben es nicht mehr geschafft, die erste Pressing-Linie zu überspielen und uns Chancen zu erarbeiten. Und dann dürfen wir Freiburg nicht zu solch einer Chance kommen lassen. Beim Siegtor hat unser Gegner seine hohe Qualität gezeigt.

Loris Karius:

Die Anfangsphase haben wir verschlafen. Nach der Führung hätte Freiburg sogar noch nachlegen können. Mit dem Ausgleich haben wir dann aber besser ins Spiel gefunden und waren mutiger. In der zweiten Hälfte waren wir auch gut drin, auch wenn wir nach vorne nicht allzu viel kreiert haben. Aber auch die Freiburger hatten nicht wirklich viele Chancen nach der Pause. Nach dem Freiburger Platzverweis haben wir ein wenig den Faden verloren. Selbst wenn es uns nicht gelingt, vorne Chancen zu kreieren, müssen wir zumindest einen Punkt mitnehmen. Das zweite Gegentor war unnötig. Am Ende ist es ein gebrauchter Tag für uns.

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