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TSG Hoffenheim: Auf der Suche nach Konstanz zwischen Liga und Europa
Hinter der TSG Hoffenheim liegen wechselhafte Wochen: Ersatzgeschwächt verpassten die Kraichgauer trotz Überzahl unter der Woche einen Sieg in der Europa League. In der Bundesliga will die Mannschaft von Chef-Trainer Christian Ilzer am Sonntag (8.11.) nun den nächsten Schritt machen und in der Tabelle klettern.
Der jüngste Auftritt am Donnerstagabend bei Crystal Palace verlief dabei besonders bitter: Nach der frühen Führung durch Alexander Prass (7.) half selbst die Gelb-Rote Karte gegen Palace-Akteur Adam Wharton (77.) nicht, um den zweiten Sieg in der Ligaphase einzutüten. Der ehemalige Frankfurter Daichi Kamada traf in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich und entriss den Hoffenheimern damit zwei Punkte. Ein Erfolg hätte der TSG etwas Luft im Kampf um die Plätze im unteren Tabellendrittel verschafft.
Auch im Liga-Alltag ist die Ilzer-Elf derzeit auf der Suche nach Beständigkeit. Drei Siege und fünf Niederlagen bedeuten vor dem Duell mit Königsblau Rang zwölf. Auffällig ist vor allem die defensive Anfälligkeit: 16 Gegentore stehen 14 eigenen Treffern gegenüber. Auf den 3:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen folgte zuletzt eine 0:2-Niederlage bei Werder Bremen. Die Mannschaft verfügt durchaus über offensive Qualität, lässt aber bislang zu häufig Punkte liegen. Der Anspruch dürfte nach der erfolgreichen Vorsaison, die mit der Qualifikation für die Europa League und nur einem Punkt Rückstand auf die Champions-League-Plätze endete, eigentlich höher liegen.
Mit Asllani und vielen Neuen
Für die neue Spielzeit hatte sich Hoffenheim einiges vorgenommen: Nach der Rückkehr auf die europäische Bühne sollte der Kader breiter und qualitativ stärker aufgestellt werden, um die Belastung aus Bundesliga und Europa League besser bewältigen zu können. Dafür investierte die TSG unter anderem in den belgischen Mittelfeldspieler Nathan De Cat vom RSC Anderlecht, Offensivspieler Adam Daghim von RB Salzburg und Patrick Wimmer vom VfL Wolfsburg. Mit Mats Rots kam zudem eine Verstärkung für die linke Abwehrseite. Auf der anderen Seite stehen mit Bazoumana Touré (Newcastle United) und Grischa Prömel (VfB Stuttgart) zwei wichtige Abgänge. Besonders erfreulich aus Hoffenheimer Sicht: Torjäger Fisnik Asllani blieb trotz Wechselinteresses beim Verein.
Eine zentrale Rolle in der sportlichen Entwicklung spielt weiterhin Christian Ilzer, der intensives Pressing, hohes Tempo und einen offensiv ausgerichteten Fußball sehen will. Zu den prägenden Figuren gehören neben Asllani vor allem Routinier Andrej Kramarić und Kapitän Oliver Baumann. Kramarić bringt mit seiner Erfahrung und Abschlussqualität besondere Torgefahr mit, während Baumann zwischen den Pfosten weiterhin ein wichtiger Rückhalt ist.
Allerdings muss Ilzer derzeit mit erheblichen personellen Problemen umgehen: Adam Hložek, Valentin Gendrey, Patrick Wimmer, Nathan De Cat und Albian Hajdari standen zuletzt verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Auch spielerisch sieht der Coach noch Steigerungspotenzial: „Wir wollen unsere Chancen noch konsequenter nutzen. Wir wollen unsere Dominanzphasen auch in Ergebnisse umwandeln“, erklärte Ilzer. „Unsere Stabilität wollen wir über das gesamte Spiel beibehalten, also die Energie und den Fokus hochhalten.“