Thomas Ouwejan im Kreisel-Interview: Pure Präzision

Königsblau ist für Niederländer traditionell ein gutes Pflaster, auf das sich nun auch Thomas Ouwejan wagt. Schalkes neuer Linksfuß schießt im neuen Schalker Kreisel punktgenaue Antworten – und steht seinen Flanken auf dem Spielfeld damit in nichts nach.

Thomas Ouwejan

Thomas, nach vielen Jahren in Alkmaar und einer Saison in Italien: Wieso der Schritt zum FC Schalke 04?
Dafür gibt es nicht einen speziellen, sondern viele prägnante Gründe. Rouven (Schröder, Anm. d. Red.) und der Trainer haben früh mit mir gesprochen und mir auf imposante Weise gezeigt, dass sie mich wirklich für die Mannschaft wollen. Sicher, auf den ersten Blick ist die Zweite Bundesliga sportlich betrachtet ein kleiner Rückschritt, wenn man aus der Serie A kommt. Aber in den Niederlanden weiß jeder, was für ein großer Club Schalke ist. Als ich dann noch Videos vom vollen Stadion vor Corona gesehen habe, wollte ich ein Teil dieses Vereins werden.

Als Niederländer war dir der S04 also vorher bekannt?
Wer in meiner Heimat nicht weiß, wer oder was Schalke ist, muss den Fußball wirklich hassen! (lacht)

Wer in meiner Heimat nicht weiß, wer oder was Schalke ist, muss den Fußball wirklich hassen!

Thomas Ouwejan

Deine Landsmänner haben eine große Historie in Königsblau. Huub Stevens, Klaas-Jan Huntelaar, Youri Mulder, Johan de Kock, um nur einige zu nennen. Hast du ihre Zeit auf Schalke verfolgt?
Die Älteren von ihnen habe ich nicht so intensiv mitbekommen, speziell Klaas-Jan Huntelaar fiel aber total in die Zeit, als ich ein junger Spieler mit Profitraum war. Was für ein toller Stürmer, den ich auch gerne noch hier auf Schalke getroffen hätte. Aber vielleicht ergibt sich ja irgendwann die Möglichkeit, auch wenn ich ihn bei seiner Vita sicher nicht allzu sehr beeindrucken kann. (schmunzelt)

Wieso passen Oranje-Kicker so gut zu Schalke?
Wir haben die Mentalität, die überall, ganz besonders aber im Ruhrgebiet, geschätzt wird. Wir trainieren hart für unser Ziel und werfen auf dem Platz alles in die nächste Aktion. Das wird wertgeschätzt.

In den Heimspielen hast du zumindest einen Teil der Fan-Unterstützung erleben dürfen. Wie hat es sich angefühlt?
Der Support war unglaublich, obwohl es in der Spitze auch nur 25.000 Zuschauer waren – die Lautstärke: echt imposant. In den vergangenen Jahren durfte ich in Rotterdam, Bilbao und bei Manchester United spielen, vor mehr als doppelt so vielen Fans. Hier hat es sich genauso angehört, deshalb kann ich es kaum erwarten, endlich die Kulisse der komplett gefüllten Arena zu erleben.

Welche Ähnlichkeiten zwischen Alkmaar und Gelsenkirchen existieren, welchem zweiten Rasen-Hobby Ouwejan nachgeht, und welchem Klischee über Niederländer er wirklich entspricht – all das lesen Vereinsmitglieder im neuen digitalen Schalker Kreisel, exklusiv in der App oder als Desktop-Version.

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