Klaus Glowatsch feiert 80. Geburtstag

Eine der prägenden Personen der Gelsenkirchener Leichtathletik feiert am 23. Dezember seinen 80. Geburtstag: Klaus Glowatsch hat sich viele Jahrzehnte beim FC Schalke 04 mit hohem Einsatz ehrenamtlich engagiert.

Eine der prägenden Personen der Gelsenkirchener Leichtathletik feiert am 23. Dezember seinen 80. Geburtstag: Klaus Glowatsch (ganz links) hat sich viele Jahrzehnte beim FC Schalke 04 mit hohem Einsatz ehrenamtlich engagiert. Dabei gab es kaum einen Posten, den das Geburtstagskind innerhalb der Abteilung nicht bekleidete.

Schon während seiner aktiven Karriere als Läufer war Glowatsch Mitglied des Abteilungsvorstandes. Er war im Laufe der Jahre Kassierer, Sportwart und von 1998 bis 2008 Abteilungsleiter bei den Schalker Leichtathleten. Aufgrund seiner Verdienste wurde er 2008 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Das war aber noch längst nicht alles, was seine Aktivitäten für den Gelsenkirchener Sport betrifft. 30 Jahre lang, von 1969 bis 1999, war Glowatsch als Kassierer für die Sportleistungsschule in Gelsenkirchen tätig. Als Leiter des Finanzwesens bei der Sparkasse Gelsenkirchen war das eine Aufgabe, die ihm auf den Leib geschnitten war.

Seit dem 1. Oktober 1956 ist Glowatsch Mitglied bei den Leichtathleten des FC Schalke 04. Zuvor war der Mittel- und Langstreckler für den TC Gelsenkirchen 1874 am Start.

Von 1968 bis 1981 als Trainer aktiv, betreute der B-Lizenz-Inhaber auch DLV-Kaderathleten. Klaus Glowatsch war dabei nie auf eine Disziplin innerhalb der Leichtathletik fokussiert. Es ist deshalb bezeichnend, dass er seinen größten Trainererfolg nicht mit einem Läufer, sondern mit einem Hochspringer erzielte. Unter seiner Leitung sprang Jochen Busshuven als A-Jugendlicher 2,12 m – so hoch wie kein anderer Athlet in seiner Altersklasse im Jahre 1980.

Angelika Wedwing, ein Schalker Eigengewächs, das später vor allem im Mehrkampf große Erfolge feierte, wurde auch von Klaus Glowatsch entdeckt. „Ich wurde gleich bei meinem ersten Wettkampf, den Kreis-Waldlauf-Meisterschaften, Dritte und schon wurde Klaus auf mich aufmerksam. Durch ihn bin ich relativ schnell im Mittelstreckenkader beim FLVW gewesen. Klaus hat ganz viel in seiner Freizeit mit seinen Sportlern unternommen, hat uns nach jedem Training nach Hause gebracht, ist samstags mit uns in die Borkenberge gefahren. Er war für uns da“, schwärmt Wedwing.
Bis heute verfolgt das Geburtstagskind intensiv die Leichtathletik und registriert dabei mit Sorge, dass der Stellenwert dieser Sportart längst nicht mehr so groß wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Das merkt man auch an den Kreisbestenlisten, die Glowatsch viele Jahre als Statistiker betreute und sich große Verdienste erwarb. Kein Wunder also, dass bei diesen vielfältigen und über Jahrzehnte ausgeübten Aktivitäten die Stadt 2008 Klaus Glowatsch als verdiente Persönlichkeit des Gelsenkirchener Sports auszeichnete.

Text: Frank Leszinski