NRW-Jugend Hallenmeisterschaft

Die NRW-Jugend Hallenmeisterschaft entwickelte sich im Laufe der Veranstaltung zu einem Gefühlschaos für die Schalker Leichtathleten. Die sportlichen Leistungen jedoch waren außerordentlich stark und bestätigten die guten Trainingswerte.

Wie schon eine Woche zuvor bei der westfälischen Hallenmeisterschaft starteten wir mit den Vorläufen über 60 Meter in den Wettkampftag. Nach der krankheitsbedingten Absage von Gregorie war Suleyman Ali unser einziger Vertreter in der männlichen Jugend U18. Kurz vor dem Startschuss seines Vorlaufs zuckten gleich mehrere seine Kontrahenten, woraufhin Suleyman und auch weitere Sprinter auf den folgenden Schuss nicht optimal reagieren konnten. Seine 7,92 Sekunden reichten an diesem Tag nicht für das Finale und entsprechen auch nicht seinem aktuellen Leistungsvermögen.
Nur15 Minuten später saß auch Lilly Kaden das erste Mal an diesem Tag im Startblock. Zeitgleich mit Cynthia Kwofie (Bayer Uerdingen Dormagen) qualifizierte sie sich souverän in 7,66 Sekunden für das Finale. Dort trafen die beiden Vorlaufschnellsten unter anderem auf Fabienne Fliedner (TV Wattenscheid 01), die sich am letzten Wochenende in 7,60 Sekunden noch vor Lilly platzieren konnte. Im Finale aber reagierte Lilly am besten und zeigte eine starke Performance. Bis ins Ziel lief sie einen ordentlichen Vorsprung heraus und gewann in 7,56 Sekunden den NRW-Titel der U20 über 60 Meter. Damit verbesserte sie ihren eigenen Vereinsrekord und kam bis auf 2/100 Sekunden an ihre Bestzeit heran. Sie selbst zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Ich bin super zufrieden, dass ich es geschafft habe cool zu bleiben und den Start so gut getroffen habe. Es ist ein guter Schritt auf dem Weg nach Neubrandenburg.“

Ich bin super zufrieden, dass ich es geschafft habe cool zu bleiben und den Start so gut getroffen habe.

Lilly Kaden

Katharina Winkelmann stand eine Woche nach ihrem dritten Rang schon wieder im Kugelstoßring und traf auf noch stärkere Konkurrenz. Auch sie behielt die Nerven und fand gut in den Wettkampf hinein. Vor dem letzten Durchgang lag sie mit soliden 11,68 Metern auf dem siebten Platz. Mit einem Stoß auf 12,05 Meter verbesserte sie sich noch auf Platz fünf und zeigte erneut eine Weite von über 12 Metern. Damit hat sich Kathi unter den besten Kugelstoßerinnen des Bundeslandes etabliert und kann mit großer Vorfreude bereits die Sommersaison erwarten.

Katharina Winkelmann überzeugte erneut im Kugelstoßen.

Verwirrung nach dem 400 Meter-Debüt

Mateusz Lewandowski bei seinem Zieleinlauf über 400 Meter.

Mateusz nahm sein erstes 400 Meter-Rennen in Angriff und zeigte einmal mehr seine eindrucksvollen Qualitäten. Nach nur 22,59 Sekunden bog er bereits in die zweite Runde ein und hielt das Tempo lange Zeit im Alleingang gegen die Uhr sehr hoch. Er kämpfte sich ohne Konkurrenz ins Ziel und konnte seine Debüt-Zeit von 48,95 Sekunden kaum fassen. Mit einem großen Vorsprung von fast vier Sekunden holte er sich den NRW-Titel der U18. Doch die Freude hielt nur kurz, denn eine Kampfrichterin hatte gesehen, dass Mateusz in der ersten Runde auf die innere Linie seiner Bahn getreten sein soll. Einem Einspruch unsererseits wurde nicht stattgegeben und somit wurde Mateusz nach langer Diskussion leider disqualifiziert und durfte nicht an der Siegerehrung teilnehmen. Was aber bleibt ist die eindrucksvolle Leistung und die Gewissheit eine solche Zeit bereits erzielt zu haben. „Mateusz ist wirklich ein beherztes und enorm starkes Rennen gelaufen. Mit dieser Gewissheit gehen wir die nächsten Wettkämpfe an und nehmen viel Positives aus Dortmund mit.“, sagte sein Trainer nach dem Lauf.

Mateusz ist wirklich ein beherztes und enorm starkes Rennen gelaufen. Mit dieser Gewissheit gehen wir die nächsten Wettkämpfe an nehmen viel Positives aus Dortmund mit.

Timo Krampen

Die gemeldete 4×200 Meter Staffel der U20 konnte nicht beweisen, dass sie auch unter den besten Staffeln in NRW konkurrenzfähig ist. Nicht nur Gregorie konnte seinen Teamkollegen nicht helfen, auch Mateusz stand nach seinem 400 Meter-Lauf nicht mehr zur Verfügung, um eine mögliche Verletzung zu vermeiden.

Alle Ergebnisse sind hier abrufbar. Für einige Athleten steht nun eine kurze wettkampffreie Zeit an, für Lilly hingegen geht es am Freitag bereits weiter. Sie darf bei der ersten Auflage der „Viactiv RaceArts“ an den Start gehen und sich in der Jahrhunderthalle in Bochum mit weiteren sieben schnellen Frauen über 60 Meter messen. Wir sind gespannt und berichten live auf unseren sozialen Netzwerken.
Allen Athletinnen und Athleten, die am Wochenende aktiv waren, gratulieren wir ganz herzlichen zu den erbrachten Leistungen.

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