FC Gütersloh: Starke Entwicklung unter einer Konstante auf der Trainerbank

Der FC Gütersloh bereitet sich auf eine weitere Spielzeit in der Regionalliga West vor. Angeführt von Chef-Trainer Julian Hesse etablierte sich der Verein nach dessen Aufstieg im Jahr 2023 zuletzt mit zwei starken Platzierungen in der Viertklassigkeit. Vor zwei Jahrzehnten kratzten die Ostwestfalen sogar mal am Tor zur Bundesliga.

Der Chef-Trainer des FC Gütersloh, Julian Hesse, grinst in einem grünen Trainingspullover zur linken Seite.

Vor ziemlich genau elf Monaten erinnerte im NRG24 Stadion im Heidewald vieles an alte Zeiten. Zu Gast war mit dem 1. FC Union Berlin ein großer Gegner – und zwar nicht für ein Freundschaftsspiel. Dank seiner starken Regionalliga-Saison qualifizierte sich der FC Gütersloh für die erste DFB-Pokal-Runde. Und auch wenn das Duell gegen den Bundesligisten mit 0:5 verloren ging, ließ es die Verantwortlichen in der Dalkestadt in Erinnerung schwelgen.

Zwischen 1996 und 1999 gehörten namenhafte Gegner wie die Eisernen zum wöchentlichen Programm des FCG. Der Verein erlebte damals in der Zweiten Liga seine Blütezeit und kratzte in der Saison 1997/1998 sogar an der Sensation – als Fünfter des deutschen Unterhauses fehlten bloß vier Punkte zum Aufstieg in die Beletage. Ein Jahr später ging es statt hoch wieder runter, wenig später folgte die Insolvenz.

Mit der Jahrtausendwende entstand in Folge der wirtschaftlichen Schieflage der heutige FC Gütersloh, der die Geschicke des Vorgängervereins von 1978 fast nahtlos übernahm. Bis hin zu weiteren sportlichen Highlights sollte aber eine ganze Menge Geduld gefragt sein. Erst als der heutige Chef-Coach Julian Hesse 2019 die Schlüssel in Ostwestfalen an die Hand bekam, ging es allmählich bergauf. Davon zeugen der Oberliga-Aufstieg 2023, die Vizemeisterschaft in der Regionalliga 2025 und das Einlaufen als Vierter im Frühsommer dieses Jahres.

Mit dem Bewusstsein für die Geschichte des FCG zieht Dauerbrenner Hesse ein positives Fazit zur abgelaufenen Runde: „Wir wissen, woher wir als Verein kommen. Wieder in den Top vier zu landen, ist eine super Leistung.“ Der 37-Jährige verwies bei der Gelegenheit noch mal darauf, dass in Gütersloh vor allem die Arbeit mit jungen, teils noch ligaunerfahrenen Spielern im Fokus stehen würde und somit das Abschneiden einen noch höheren Wert besäße.

Viele blau-weiße Akzente in Ostwestfalen

Damit Julian Hesse mit seiner Elf künftig weitere Erfolge verzeichnen kann, wurde ein ehemaliger Leistungsträger zurück in den Heidewald geholt. Stürmer Phil Beckhoff, dem 2024/2025 für den FCG 15 Treffer gelangen, geht nach seinem einjährigen Intermezzo beim SSV Jahn Regensburg wieder in Ostwestfalen auf Torejagd. Von 2016 bis 2018 wurde er in der Knappenschmiede ausgebildet.

Eine königsblaue Vergangenheit besitzen zudem Torwart Jarno Peters (2012-2013), die Verteidiger Erik Lanfer (2012-2023) und Niklas Barthel (2019-2025) sowie Flügelspieler Niklas Frese (2024-2025). Sie alle könnten in der 04. Begegnung beider Clubs – die der gemeinsame starke Partner Hagedorn eint – zum Einsatz kommen.

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