Real Madrid CF: Königlicher Neuanfang in Starbesetzung

Real Madrid CF gehört zur absoluten Speerspitze des Fußballs und eint einige der besten Spieler der Welt in seinen Reihen. Der international ruhmreiche Verein aus der spanischen Hauptstadt blieb vergangene Saison allerdings zum zweiten Mal in Folge ohne großen Erfolg. Zurück zum Glanz soll die Königlichen nun ein alter Bekannter führen, dessen Trophäenschrank ebenso eindrucksvoll gefüllt ist wie der seines Arbeitgebers: José Mourinho. Der Portugiese wird das Testspiel beim FC Schalke 04 für letzte Erkenntnisse vor dem Pflichtspielauftakt in La Liga nutzen.

José Mourinho schaut vor einer blauen Tribüne in einem weiß-pinkem Shirt links nach oben.

Ein Sommer ohne Blechernes für die Vitrinen von Real Madrid zieht in der Regel Konsequenzen mit sich – so auch in diesem. Nachdem der erfolgsverwöhnte Club in der Meisterschaft hinter dem Dauerrivalen FC Barcelona zurückblieb, in der UEFA Champions League im Viertelfinale gegen den FC Bayern München die Segel strich und im spanischen Pokal früh an einem Zweitligisten scheiterte, war es an der Zeit für eine Veränderung. Álvaro Arbeloa, der inmitten der Spielzeit 2025/2026 für Xabi Alonso übernahm, wurde verabschiedet – und stattdessen mit José Mourinho ein äußerst prominenter Name für den Stuhl des Chef-Trainers präsentiert.

Der 63-jährige Star-Coach sprach nach seinem ersten Auftritt an der Seitenlinie im Test gegen die AC Florenz (2:2) davon, mit den Königlichen „Fortschritte machen zu müssen“. Zeitgleich betonte er, dass es künftig darum gehe, „Ergebnisse zu erzielen, um unsere Geschichte zu würdigen“. Mourinho selbst ist Teil der ruhmreichen Vergangenheit der „Blancos“, die sich sowohl spanischer Rekordmeister als auch Rekordtitelträger der Champions League nennen können. Von 2010 bis 2013 gewann er bereits drei nationale Wettbewerbe bei Real.

Vor seiner zweiten Amtszeit wurde er nun von Benfica Lissabon losgeeist, um mit seiner Erfahrung und Führungsstärke Madrid wieder zum Siegen zu verhelfen. Spätestens mit dem Karriereende von Toni Kroos im Jahr 2024 und dem Abgang von Luca Modric eine Saison später endete eine der erfolgreichsten Ären der Historie. Neue Gesichter des weißen Balletts, zu denen allen voran die Offensivkräfte Kylian Mbappe, Jude Bellingham und Vinicius Junior gehören, konnten die hohen Erwartungen noch nicht in Gänze erfüllen.

Top-Qualität in allen Mannschaftsteilen

Über die individuelle Klasse der drei genannten Akteure lässt sich wie auch bei Kapitän Federico Valverde, Arda Güler, Dean Huijsen, Thibaut Courtois oder anderen Spielern kaum streiten. Hinzu kommt: Während des laufenden Transferfensters rüstet Real mit seinem umtriebigen Präsidenten Florentino Pérez kräftig auf: Erst kürzlich wurde der Wechsel von dem in der Bundesliga bekannten Flügelflitzer Yan Diomande verkündet, der zuvor bei RB Leipzig unter Vertrag stand.

Außerdem verpflichteten die Verantwortlichen auch einen amtierenden spanischen Welt- und Europameister – Linksverteidiger Marc Cucurella kam vom FC Chelsea. Weitere international geläufige Neuzugänge heißen Bernardo Silva (Manchester City), Ibrahima Konaté (FC Liverpool) oder Denzel Dumfries (Inter Mailand). José Mourinho muss mit ihnen nun eine funktionierende Mannschaft formen und besitzt dazu nicht mehr allzu lange Zeit: Eine Woche nach der Partie in Gelsenkirchen steigen die Madrilenen mit dem Auswärtsspiel bei Espanyol Barcelona (22.8.) wieder in den Ligabetrieb ein.

04 Duelle zwischen Real und Schalke

Bis zum Start der ebenso beliebten wie auch bedeutsamen Königsklasse müssen sich Anhänger des Top-Clubs noch ein wenig gedulden. Beim Vergleich mit dem S04 könnten jedoch Erinnerungen vergangener Tage im Wettbewerb aufkommen: In den Spielzeiten 2013/2014 sowie 2014/2015 begegneten sich beide Vereine nämlich gleich zweimal hintereinander im Achtelfinale.

Real Madrid behielt im K.o.-System jeweils die Oberhand, die Knappen hatten den Favoriten bei der zweiten Auflage allerdings am Rande des Ausscheidens: Durch Tore von Christian Fuchs, Leroy Sané und Klaas-Jan Huntelaar gewannen die Gelsenkirchener im legendären Estadio Santiago Bernabeu am 10. März 2015 mit 4:3 – es fehlte nur ein weiterer Treffer zum Weiterkommen.