Westdeutsche Meisterschaften Jugend 15

Obwohl Johann Magnus Mahl bereits im Achtelfinale der Bezirksmeisterschaften gescheitert war, bekam er einen Verfügungsplatz. Dank seines jungen Alters und zuletzt starker Entwicklung bekam er die Gelegenheit an den Westdeutschen Einzelmeisterschaften der Jungen unter 15 teilzunehmen und sich zu präsentieren. Mahl nutzte seine Chance und spielte ein tolles Turnier.

WDEM der Jungen15

Als die Auslosung der Gruppen am frühen Samstagmorgen bekannt wurde, war allen Beteiligten rund um den 11-jährigen klar: Eine starke und ausgeglichene Gruppe, die für das junge Talent aber machbar schien und als Chance aufgefasst wurde. Seine Gruppengegner hießen Marvin Lohsträter (TuS Holzen-Sommerberg), Nico Thönnissen (TV Erkelenz) und Simon Vogt (SC Fortuna Bonn). Dabei rechnete sich das Nachwuchstalent und das Team um ihn herum gegen alle drei Chancen aus. Die Zielsetzung lautete ohnehin, dass der junge Mahl mindestens ein Spiel gewinnen wollte und bestenfalls die Gruppe überstehen würde. Niemand wollte sich auf der Rückfahrt mit der Frage beschäftigen, ob nicht gegen den ein oder anderen Gegner mehr drin gewesen wäre, wie es in der Vergangenheit bei wichtigen Turnieren zum Teil der Fall war. Der Jungen NRW-Liga Spieler wollte sein volles Potenzial abrufen, sein bestes Tischtennis zeigen und erfolgreich sein.

Mahl erreicht mit 11 Jahren die K.O.-Runde

Obwohl Mahl in der Gruppe die wenigsten TTR-Punkte hatte, war er trotz besseren QTTR-Werts an Position 3 gesetzt. Zu Beginn stand also die Begegnung gegen den an 2 gesetzten Nico Thönnissen auf dem Plan. Vor kurzer Zeit hatte Mahl noch eine 10:7 Führung im Entscheidungssatz verspielt und das Match verloren. Wichtig war es für ihn nun unbelastet und ohne Revanche-Gedanken in die Partie zu gehen. Nach gewonnenem erstem Satz fand Thönnissen allerdings immer stärker zu seinem Spiel und gewann die folgenden beiden Sätze. Beim Stand von 1:2 Sätzen gegen Mahl, behielt der Youngster die Nerven und konnte den Satzrückstand egalisieren. Im Entscheidungssatz spitzte sich die Situation zu: Eine 9:7 Punkteführung glich Thönnissen zum 9:9 aus. Mahl agierte aber nervenstark, mutig und entschlossen: Er umlief seine Rückhand und eröffnete mit einem Vorhand-Topspin mit maximalem Tempo und entschied den anschließenden langen Ballwechsel für sich. Auch der Folgepunkt ging auf das Konto von Mahl, der das Spiel dieses Mal also denkbar knapp für sich entscheiden konnte.

Mit einem Sieg im Rücken ging es nun gegen den Gruppenkopf Marvin Lohsträter. Nachdem der Schalker den ersten Satz deutlich gewann, machte der Linkshänder es dem Knappen gleich und glich aus. Die Sätze 3 und 4 gewann der Liga-Konkurrent aus der Jungen NRW-Liga dann äußerst eng in der Verlängerung. Marcel Krusch – Jugendwart und Betreuer / Coach an diesem Wettkampftag – fand dennoch lobende Worte für seinen Schützling: „Johann hat das wirklich toll gemacht. Besonders das mutige und aggressive Spiel, was wir nun schon länger trainieren, hat er heute auch im Wettkampf am Tisch zeigen können. Das freut mich ganz besonders. Man hat gesehen, dass er auch auf diesem Niveau mithalten kann. Zum Sieg hat es zwar noch nicht gereicht, aber ich bin sicher, dass er bald auch auf diesem Niveau Spiele gewinnen wird.“

Da Simon Vogt ebenfalls gegen Thönnissen gewann, ging es in der letzten Runde der Gruppenphase um den Einzug in das Hauptfeld. Bisher tat sich das blau-weiße Top-Talent gegen aggressive Blockspieler wie Vogt stets schwer. Die körperlichen Attribute (geringe Körpergröße & Reichweite, dünne Statur und ausbaufähige Beinarbeit) gehören sicherlich noch zu den Schwächen des gebürtigen Gelsenkircheners. Das nutzten Spielertypen wie Vogt immer mit gezielten, aggressiven Press- und Blockschlägen über die volle Breite des Tisches aus, um den Schalker in ständige Bewegung zu bringen und unter Druck zu setzen. Dass ihn das auch in diesem Match erwarten wird, spürte der Schalker schnell nach verlorenem erstem Satz. Dieses Mal wirkte der königsblaue Jungspund – auch dank guten Coachings – vorbereitet. Er schlug zurück, gewann den zweiten Satz deutlich und fand besser in das Spiel. Nachdem er einen erneuten Rückschlag nach dem knappen dritten Satz (1:2 Rückstand) hinnehmen musste, hieß es für ihn alle Kräfte zu mobilisieren. Mahl spielte nun sein bestes Tischtennis, bewegte sich gut, fand die richtigen Platzierungen, spielte clever und behielt einen kühlen Kopf. Er glich aus und gewann den Entscheidungssatz souverän. Damit sicherte sich der Vorkaderspieler den Einzug in die K.O.-Runde – ein großer Erfolg. Dort wartete dann Elias Bellinghausen von der SG Erftstadt, der den Spieler vom S04 regelrecht überrollte. Mahl hatte große Probleme mit dem variablen und brandgefährlichen Aufschlagspiel seines Gegners und fand nie in die Partie. Am Ende eines langen Wettkampftages fehlten auch die Körner, um gegen all diese Widerstände anzukämpfen. Nach drei deutlichen Sätzen musste der Herren-Bezirksliga-Spieler seinem Gegenüber zum Einzug in den zweiten Wettkampftag gratulieren.

Johann kann stolz auf sich sein! Er hat nicht nur für sich großartiges Tischtennis gespielt, sondern auch die königsblauen Vereinsfarben toll repräsentiert.

Pascal Krusch (Abteilungsleiter)

Im Doppel bekam er Maxim Friesen, der in seiner Gruppe alle Spiele ohne Satzgewinn verlor, zugelost. Zunächst schlugen sie in der Auftaktrunde das Düsseldorfer Doppel Karolidis / Poerschke überraschend klar in drei Sätzen. Im Achtelfinale wartete das topgesetzte Doppel Verdonschot / Kühn von Burgsdorff, das später auch die Doppel-Konkurrenz gewann. Mahl / Friesen überraschten und schockten das favorisierte Gegner-Doppel im ersten Satz mit einer tollen Leistung. Dann drehte die spielstarke Paarung des WTTV-Kaders jedoch mächtig auf und entschied die folgenden drei Sätze für sich. Dennoch waren sowohl Friesen als auch Mahl absolut einverstanden mit dieser Leistung.

Insgesamt waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit Mahls Performance. Die gesteckten Ziele wurden erreicht, der 11-jährige zeigte sein bestes Tischtennis und rechtfertige in beeindruckender Art und Weise den Verfügungsplatz, der ihm zugesprochen wurde. Abteilungsleiter Pascal Krusch, der neben Papa Andreas Mahl (Spieler der 1. Herren / Landesliga) und Coach Marcel Krusch die Schalker Delegation komplettierte, resümierte: „Johann hat wirklich ein tolles Turnier gespielt. Das harte Training, das ihm nicht immer ganz so leichtfällt, zahlt sich aus. Es war der nächste Schritt das auch mal bei einem wichtigen Wettkampf zeigen zu können. Johann kann stolz auf sich sein! Er hat nicht nur für sich großartiges Tischtennis gespielt, sondern auch die königsblauen Vereinsfarben toll repräsentiert. Aber klar ist auch: Das soll nur der Anfang gewesen sein.“

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