Dimitrios Grammozis über Heidenheim und die Vorbereitung auf das Duell an der Brenz

Nach vier Siegen hintereinander in der Zweiten Liga, allesamt ohne Gegentor, musste der FC Schalke 04 zuletzt in der 2. Runde des DFB-Pokals beim TSV 1860 München wieder eine Niederlage verdauen. Das 0:1 bei den Löwen wurde schnell aufgearbeitet, da der Ball bereits am Freitag (29.10.) wieder rollt. Im dritten Pflichtspiel innerhalb von sechs Tagen sind die Knappen beim 1. FC Heidenheim gefordert. Anpfiff in der Voith-Arena ist um 18.30 Uhr.

Dimitrios Grammozis

„Wir erwarten, dass wir ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Dimitrios Grammozis vor dem Gastspiel an der Brenz. Der Coach berichtet, dass die Mannschaft nach dem Pokalaus sehr enttäuscht gewesen sei, denn „wir wollten unbedingt in die nächste Runde einziehen“. Das habe das Team mit seinem Auftritt gerade in der zweiten Halbzeit auch unterstrichen. „Da haben wir in Unterzahl ein besseres Spiel gemacht“, so der 43-Jährige, der die Zeit zuletzt genutzt hat, um die Niederlage gemeinsam mit seinem Trainerstab und seiner Mannschaft zu analysieren.

Denn die Vorbereitung auf das Duell mit dem derzeitigen Tabellenelften bestritt das S04-Team im Süden. Nach dem Pokalduell in München war die Mannschaft zunächst in der bayerischen Landeshauptstadt verblieben und absolvierte dort tags darauf eine Trainingseinheit, bevor der königsblaue Tross am Donnerstag (28.10.) Richtung Ostalb aufbrach. „Ich habe es als sehr positiv empfunden, dass wir hier als Gruppe ein paar Tage zusammen waren. Wir konnten intensiver in die Gespräche reingehen und uns abends in lockerer Atmosphäre ohne Termindruck unterhalten. Das finde ich sehr wichtig. Die Spieler konnten das Pokalspiel dadurch auch untereinander aufarbeiten“, berichtet der Deutsch-Grieche.

Ich habe es als sehr positiv empfunden, dass wir hier als Gruppe ein paar Tage zusammen waren.

Dimitrios Grammozis

Auch das Engagement im Training sei sehr hoch gewesen. „Ich habe auf dem Platz gemerkt, dass die Jungs fokussiert sind und in Heidenheim wieder das zeigen wollen, was sie zuletzt in der Meisterschaft gezeigt haben. Deshalb bin ich guter Dinge, dass wir wieder eine gute Art und Weise an den Tag legen“, sagt Grammozis. Verzichten muss der Coach weiterhin auf Dominick Drexler, dessen Fleischwunde, die er sich beim Last-Minute-Sieg vor knapp zwei Wochen in Hannover zugezogen hat, noch nicht vollständig ausgeheilt ist.

Latza könnte in die Startelf rücken

Mehmet Can Aydin, der sich gegen die Roten ebenfalls eine Blessur zugezogen hat, könnte hingegen wieder eine Option werden. „Memo hat das volle Training mitmachen können“, berichtet der Chef-Trainer. In seinen Startelf-Planungen spielt auch Danny Latza eine Rolle. Der Kapitän, der nach dreimonatiger Pause aufgrund einer Knieverletzung zuletzt gegen Dresden und in München jeweils zu Kurzeinsätzen gekommen war, sei behutsam aufgebaut worden, erklärt Grammozis. „Für mich ist wichtig, dass er stabil ist. Und das hat er jetzt bewiesen. Danny ist bereit und fühlt sich gut. Er spielt eine Rolle in meinen Überlegungen.“

Die Formkurven beider Teams zeigen derzeit in unterschiedliche Richtungen. Während der S04 in der Zweiten Liga zuletzt viermal in Serie gewann, Die Formkurven beider Teams zeigen derzeit in unterschiedliche Richtungen. Während der S04 in der Zweiten Liga zuletzt viermal in Serie gewann, kassierte der FCH drei Niederlagen hintereinander mit insgesamt elf Gegentoren. Grammozis lässt sich von den jüngsten Resultaten der Heidenheimer, die bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals ausgeschieden waren und demnach keine Englische Woche hatten, aber nicht blenden.

S04-Coach erwartet intensives Spiel

„Die Teams sind in der Tabelle alle sehr nah beieinander. Jedes Spiel ist hammerhart. Es gibt auf dem Platz sehr wenige Favoriten. Vielleicht auf dem Papier, vom Namen oder der Tradition her. Aber nicht auf dem Platz. Da muss man sich jedes Mal beweisen. Auch hier in Heidenheim“, betont der Fußballlehrer. „Ich weiß, wie schwer die Zweite Liga ist. Wir haben in den letzten Spielen gut gepunktet. Aber wir haben die Punkte nicht geschenkt bekommen.“

Beim Gegner imponiert ihm vor allem die Arbeit von Frank Schmidt, der bereits in seiner 14. Saison als Chef-Trainer an der Seitenlinie der Heidenheimer Regie führt. Grammozis: „Er macht von Jahr zu Jahr einen tollen Job. Der FCH verstärkt die Mannschaft punktuell jedes Jahr, um seine Art und Weise des Fußballs auf den Platz zu bringen. Frank Schmidt verlangt sehr viel Intensität und Laufarbeit. Es ist eine Mannschaft mit viel Mentalität und Power, aber auch mit Jungs, die kicken können. Deshalb erwarte ich ein sehr intensives Spiel.“

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