Martin Fraisl: Ärger über eine verpasste Chance, Lob für die Rückkehrer

Trotz eines Chancenplus mussten sich die Knappen am Sonntag (16.1.) mit einem 1:1 gegen Holstein Kiel begnügen. Torwart Martin Fraisl hadert mit der vergebenen Chance auf zwei zusätzliche Punkte, insbesondere da die Partie bereits in der Anfangsphase zugunsten der Königsblauen hätte ausschlagen können.

Martin Fraisl

„Nach den ersten 15 bis 20 Minuten hatte man das Gefühl, dass das Tor nur eine Frage der Zeit ist“, sagt Martin Fraisl und spricht damit unter anderem die Chance von Simon Terodde an, der in der fünften Minute nach Vorarbeit von Victor Pálsson über die rechte Seite lediglich die Querlatte traf – auch wenn das Tor wegen einer Abseitsstellung Pálssons wohl zurückgenommen worden wäre. „Wir haben die eine oder andere Chance in der ersten Hälfte nicht veredelt“, sagt Fraisl und lobt zudem den gegnerischen Torwart Thomas Dähne, der unter anderem einen Schuss von Salif Sané nach 35 Minuten stark entschärfte und damit das perfekte Comeback des Innenverteidigers verhinderte. Erstmals in dieser Saison spielte Sané in einem Pflichtspiel von Beginn an. „Salif war richtig gut“, sagt Fraisl zur Leistung des 31-Jährigen. „Er hat lange durchgehalten und der Mannschaft Stabilität verliehen. Er hat gut kommuniziert und war sehr klar in seinen Aktionen. Solch einen Salif können wir im Verlauf der Rückrunde noch häufiger gebrauchen“, ergänzt der Keeper.

Simon ist ein Phänomen. Mir war klar, dass er, wenn er wieder zurück ist, sofort treffen wird.

Martin Fraisl

Lob verteilt Fraisl auch an einen anderen Teamkollegen, der nach einer Zwangspause von vier Ligaspielen wieder zum Einsatz kam – und prompt seine Kaltschnäuzigkeit unter Beweis stellte. „Simon ist ein Phänomen. Mir war klar, dass er, wenn er wieder zurück ist, sofort treffen wird“, sagt Fraisl über Simon Terodde, dem in der 73. Minute nach schöner Vorarbeit von Victor Pálsson der Ausgleichstreffer gelungen war. „Er benötigt keinen Anlauf, er ist im Torrhythmus, ganz egal wann. Es war fantastisch, wie er das Tor gemacht hat.“

Trotzdem überwiegt auch bei Fraisl die Enttäuschung über das Ergebnis, zu gerne wären die Knappen mit einem dreifachen Punktgewinn ins neue Jahr gestartet. „Im Aufbauspiel haben wir den einen oder anderen unnötigen Fehler gemacht, worauf der Gegner gelauert hat und in Umschaltsituationen gekommen ist“, sagt Fraisl und analysiert, dass die Kieler dadurch zurück ins Spiel gekommen seien. „So haben wir die Spielkontrolle ein wenig verloren. Auch deshalb haben wir das Gegentor in der zweiten Halbzeit kassiert“, sagt Fraisl, der sich sicher ist, dass die Mannschaft diesen kleinen Rückschlag umgehend abhaken wird, denn „das Unentschieden heißt für die Partie gegen Aue gar nichts.“

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