Hannover 96: In der richtigen Spur bleiben

Im Rennen um den Aufstieg zeigte Hannover 96 im eigenen Stadion zuletzt zweimal Nerven. Ausrutscher wie die 1:2-Pleite gegen die SpVgg Greuther Fürth möchte die Mannschaft von Chef-Trainer Christian Titz nun möglichst wieder abstellen. Gelingt es, haben die Niedersachsen nicht nur aufgrund ihrer Stärke in der Fremde gute Karten.

Der Chef-Trainer von Hannover 96, Christian Titz, sitzt auf der eigenen Auswechselbank und zeigt grinsend mit dem rechten Zeigefinger Richtung Spielfeld.

In einer ereignisreichen Begegnung mit der SpVgg Greuther Fürth musste sich Hannover 96 am vergangenen Wochenende im eigenen Rund unter dem Strich mit 1:2 geschlagen geben. Für die Hausherren war die Niederlage ein ungewohntes Gefühl – seit dem Rückrundenauftakt beim 1. FC Kaiserslautern (1:3) gingen sie nicht mehr als Verlierer vom Platz, zu Hause war es sogar letztmals im November 2025 gegen den SV Darmstadt 98 (2:3) der Fall. Kein Wunder also, dass bei der Analyse von Chef-Coach Christian Titz Enttäuschung mitschwang: „Wir haben nach langer Zeit wieder ein Spiel verloren. Dass das wehtut, ist klar.“

Kapitän Enzo Leopold, der in der zweiten Halbzeit einen Strafstoß zum möglichen Ausgleich vergab, schob hinterher: „Es ist ganz, ganz bitter, dass wir keinen Punkt mitnehmen.“ Nicht nur aufgrund seines verschossenen Elfmeters störte sich Titz gegen das abstiegsbedrohte Kleeblatt vor allem an der eigenen Chancenverwertung, die zu „fehlerhaft“ gewesen sei. Er richtete den Blick aber auch zügig nach vorne: „Wir wollen ganz schnell wieder für uns dahin zurückfinden, dass wir die Spiele für uns entscheiden.“

Im Quintett der aussichtsreichsten Teams um den Aufstieg blieben die Niedersachsen gegen Fürth bereits zum zweiten Mal in Folge bei einem Heimspiel auf der Strecke – beim torlosen Remis gegen Dynamo Dresden reichte es nämlich ebenfalls nur für einen Punkt. 96 rangiert damit im Bundesliga-Wettrennen derzeit nur auf Platz fünf (45 Punkte). Zu einem direkten Aufstiegsplatz fehlen aber lediglich drei Zähler.

Da alle Aufstiegsanwärter noch aufeinandertreffen und einige Spitzenspiele bis Mitte Mai auf ihren Ausgang warten, stehen die Chancen an der Leine auf die langersehnte Rückkehr ins Oberhaus im Zweitligajahr sieben weiterhin ziemlich gut. In den bedeutsamen kommenden zwei Auswärtsspielen beim FC Schalke 04 und dem SV Darmstadt 98 kann Hannover zudem auf seine Stärke auf fremden Plätzen bauen – dort erweist sich bisher kein anderer Verein als konstanter.

Ein Liga-Toptorschütze und namhafte Winterneuzugänge

Stichwort Konstanz: Mit Benjamin Källman wissen die 96er einen der drei kaltschnäuzigsten Akteure der Runde in ihren Reihen. 13 Mal traf der Finne bereits ins Schwarze, dazu legte er zwei weitere Tore für seine Mitspieler auf. Von denen ist FC Bayern München-Leihgabe Noel Aseko Nkili der zweitzuverlässigste Scorer. Drei Treffer und sechs Assists stehen zur Buche. Platz drei des internen Rankings belegt Enzo Leopold (drei Tore, vier Vorlagen).

Seit dem Winter-Transferfenster konnte die Offensive noch zwei weitere Außenspieler dazugewinnen: Sie hören auf die Namen Elias Saad (FC Augsburg) und Noah Weißhaupt (SC Freiburg). Beide weisen Erfahrung in Deutschlands Eliteklasse auf. Stefán Teitur Thórdarson vom englischen Zweitligisten Preston North End stellt außerdem eine Verstärkung fürs Mittelfeld dar und wurde am vergangenen Spieltag erstmals für die Startelf nominiert.

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