Miron Muslic: Sind konkurrenzfähig und schwer zu bespielen

Der FC Schalke 04 ist am 6. Spieltag erstmals in dieser Saison samstags um 15.30 Uhr im Einsatz. „Als Kind und Jugendlicher habe ich mich immer sehr auf diese Anstoßzeit gefreut. Ich habe das vor dem Fernseher verfolgt – im Teletext, deutsche Bundesliga, Seite 215“, verrät Miron Muslic vor dem Duell mit dem 1. FSV Mainz 05.

Miron Muslic sitzt auf dem Podium der Pressekonferenz und spricht.

Seine Mannschaft empfängt am Samstag (17.10.) einen Gegner, der in der laufenden Spielzeit seine beiden bisherigen Auswärtsspiele gewonnen hat (5:0 in Hamburg, 4:3 in Mönchengladbach) und saisonübergreifend seit acht Bundesligaspielen in der Fremde ungeschlagen ist. Die vergangenen vier Partien wurden dabei allesamt siegreich gestaltet.

Viele körperliche Duelle

In seiner Erwartungshaltung ist der Schalker Coach sehr klar und hat seine Mannschaft in der Trainingswoche entsprechend vorbereitet: „Wir werden auf dem ganzen Platz diese körperlichen Duelle haben. Wir müssen bereit sein, diese Duelle anzunehmen. Aber da sind wir stark, das ist eine Schalker Tugend. Diese werden wir am Samstag brauchen – mit entsprechender Geduld. Und wir haben die Unterstützung unserer Fans. Zu Hause sind wir zu allem fähig.“

Dass der FSV in der Auswärtstabelle derzeit ganz oben steht, sei kein Zufall. „Seitdem mein Trainerkollege Urs Fischer die Mainzer vor zehn Monaten übernommen hat, agiert die Mannschaft aus einer starken Grundstruktur heraus in einem 5-3-2-System mit einem Duo im Angriff, das sich blind versteht“, sagt Schalkes Coach über den Gegner.

Es ist eklig, gegen uns zu spielen – und das ist ein großes Kompliment für die Mannschaft.

Miron Muslic

Phillip Tietz, der bereits vier Saisontore auf dem Konto hat, sei körperlich sehr dominant. Und Sheraldo Becker (bislang zwei Treffer und drei Vorlagen) zähle zu den schnellsten Spielern der Liga. „Gegen sie zu spielen, ist unangenehm“, meint Muslic. Gleichzeitig betont der 44-Jährige, dass seine Mannschaft gut auf die Aufgabe vorbereitet sei. „Wir müssen defensiv kompakt stehen, das ist unser Fundament. Dazu treten wir als Kollektiv auf. In den vergangenen 16 Monaten haben wir im Profileistungszentrum etwas geschaffen. Es ist eklig, gegen uns zu spielen – und das ist ein großes Kompliment für die Mannschaft.“

Nicht zuletzt deshalb sei sein Team am vergangenen Wochenende auch gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Freiburg lange Zeit gut im Spiel gewesen. Das Resultat habe daher geschmerzt, „weil wir viele Dinge gut gemacht haben. Wir sind konkurrenzfähig und schwer zu bespielen. Das haben wir auch in den anderen Spielen gezeigt.“

Bei der Rückschau auf die 1:2-Niederlage im Breisgau gebe es aber auch Verbesserungspotenzial, so Muslic. „Wir können uns mehr zutrauen in der Offensive, dürfen aber auch nicht ins offene Messer laufen.“ Gut gelungen sei dies am 3. Spieltag in Köpenick, als die Knappen beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin eine gute Balance in ihrem Spiel hatten. „Wir haben genug Qualität in unserer Offensivreihe. Es geht einfach auch darum, die Jungs besser in Szene zu setzen.“

Blick geht nach vorn

Muslic betont aber auch, dass er sich nicht mehr allzu sehr mit Berlin, Freiburg oder den drei weiteren Begegnungen der bisherigen Saison beschäftige, denn „unser Blick geht immer nach vorn. Wir haben die Lust, uns zu entwickeln und zu steigern. Deshalb freuen wir uns auf die anstehende Aufgabe gegen Mainz.“

Bei der Zusammenstellung seines Spieltagskaders muss Muslic auf Moussa Sylla verzichten. Der malische Nationalspieler erlitt in Freiburg nach einem Tritt eines Gegenspielers eine Verletzung am linken Bein und steht vorerst nicht zur Verfügung. Wer stattdessen im Angriff aufläuft, sei noch nicht final entschieden. „Wir haben mehrere Optionen“, so der Coach abschließend.