U12 beim Kunshan-Cup: Wertvolle Erfahrungen und ein verdienter Pokal

Die königsblaue U12 auf großer Reise: Insgesamt waren die jungen Knappen eine Woche lang (17. bis 24.10.) unterwegs, um in China am dreitägigen Kunshan-Cup teilzunehmen – mit Erfolg. Neben dem Turniersieg sammelten die Nachwuchskicker Erfahrungen für ihr Leben, schnupperten in fremde Kulturen und knüpften ganz nebenbei noch neue Freundschaften.

Die Knappen-Fußballschule tourt pro Jahr mit 25 bis 30 Camps durch Deutschland und bietet ein hochwertiges Training unter qualifizierter Anleitung. Inzwischen reicht ihr Spektrum weit über nationale Camps hinaus. So wurde der erste internationale Meilenstein 2017 gesetzt als die Königsblauen die Partnerschaft mit Kunshan eingingen. Seitdem engagieren sich die Blau-Weißen in Schulprojekten vor Ort und arbeiten kontinuierlich an einem Talentförderprogramm im Bereich der U9 bis U12. Regelmäßige Trainingseinheiten von S04-Trainern für die sogenannten Elite-Mannschaften und Schulungen für die Coaches in China sichern eine fußballerische Ausbildung mit Schalker Gütesiegel.

Daraus hat sich auch der Besuch der Schalker Profimannschaft in Kunshan im Sommer 2018, verbunden mit einem Testspiel, entwickelt. Somit waren Koordinator Sam Farokhi, der für die Knappenschmiede-Teams der U9 bis U12 verantwortlich ist und gleichzeitig als Bindeglied zwischen Knappenschmiede und Knappen-Fußballschule fungiert, die Voraussetzungen vor Ort bekannt: „Aus der Kooperation resultierte die Idee und die Realisierung des Kunshan-Cups. Somit gehört das Turnier zu einer der Maßnahmen innerhalb der Partnerschaft, die wir pro Jahr umsetzen.“ Der Bedeutung einer solchen gemeinsamen Veranstaltung ist er sich bewusst: „Wir stärken damit nicht nur die Kooperation und bieten einen direkten Austausch, sondern Teams und Verantwortliche können sich auch persönlich kennenlernen und weiterentwickeln.“

Auf Basis des Schalker Netzwerks nahmen acht Teams am Kunshan-Cup teil. Neben Kunshan als Gastgeber und Hebei CFFC als weiterer chinesischer Partner der Königsblauen, flog auch der australische Kooperationsverein Sydney Olympic nach China, um sich beim Turnier mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Unter den Teilnehmern befanden sich des weiteren drei chinesische Clubs und auch ein deutscher: Gemeinsam mit den Knappen begab sich die U12 von Fortuna Düsseldorf auf den Weg ins Reich der Mitte, um den sportlichen Wettbewerb anzunehmen und die chinesische Kultur kennenzulernen. Vor einer beeindruckenden Kulisse im Kunshan Sports Center Stadium, welches 30.000 Zuschauer fasst, traten die Teams unter professionellen Bedingungen aufeinander. „Das Turnier lief sehr offiziell ab: Vor jedem Spiel mussten die Mannschaften gemeinsam einlaufen, jeder hatte eine Akkreditierung dabei, um das Spielfeld zu betreten und für Banner und Feldmarkierungen war ebenfalls gesorgt“, so Farokhi.

Die lange Reise traten neben dem Koordinator acht Spieler aus der Schalker U12 an. Aber nicht allein. Co-Trainer Jan Ansperger und Betreuerin Julia Wenning waren rund um die Uhr für die jungen Nachwuchskicker da. Da U12-Cheftrainer Yakup Göksu beruflich verhindert war, das Abenteuer China mit seinem Team anzugehen, sprang Fehmi Özdemir ein, der eigentlich die U13 der Knappenschmiede trainiert. Die Mannschaft schien komplett, doch ein eigener „Fanclub“ vor Ort durfte nicht fehlen. Deswegen entschieden sich acht Familienmitglieder dazu, ihre Fußballtalente zu begleiten. Ergänzt wurde das Team vor Ort um eine Dolmetscherin, um Sprachbarrieren vorzubeugen.

„Jedes Spiel hatte seinen eigenen Charakter“, reflektierte Co-Trainer Ansperger. „Gegen Sydney Olympic lagen wir in der Gruppenphase erst 0:2 zurück und haben am Ende noch 5:3 gewonnen.“ „Die erste Begegnung gegen Fortuna Düsseldorf bleibt mir in Erinnerung. Düsseldorf galt als Mitfavorit und wir haben mit 7:1 hoch gegen sie gewonnen“, ergänzte Wenning. Als „Sahne auf dem Kakao“ bezeichnete Trainer Özdemir den Turniersieg, der gleichzeitig eine echte Genugtuung für die Knappen gewesen sei. „Wir hatten eine große Herausforderung vor uns. In jeder Partie spielten pro Team sieben Feldspieler und ein Torwart gegeneinander und wir hatten nur acht Spieler an Bord“, schmunzelte der Trainer.

Die Königsblauen absolvierten fünf Spiele á zweimal 30 Minuten mit Bravour und ohne Auswechslungen. Die anderen Vereine hingegen stellten einen Kader von bis zu 14 Akteuren. „Was unsere Jungs da geleistet haben, ist extrem beeindruckend“, schwärmte Özdemir. „Zum Glück hat sich keiner verletzt. Uns stockte kurzzeitig der Atem, als Ole van Eck nach 20 Minuten vom Feld musste. Doch wir konnten ihn bedenkenlos zunächst wieder im Tor einsetzen. Und auf der Torwartposition mussten wir ohnehin öfter rotieren. Deswegen hätte ich niemals gedacht, dass wir unter diesen Bedingungen sportlich so gut abschneiden würden.“ Neben der neuen Konstellation, neuer Grundformen und neue Positionen, die die blau-weißen Kicker lernen mussten, blickte das Team auf weitere Erinnerungen zurück. „Die Traineransprache von Fehmi vor dem Finale gegen Düsseldorf war einfach legendär“, lachte Farokhi. „Wir haben insgesamt richtig viel gelacht. Der Zusammenhalt und das Miteinander innerhalb der Mannschaft und auch mit den anderen Teams war sehr groß.“

Vor allem betonte der Trainerstab immer wieder, wie wertvoll die Begleitung der Familienmitglieder der Knappen war. Ein offizieller Elternabend klärte die Familien zuvor über den Aufwand der Reise und die Belastung, die aus der Ernährungsumstellung, dem Jetlag und der fremden Kultur resultieren könnten, auf. Danach stand die Konstellation der Spieler und Eltern fest, die sich auf einen elf Stunden dauernden Flug und lange Busreisen einlassen wollten. „Die Unterstützung der Eltern war jederzeit da. Das hat uns als Trainerteam natürlich unheimlich viel geholfen“, dankte Özdemir. Ein toller Nebeneffekt war es für die Mannschaft, dass sie nach dem 4:2-Finalsieg gegen Fortuna Düsseldorf verdient den Pokal in die Höhe stemmen durften. „Die Kraft hat natürlich im Turnierverlauf nachgelassen, wir haben den Cup definitiv mit Willensstärke gewonnen“, erklärte der Chef-Coach.

Co-Trainer Ansperger beeindruckte vor allem ein schönes Bild nach dem Finale: „Danach haben unsere Jungs mit den Düsseldorfern zusammen gefeiert. Ich bin mir sicher, dass die Freundschaften, die die Jungs da geknüpft haben, bestehen bleiben.“ „Den Jungs hat die Reise insgesamt unheimlich gut gefallen. Sie haben neue Reize erfahren und waren vor allem von Shanghais Skyline beeindruckt“, fügte Wenning hinzu, die im engen Austausch mit den Knappen stand. Das gesamte Team war sich einig: Die Reisenden sind zu einer echten Einheit zusammengewachsen, zum Turnier und den tollen Erinnerungen an China hat jeder seinen Teil beigetragen. „Die Reise war immens wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung der U12. Sie haben nicht nur unvergessliche, sondern auch anstrengende Erfahrungen gemacht, die sie alle reibungslos überstanden haben. Das sind Dinge, die sie für ihr Leben mitnehmen werden“, fasste Farokhi abschließend zusammen.

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