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Fortuna Düsseldorf: Den Kopf weiter aus der Schlinge ziehen
Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie gelang Fortuna Düsseldorf am vergangenen Wochenende die Trendwende im Abstiegskampf. Bei nur einem Punkt Vorsprung auf Platz 17 ist unter dem neuen Chef-Trainer Alexander Ende allerdings weiterhin höchste Konzentration gefragt, um den Absturz in die Drittklassigkeit zu vermeiden.
Nach dem 3:1-Sieg gegen Dynamo Dresden konnte im Lager von Fortuna Düsseldorf mal kräftig durchgeatmet werden. Fünfmal in Folge gingen die Rheinländer zuvor als Verlierer vom Platz und rutschten in der Zeit bis auf Rang 17 im deutschen Unterhaus ab. „Es war wichtig, dass die Jungs wieder fühlen, wofür man das alles macht“, bewertete ein sichtlich erleichterter F95-Chef-Coach Alexander Ende die Situation im Anschluss an den erlösenden Erfolg gegen den direkten Konkurrenten.
Für den 46-Jährigen selbst waren die drei Punkte ebenfalls ein ganz essenzieller Fingerzeig: Er debütierte erst in der Woche zuvor an der Seitenlinie, konnte den Negativlauf beim 1. FC Magdeburg (0:2) aber so schnell nicht aufhalten. Bei seinem Heimdebüt dagegen bugsierte Ende die Fortuna mit offensivem Mut auf Platz 15 – und dürfte die Verantwortlichen somit in ihrer Entscheidung bestätigt haben, den zweiten Trainerwechsel innerhalb einer Saison zu vollziehen.
Zu Beginn der Spielzeit, in der der Verein eigentlich Richtung Aufstieg schielte, hieß der Übungsleiter in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens noch Daniel Thioune (mittlerweile beim SV Werder Bremen angestellt). Auf ihn folgte Markus Anfang, der nach der angesprochenen Pleiten-Serie jedoch auch seinen Hut nehmen musste. Die Angst vor der 3. Liga, in der Düsseldorf zuletzt 2009 mitwirkte, wurde zu groß. Ersetzt wurde Anfang dann von Alexander Ende, der erst im März dieses Jahres bei Zweitligamitstreiter Preußen Münster entlassen wurde.
Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.
„Er ist der richtige Trainer für diese Situation, aber auch der Coach, mit dem wir zukünftig unsere sportlichen Vorstellungen umsetzen wollen“, erklärte Sven Mislintat, Vorstand Sport, die erneute personelle Änderung. Ende selbst richtete den Fokus bei seiner Vorstellung verständlicherweise erstmal ausschließlich auf die kurzfristigen Ziele: „Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir gemeinsam mit allen Fortunen den Klassenerhalt schaffen werden. Und nur darum geht es im Moment.“
Nach dem Sieg gegen Dresden sprach er diesbezüglich von einem „ersten Schritt“. Gleichzeitig mahnte er bei nur einem Zähler Abstand zu der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Magdeburg aber auch, dass weitere Schritte folgen müssten. Die letzten drei Etappen auf dem Weg zum Ligaverbleib haben es jedoch alle in sich: Mit dem FC Schalke 04 und der SV Elversberg treffen die Rheinländer auf zwei Bundesliga-Anwärter. Ausgerechnet am alles entscheidenden letzten Spieltag steht das direkte Duell mit dem Kleeblatt an.
Zwei prägende Fortunen müssen es bei vielen Ausfällen richten
Um sich bis zum Saisonfinale die bestmögliche Ausgangslage zu erarbeiten, wird es auf die Leistungsträger bei den 95ern ankommen. Zu denen zählt der unumstrittene Kapitän und Rückhalt Florian Kastenmeier genauso wie Stoßstürmer Cedric Itten, der für 13 der bislang erst 30 erzielten Tore verantwortlich zeichnet. Dass die Gesamtausbeute so schmal ausfällt, könnte mit dem Verletzungspech zusammenhängen: Die Kreativspieler Florent Muslija (Kreuzbandriss) und Christian Rasmussen (Muskelfaserriss) wurden zuletzt beide vermisst. Zumindest bei Letztgenanntem besteht aber die Hoffnung auf eine kurzfristige Rückkehr in den Kader.
Zu dem Lazarett zählen neben dem Duo aber auch defensive Größen wie Innenverteidiger Kenneth Schmidt (Kreuzbandriss) oder Mittelfeldabräumer Satoshi Tanaka (Muskelfaserriss), so dass es in der Abwehr schlussendlich auf Routiniers wie Tim Oberdorf, Matthias Zimmermann oder Christopher Lenz ankommen könnte. So oder so lautet der Tenor von Trainer Ende in der Crunchtime: „Wir müssen es als Gruppe angehen.“