Rouven Schröder: Probleme kritisch beäugen, aber die Ruhe behalten

Sportdirektor Rouven Schröder hat sich am Montag (1.11.) in einer Medienrunde zu aktuellen Themen rund um die Lizenzmannschaft der Königsblauen geäußert. Der 46-Jährige sprach unter anderem über die Aufarbeitung der Partien in München und Heidenheim sowie mögliche Transferaktivitäten im Winter und die Stimmung im Schalker Umfeld.

Rouven Schröder

Rouven Schröder über …

… die kritische Beurteilung der eigenen Leistung:
Wir sind ambitioniert, ehrgeizig und wollen stets das Maximum erreichen. Zuletzt sind wir durch vier Siege in Serie in der Tabelle geklettert, dennoch gab es nicht nur positive, sondern teils auch negative Dinge, die wir auf dem Platz gesehen haben. Aktuell sind wir mit 22 Punkten Dritter. Vor drei Monaten wären wir mit dieser Ausbeute sehr zufrieden gewesen. Wir wollen diese Gier haben, dass wir bei Misserfolgen unzufrieden sind, ohne dabei das große Ganze infrage zu stellen. Es ist wichtig, dass wir Probleme kritisch beäugen, aber die Ruhe behalten und uns nicht von negativen Schwingungen leiten lassen.

… das DFB-Pokal-Aus in München:
Unser Ziel war es, im DFB-Pokal eine Runde weiterzukommen, deswegen waren wir sehr unglücklich darüber, dieses Spiel verloren zu haben. Wir haben die Anfangsphase leider verschlafen und dem Gegner ein Stück weit vor seiner imposanten Kulisse in die Karten gespielt. Wir sind verdientermaßen in Rückstand geraten, haben dann aber auch in Unterzahl alles investiert. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich hätte es uns gutgetan, eine Runde weiterzukommen. Jetzt haben wir uns geschüttelt und die Partie aufgearbeitet. Wir sind extra im Süden geblieben, um eine Art Kurztrainingslager zu absolvieren und viele Gespräche zu führen. Das Thema Rotation, das medial als Teilgrund für die Niederlage aufkam, lasse ich so nicht gelten, zumal es Vereine gibt, die deutlich mehr Spieler gewechselt haben. Wir als Mannschaft müssen die Aufgaben lösen – und da waren wir fehlerhaft.

… die Aufarbeitung des Spiels in Heidenheim:
Es ist klar, dass wir auch mal Spiele verlieren werden, denn wir müssen uns alles hart erarbeiten. Es ist wichtig, dass wir immer kritisch miteinander bleiben und uns so fordern, dass wir stets das Maximale anstreben. Wir haben das Spiel in Heidenheim intern aufgearbeitet, es war einfach zu wenig von uns. Wir wollen weiter gierig bleiben und so viele Punkte wie möglich sammeln. Diesen Anspruch hat der Trainer der Mannschaft noch mal verdeutlicht. Auch wenn es das dritte Spiel in sechs Tagen war, war es absolut möglich, in Heidenheim mit einer besseren Performance zu gewinnen.

Ich empfinde das Umfeld als sehr positiv, da ich das Gefühl habe, dass die Schalker Fans ein gutes Gespür für die Situation haben.

Rouven Schröder

… das anstehende Heimspiel gegen Darmstadt:
Ich blicke der Trainingswoche, in der wir den Finger in die Wunde legen werden, mit Spannung entgegen. Jetzt kommt mit Darmstadt eine sehr offensivstarke Mannschaft zu uns. Wir freuen uns darauf, dass wir uns mit diesem Gegner in einer vollen VELTINS-Arena messen werden. Nach den Niederlagen zuvor haben wir stets die richtigen Schlüsse gezogen – das wollen wir auch gegen Darmstadt tun und uns vor der Länderspielpause ein gutes Gefühl holen.

… die zweite Reihe im Kader:
Wir müssen immer an die Leistungsgrenze gehen, denn wir sind keine Übermannschaft, die alles in Grund und Boden spielt. Unsere zweite Reihe muss die erste so fordern, dass wir als Team eine gute Leistung zeigen. Die Spieler aus der zweiten Reihe bieten denen aus der ersten Paroli. Es ist wichtig, sie stark miteinzubeziehen, sie auf ihre Fehler anzusprechen und sie bereitzuhalten für den Moment, wenn sie zum Einsatz kommen.

… mögliche Transfers im Winter:
Wir haben so gewirtschaftet, dass es Möglichkeiten für uns gibt, auf dem Transfermarkt zu handeln. Die Pokaleinnahmen wären Zusatzeinnahmen gewesen, mit denen wir vor der Saison nicht kalkuliert haben. Wir werden bis zum Schluss versuchen, Dinge umzusetzen, sofern diese möglich sind, es muss aber komplett passen. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns im Offensivbereich umschauen. Mit Simon Terodde, Marius Bülter und auch Marvin Pieringer und Darko Churlinov verfügen wir dort aber bereits über Qualität.

… das Umfeld nach den zwei Niederlagen:
Ich empfinde das Umfeld als sehr positiv, da ich das Gefühl habe, dass die Schalker Fans ein gutes Gespür für die Situation haben. Sie sind teilweise unzufrieden, nach dem Spiel in Heidenheim war die Fankurve dennoch sehr positiv. Natürlich stellen wir uns der Kritik nach Spielen, in denen es nicht rund lief. Trotz allem spüre ich, dass die Fans hinter uns stehen und sie sich auf Sonntag freuen, um die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Deshalb bin ich positiv gestimmt. Kritische Stimmen wird es immer geben. Wer auf Schalke anfängt und für diesen Verein die Knochen hinhält, weiß, dass es hier nicht immer nur positiv sein wird. Dann ist man gefragt, es besser zu machen. Und wenn dies gelingt, bekommst du so viel zurück und kannst dir nach dem Spiel den Applaus der Fans abholen. Das geht runter wie Öl. Die Fans geben dir so viel.

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