Christian Gross: In Berlin an unsere absolute Leistungsgrenze gehen

In einem Duell zweier Schweizer Trainer möchte Christian Gross möglichst alle drei Punkte gegen Urs Fischer holen. Schalkes Coach rechnet am Samstag (13.2.) beim 1. FC Union Berlin mit einem kampfbetonten Spiel - am Boden und in der Luft. Anstoß im Stadion An der Alten Försterei ist um 18.30 Uhr.

Christian Gross

„Wir müssen an unsere absolute Leistungsgrenze gehen, um erfolgreich zu sein“, meint Gross, der eine hohe Meinung von der Mannschaft seines Landsmanns Urs Fischer hat. Es wäre falsch, Unions Stärken allein auf die Körpergröße und die Standardsituationen zu begrenzen, betont er. „Ich weiß, dass Urs Fischer darauf hinarbeitet, dass seine Mannschaft sehr kompakt steht, dass sie geschlossen verteidigt und auch geschlossen angreift. Diese Stabilität zeichnet die Berliner aus.“

Wir müssen aktiv sein.

Christian Gross

Wichtig werde, bei Standards gegen sich konzentriert zu agieren. Ob Mann- oder Zonendeckung sei dabei nicht ausschlaggebend, so Gross. „Entscheidend ist, wirklich zu verteidigen. Wir müssen aktiv sein.“

Coach erklärt die Bentaleb-Rückkehr

Der Chef-Trainer der Königsblauen spricht von einer guten Trainingswoche, in der mit Nabil Bentaleb ein Akteur in den Kreis der Mannschaft zurückgekehrt ist, der zuletzt individuell gearbeitet hat. Dass der Algerier wieder mit dem Team trainiert, begründet Gross folgendermaßen: „Ich bin unbelastet in der Causa Bentaleb. Wir haben keine Vorgeschichte. Er ist ein guter Fußballer. Die Integration in der ersten Woche ist positiv verlaufen. Es liegt jetzt an Nabil, sich aufzudrängen.“ Ein Einsatz in der Hauptstadt sei nicht ausgeschlossen, verrät der Schweizer. Gross: „Nabil freut sich, wieder dabei zu sein. Er hat hart an sich gearbeitet und wird im Kader sein.“

Verzichten müssen die Königsblauen hingegen auf Mark Uth. Der Offensivmann hat sich gegen RB Leipzig eine muskuläre Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen und fällt vorerst aus. Auch Klaas-Jan Huntelaar (Wadenprobleme) und Salif Sané (Aufbautraining nach Kniebeschwerden) werden neben den bereits länger fehlenden Akteuren nicht spielen können. Bei Steven Skrzybski skizziert Gross, dass der 28-Jährige auf dem Weg der Besserung sei: „Steven hat zuletzt sein Aufbautraining in Berlin gemacht. Er arbeitet jetzt mit seinem persönlichen Reha-Trainer in Mönchengladbach und wird in etwa zehn Tagen zu uns stoßen.“

Vor seinem Comeback steht Timo Becker. Der Verteidiger, der gegen Leipzig passen musste, hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und ist für das Spiel in der Hauptstadt wieder eine Option. Gleiches gilt für Suat Serdar, der seine Grippe auskuriert hat.

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