Christian Heidel will nicht schon wieder nur in Reihe 27 sitzen

Wenn Christian Heidel über ein mögliches Pokalfinale spricht, funkeln die Augen des Sportvorstandes. „Einmal in Berlin dabei sein, das war schon immer mein Traum“, verrät er. „Dieses Spiel ist etwas ganz Besonderes. Das ganze Drumherum ist einfach einmalig.“

Obwohl er bereits lange im Fußballgeschäft tätig ist, war es dem 54-Jährigen bislang noch nicht vergönnt, mit seiner Mannschaft zum Abschluss einer Saison im Olympiastadion zu spielen. „Ich habe es mit Mainz und im vergangenen Jahr mit Schalke insgesamt 24 Mal versucht. Aber mein Traum ist leider nie in Erfüllung gegangen“, so der Sportvorstand. „Ich war zwar schon 15 Mal beim Endspiel dabei. Aber leider immer nur als Zuschauer in Reihe 27.“

Im 25. Anlauf hofft Heidel nun auf den großen Wurf. Die letzte Hürde vor einer königsblauen Reise in die Hauptstadt heißt Eintracht Frankfurt. Und die habe es in sich, unterstreicht der Sportvorstand. „Wir treffen auf einen ganz unangenehmen Gegner“, warnt er vor den Hessen und erinnert dabei an das Hinspiel in der Bundesliga, als die Knappen nach einem 0:2-Rückstand am Ende dank eines Naldo-Treffers in der Nachspielzeit noch einen Punkt vom Main entführen konnte. Heidel: „Die Frankfurter stehen nicht umsonst im Halbfinale und in der Bundesliga-Tabelle so weit oben.“

Einmal in Berlin dabei sein, das war schon immer mein Traum.

Christian Heidel

Um die Aufgabe gegen die SGE erfolgreich zu meistern, zählt er wie schon zuletzt gegen den BVB auf die Fans als ‚Zwölften Mann‘. „Ich wünsche mir, dass die fantastische Derby-Atmosphäre ins Halbfinale transportiert wird. Jedes gewonnene Laufduell, jeder gewonnene Zweikampf müssen lautstark bejubelt werden. Wir brauchen ab der ersten Sekunde eine einzigartige Atmosphäre, die uns beflügelt“, meint Heidel.

Dass die Gäste aufgrund der aktuellen Diskussion um den Wechsel von Niko Kovac zu Bayern München verunsichert auftreten, glaubt der 54-Jährige nicht. „Ich glaube eher, dass die Frankfurter Mannschaft jetzt noch enger zusammenrückt, denn die Eintracht will auch ins Endspiel.“ Und das, so Heidel, gelte es zu verhindern. „Bereits beim Aufwärmen muss unser Gegner spüren, dass wir ein Heimspiel haben!“, so der Sportvorstand.

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