Leon Goretzka: Nur ein erster Schritt

Mit dem 4:1-Sieg am Freitag (28.4.) bei Bayer Leverkusen haben die Königsblauen die Chance gewahrt, in den letzten drei Spielen noch den Einzug in die Europa League zu schaffen. Auf schalke04.de spricht Leon Goretzka über die Partie gegen die Werkself und das Saisonfinale.

Leon Goretzka, wie bewerten Sie den 4:1-Sieg bei Bayer Leverkusen?

Man muss definitiv festhalten, dass der Start nicht gut war. Aber da konnte man einmal mehr sehen, wie schnell es im Fußball geht, wenn man in den richtigen Momenten da ist und die Tore erzielt. Das kann dann auch Wirkung beim Gegner zeigen, vor allem wenn man in so einer Situation ist wie Bayer momentan. Das 1:0 war für Leverkusen ein Nackenschlag. Im Gegensatz dazu hat uns der Treffer beflügelt. So konnten wir sehr schnell das 2:0 nachlegen. Damit war die Begegnung relativ früh fast schon entschieden.

Waren Sie überrascht, dass Sie gerade im Mittelfeld so viel Platz bekommen haben?

Wir haben uns auf das Spiel selbstverständlich vorbeireitet und in der Analyse Räume erkannt, die wir nutzen wollten. Das haben wir sehr gut umgesetzt. Wir haben stark umgeschaltet und die Tore auch schön herausgespielt. Es hat uns alle gefreut, dass es so gut geklappt hat. So soll es in den letzten drei Partien ebenfalls laufen.

Was sagen Sie zur Atmosphäre in der BayArena?

Das war natürlich außergewöhnlich, was unsere Fans geleistet haben. Sie waren die gesamten 90 Minuten lauter als die Anhänger der Leverkusener. Da kann man nur ein großes Kompliment aussprechen. Aber wir hatten uns ebenfalls vorgenommen, die Partie von Beginn an wie ein Heimspiel anzugehen. Wir sind weiter vorne angelaufen als es normerweise der Fall ist. Das hat unserem Spiel gut getan.

Guido Burgstaller konnte erneut zweimal knipsen. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?

Als er gekommen ist, habe ich Alessandro Schöpf gefragt, was er für ein Typ ist, weil mir den Name Burgstaller noch nicht so viel sagte. Ich wusste, dass er viele Tore in der Zweiten Liga gemacht hatte. Aber spielen gesehen habe ich ihn kaum. Schöpfi hat mir erzählt, dass er etwas unorthodox spielt, es bei ihm aber am Ende immer klappt. Damit hat er es ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Ich glaube, manchmal weiß er selber nicht wie er durchkommt (lacht). Er macht aber sehr viel für die Mannschaft, arbeitet extrem viel. Uns freut es natürlich, dass er sich selber mit Toren belohnt. Dafür ist ein Stürmer da. Im Moment macht er seine Aufgabe sehr, sehr gut. Das freut uns alle für ihn.

Sie selbst kommen in dieser Saison auch auf deutlich mehr Torbeteiligungen …

Ich habe mir vor der Saison auch vorgenommen, meine Aktionen nach vorne in Zahlen umzumünzen. Es ist eine Qualität von mir, als Mittelfeldspieler immer gefährlich zu sein. Das ist ein Punkt, der mir besser gelingt als in der vergangenen Saison.

Was ist in den letzten drei Spielen mit Blick auf die Tabelle noch möglich?

Es wäre schon besser, wenn wir die Spiele gewinnen würden, um in der Tabelle noch zu klettern. Das ist unser Ziel. Wenn wir wieder alles abrufen, haben wir die Möglichkeiten, alle Spiele zu gewinnen. Das ist aber noch ein sehr weiter Weg. Gegen Leverkusen war es nur der erste Schritt. Jetzt fällt die Belastung der Englischen Wochen weg. Vielleicht können wir jetzt etwas durchschnaufen und die Trainingswoche nutzen, um zu regenerieren und uns in Ruhe auf das nächste Spiel vorzubereiten. Es hat uns definitiv gut getan, ein Auswärtsspiel zu gewinnen.

Position
Geburtsdatum21.09.2019
Größe0 m
Gewicht kg
Auf Schalke seit21.09.2019
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