Christian Heidel: Zufrieden mit dem Spiel, aber nicht mit dem Ergebnis

Bis zum Schlusspfiff in der Allianz-Arena hatte Christian Heidel gehofft, dass seine Mannschaft noch ausgleicht. Betrachtet man den Spielverlauf, wäre ein Punktgewinn in München auch nicht unverdient gewesen. „Jeder im Stadion hat gesehen, dass wir einen sehr guten Plan hatten. Wir waren ein ebenbürtiger Gegner, es war ein Duell auf Augenhöhe“, sagt der Sportvorstand.

Deshalb macht der 54-Jährige kein Geheimnis daraus, dass er enttäuscht ist. „Mit dem Spiel sind wir sehr zufrieden, mit dem Ergebnis aber nicht“, so Heidel. „Jeder beglückwünscht uns zu einem guten Spiel in München. Aber letztlich fahren wir trotzdem ohne Punkte nach Hause.“ Was er aber positiv in Erinnerung behalten wird, ist der couragierte Auftritt der Königsblauen. „Die Mannschaft wollte, wir waren bissig und präsent auf dem Platz. Darauf können wir aufbauen.“

Angesprochen auf die beiden Gegentore, erklärt der Sportvorstand, dass niemand aus dem Team Ralf Fährmann einen Vorwurf mache. „Ralle hat uns schon so viele Punkte gerettet. Ihm ist niemand böse. Ich denke, der unglücklichste von allen Beteiligten ist Ralle selbst“, meint Heidel. „Wenn ein Spieler einen Fehler macht, dann ist das nie so schlimm wie bei einem Torhüter. Da klingelt es dann meistens.“

Es war ein Duell auf Augenhöhe.

Christian Heidel

Zumal Schalke im Verlauf des zweiten Spielabschnitts auch noch die eine oder andere Möglichkeit hatte, um selbst noch ein Tor zu erzielen. „In der Schlussphase waren die Körner dann allerdings ein bisschen weg. Da haben die Bayern es dann clever gemacht und den Ball laufen gelassen“, erkennt er die Leistung des Gegners an, der in der Englischen Woche einen Tag früher als die Knappen im DFB-Pokal den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht hatte.

Dass der S04 nach zuletzt zwei Bundesliga-Partien ohne Punktgewinne in der Tabelle einige Mannschaften vorbeiziehen lassen musste, möchte Heidel nicht dramatisieren. „Natürlich ärgern wir uns. Aber wenn man zwei Spiele verliert, ist man in diesem Jahr nicht direkt abgeschlagen“, weiß er. „In der Bundesliga ist alles möglich. So wie wir in der Vorwoche gegen Bremen verloren haben, musste sich Leverkusen jetzt gegen Berlin geschlagen geben. Damit hatten auch nicht viele gerechnet. Es wird bis zum 34. Spieltag in jeder Partie ein Kraftakt, um zu punkten. Von Platz zwei bis zehn liegen alle Teams eng beieinander.“

Die kommenden beiden Spiele gegen Hoffenheim und in Leverkusen bezeichnet der Sportvorstand als wichtig. „Aber ich will nicht von entscheidenden Spielen sprechen“, so der 54-Jährige. „Wenn wir so spielen wie in München, dann bin ich mir auf jeden Fall sicher, dass wir gute Resultate erzielen werden.“

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