David Wagner: Ein Kader mit vielen richtig guten Alternativen

Nach zwei Wochen Pause rollt am kommenden Wochenende in der Bundesliga endlich wieder der Ball. Am Sonntag (20.10.) gastiert der FC Schalke 04 um 18 Uhr bei der TSG 1899 Hoffenheim. Für Chef-Trainer David Wagner ist es auch eine Reise zurück in die Vergangenheit.

Zwischen 2007 und 2009 war der 47-Jährige in der Jugendakademie der Kraichgauer tätig. „Ich habe dort meine ersten beiden Jahre als hauptamtlicher Trainer verbracht und viele Einblicke bekommen“, berichtet Wagner. „Es war eine sehr spannende Zeit für den gesamten Verein und für mich persönlich eine sehr lehrreiche und schöne Erfahrung.“

Trotz dieser Verbundenheit peilt der Chef-Trainer der Königsblauen selbstredend am Sonntag den dritten Bundesliga-Auswärtssieg in Serie an. Womöglich muss Wagner bei diesem Unterfangen auf einen frisch gebackenen deutschen Nationalspieler verzichten. Suat Serdar musste das Training am Dienstag frühzeitig wegen Adduktorenproblemen beenden und wird auch am Freitag nicht an der Einheit teilnehmen können. „Es wird eine relativ enge Geschichte für das Hoffenheim-Spiel“, verrät Wagner. „Wir werden uns das Abschlusstraining anschauen. Nur wenn Suat dort schmerzfrei ist und voll trainieren kann, wird er spielen“, fährt der Chef-Trainer fort.

Wir haben einen Kader, der uns sehr viele richtig gute Alternativen bietet.

David Wagner

Falls Serdar, der zuletzt in überzeugender Form war, ausfallen sollte, werde das Trainerteam die richtigen Lösungen finden, wie Wagner betont. „Wir haben einen Kader, der uns sehr viele richtig gute Alternativen bietet“, sagt der Coach, der am Samstag seinen 48. Geburtstag feiert. Weitere Fragezeichen beim Personal gibt es aktuell nicht. Nassim Boujellab musste zuletzt wegen Oberschenkelbeschwerden aussetzen, soll am Freitag aber wieder einsteigen. Auch Weston McKennie sei trotz Länderspielstresses mit den USA ganz klar eine Option für das Hoffenheim-Spiel. „Er hat die Reisestrapazen bislang immer gut weggesteckt“, sagt Wagner über den Mittelfeldspieler, der nach einem persönlichen Ruhetag am Donnerstag wieder ins Training einsteigen wird.

Viel Respekt vor Hoffenheim

Vor dem kommenden Gegner hat Wagner viel Respekt – aus gutem Grund. „Es spricht für sich, wenn man Bayern München durchaus verdient auswärts schlägt“, sagt der Trainer angesprochen auf die TSG 1899 Hoffenheim. „Sie haben jeden wieder in die Realität zurückgeholt, der gedacht hat, dass es in Hoffenheim nicht so gut laufe. Es ist eine fußballerisch sehr starke Mannschaft mit einer ganz klaren Spielidee und mit viel individueller Qualität.“

Es gibt nichts Besseres, als einen Kader zu haben, der gesund ist und bei dem sich jeder Spieler richtig streckt.

David Wagner

Mit welcher Elf er das Duell mit der TSG angehen werde, ließ Wagner natürlich nicht durchblicken. Er weiß, dass es wieder Härtefälle geben wird, betont aber die professionelle Einstellung sämtlicher Spieler – auch wenn der eine oder andere derzeit nur selten zum Zug kommt. „Sie nehmen jedes Training voll seriös mit, egal ob sie bei den Spielen zum Einsatz kommen oder nicht“, sagt Wagner, der weiß: „Es gibt nichts Besseres, als einen Kader zu haben, der gesund ist und bei dem sich jeder Spieler richtig streckt.“

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