David Wagner: Wir wollen, dass das Derby endlich losgeht!

Es ist angerichtet: Das 95. Bundesliga-Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund am Samstag (26.10., 15.30 Uhr) steht unmittelbar bevor. Auch Chef-Trainer David Wagner kann den Anpfiff der Partie kaum erwarten.

„Bei mir ist eine extreme Vorfreude da“, verrät der 48-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem BVB und ergänzt: „Ich freue mich genauso wie alle anderen auf dieses Spiel. Wir können es kaum erwarten und wollen, dass das Derby endlich losgeht!“

Einzig hinter dem Einsatz von Weston McKennie steht ein Fragezeichen. Der US-Amerikaner war wegen muskulärer Probleme bei der 0:2-Niederlage im Bundesligaspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag (20.10.) ausgefallen. Am Abschlusstraining mit der Mannschaft am Freitagnachmittag konnte der 21-Jährige nicht teilnehmen. Suat Serdar, der in Sinsheim ebenfalls fehlte, hat seine muskulären Probleme ausgestanden und ist fit für das Spiel gegen den schwarz-gelben Reviernachbarn.

Fokus auf die grundlegenden Dinge

Von Tag zu Tag steigen nicht nur rund um die VELTINS-Arena Anspannung und Vorfreude im Vorfeld des Prestigeduells mit dem BVB an. Wagner, der in sein erstes Revierderby als Trainer geht, betont aber zugleich, dass es wichtig sei, „dass man sich auf das Wesentliche konzentriert und versucht, sich von der Euphorie und Emotionalität, die bei uns allen bereits Anfang der Woche eingesetzt hat, freizumachen“. Emotionalität sei in solch einem Spiel zwar „wahnsinnig wichtig“, aber ebenso entscheidend sei es, sich auf die wichtigen Inhalte wie Ballbesitzphasen und Defensivverhalten zu fokussieren.

Über den kommenden Gegner verliert Wagner fast ausschließlich lobende Worte. „Beim BVB über Stärken zu sprechen, dauert relativ lang und über die Schwächen zu sprechen relativ kurz“, sagt der Coach der Königsblauen. „Die Offensive hat absolutes Top-Niveau, nicht nur in der Bundesliga. In der Defensive haben sie wahnsinnig viel Erfahrung gemixt mit Qualität und Talent“, fährt er fort.

Ein Derby ist unabhängig von allem, was in den Tagen und Wochen vorher gewesen ist.

David Wagner

Dass die Mannschaft von Chef-Trainer Lucien Favre zuletzt, abgesehen vom 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach, eine kleine Schwächephase durchlebte, ist für Wagner irrelevant, denn: „Ein Derby ist unabhängig von allem, was in den Tagen und Wochen vorher gewesen ist.“ Wagner blickt voller Zuversicht und mit einer Menge Selbstvertrauen auf die kommende Aufgabe. „Auch in Dortmund ist angekommen, dass es aktuell nicht das Prickelndste ist, gegen uns zu spielen.“

Wagner: Sind auf einem guten Weg, haben aber noch viel zu tun

Wagner selbst sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg, das Team befinde sich aber weiterhin im Entwicklungsprozess. „Ich finde, dass wir in unseren Offensivaktionen relativ viele Momente hatten, in denen man gesehen hat, wie mutig wir gespielt haben. Wie wir Zweikämpfe nicht nur gesucht, sondern auch bestritten und zudem das Spiel aktiv gestaltet haben“, blickt Wagner auf die Leistungen in den zurückliegenden Partien zurück. „Wenn man sieht, wo wir herkommen, können wir mit dem, wie es bislang gelaufen ist, sehr einverstanden sein. Wir wissen aber auch, dass noch viel zu tun ist“, ergänzt der Schalker Übungsleiter.

Wagner betont des Weiteren, dass er sich in den kommenden Partien noch mehr Tore von der Offensive seines Teams wünscht. „Sicher ist unsere Bilanz dort noch ausbaufähig“, sagt Wagner. „Es ist aber super, dass die Spieler in den anderen Mannschaftsteilen das kompensiert haben. So muss das sein, denn unsere offensiven Spieler kompensieren auch den einen oder anderen taktischen Fehler, der hinter ihnen passiert.“

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