Domenico Tedesco: Hätten uns mit dem zweiten Tor belohnen müssen

Wieder einmal ein Tor wenige Augenblicke vor Schluss mit Schalker Beteiligung. Wie beim Heimspiel gegen Hannover mussten die Königsblauen gegen Werder Bremen kurz vor dem Ende ein Gegentor einstecken. Diesmal nicht zum 1:1, sondern zum 1:2. Nach der Partie gegen die Norddeutschen hat schalke04.de die Stimmen der Chef-Trainer notiert.

Domenico Tedesco:

Wir haben eine erste Halbzeit abgeliefert, die nicht gut war. Ich denke, dass wir derzeit auswärts ganz anders auftreten als zu Hause. Auswärts sind wir mutiger, holen uns Bälle in gewissen Situationen ab, schaffen Überzahl und gehen mutiger in die Dribblings. Zu Hause sind wir momentan lethargisch. Wir haben es nicht geschafft, die Manndeckung im zentralen Mittelfeld auszunutzen. Deswegen war die Führung zur Pause glücklich, das muss man ganz klar sagen.

Im zweiten Durchgang sah es dann anders aus. Bis zur 75. Minute haben wir es richtig stark gemacht. Wir haben nach vorne verteidigt und super Zugriff gehabt. In dieser Phase hätten wir uns belohnen und das zweite Tor erzielen müssen. Das wäre der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Danach kam alles zusammen. Wir mussten nach dem Platzverweis umstellen und konnten anschließend vorne keine Bälle mehr festmachen. In Unterzahl und bei so einem Spielverlauf muss man sich auch mal mit einem Punkt zufrieden geben. Das man gewinnen will, ist klar. Aber beim 1:2 spielen wir einen Freistoß aus, den wir so nicht ausspielen dürfen. In einigen Situationen waren wir heute zu grün hinter den Ohren. Diese Sachen müssen wir einstellen und verbessern. Möglichst direkt am Mittwoch.

Florian Kohfeldt:

Wir sind froh darüber, dass wir – natürlich auch aufgrund des Zeitpunktes – glücklich den Sieg mit nach Hause nehmen können. Die erste Halbzeit war aus meiner Sicht sehr interessant. Ich kann aber nachvollziehen, dass die Zuschauer das nicht unbedingt so sehen. Ich war zufrieden, dass wir über eine gewisse Zeit die Kontrolle über das Spiel hatten. Im zweiten Durchgang wollten wir Schalke höher anlaufen. Das hat nicht gut geklappt. In dieser Phase hat man gesehen, was Schalke für eine Klasse hat. Wir hatten Glück, dass wir nicht 0:2 oder 0:3 in Rückstand geraten sind. Dann wäre die Partie entschieden gewesen. Dass wir sie am Ende gedreht haben, war für uns sehr wichtig.

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