Guido Burgstaller: Immer ein besonderes Gefühl, wenn man trifft

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben sich die Knappen am Samstag (11.5.) einen Punkt bei Bayer Leverkusen erkämpft. Der S04 hatte vom Elfmeterpunkt gar die Chance zur Führung, doch nach dem Abpfiff waren sich die Königsblauen einig: Das Ergebnis geht in Ordnung. schalke04.de hat die Stimmen zum Spiel notiert.

Huub Stevens:

Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, was mit der Stärke von Leverkusen, aber auch mit uns selbst zu tun hat. Taktisch war es bei uns in der Defensive noch in Ordnung, aber wir haben dennoch Fehler gemacht, die wir nicht machen dürfen. Diese Fehler haben wir in der zweiten Halbzeit dann größtenteils abgestellt. Wir hatten weniger Ballverluste, eine bessere Körperspannung und mehr Aggressivität. Die erste Hälfte gehörte Leverkusen, in der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder das gespielt, was wir können. Und dann kann man es Leverkusen auch schwer machen.

Peter Bosz:

Wir sind über dieses Ergebnis enttäuscht. In der ersten Halbzeit war es okay von uns, aber auch nicht top. In der zweiten Hälfte haben wir schlecht gespielt, sodass es letztlich zu diesem Unentschieden kam. Wir haben die Europa League erreicht, das war unser Hauptziel und damit können wir zufrieden sein. Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, dann wissen wir, dass noch alles möglich ist. Wenn wir das letzte Spiel in Berlin gewinnen, ist mit ein bisschen Glück noch die Champions League für uns drin. Wir werden noch einmal alle Energie für diese letzte Partie aufbringen.

Omar Mascarell:

In den ersten 30 Minuten waren wir kaum im Spiel, da hatten wir unsere Probleme. In der zweiten Halbzeit haben wir als Team sehr gut gekämpft und standen kompakt. Wir haben einen Punkt bei einer sehr guten Mannschaft, die um die Champions League spielt, geholt. In der Halbzeitpause haben wir uns gesagt, dass wir hier zurückkommen können – und das haben wir getan. Wir haben noch ein Spiel vor uns, das wir vor unseren großartigen Fans unbedingt gewinnen wollen.

Bastian Oczipka:

In der ersten Halbzeit sind wir ein wenig hinterhergelaufen, da war Leverkusen klar besser. In der zweiten Hälfte kann sich so eine Partie dann ganz schnell ändern. Wir machen das Tor, haben mit dem Elfmeter die Chance, das zweite nachzulegen. Wir hätten vielleicht einen zweiten Strafstoß bekommen können – somit war letztlich sogar noch mehr für uns drin. In dieser Saison sind wir klar hinter unseren Möglichkeiten geblieben, wir wollen uns wieder in eine ganz andere Ebene begeben. Diesen Anspruch haben wir an uns, und das werden wir in der neuen Spielzeit dann auch machen.

Guido Burgstaller:

Wir haben den Leverkusenern in der ersten Halbzeit zu viel Ballbesitz gegeben, zu tief gestanden und zu wenig nach vorne verteidigt. Das haben wir in der Halbzeitpause angesprochen und dann besser gemacht. Es ist natürlich immer ein besonderes Gefühl, wenn man das Tor trifft, aber wenn man dann glaubt, dass es Abseits war, ist es erstmal nicht so schön. Zum Glück hat das Tor dann doch gezählt – es scheint so, dass ich mich hier in Leverkusen sehr wohlfühle. Wir wollten uns in unserem letzten Auswärtsspiel in dieser Saison gut präsentieren und noch einmal alles aus uns herausholen. Mit ein bisschen Glück können wir das Spiel sogar gewinnen, aber insgesamt ist das Ergebnis gerecht. Nun wollen wir den Fans in unserer letzten Partie in dieser Saison noch mal etwas für den tollen Support zurückgeben. Die ganze Schalke-Familie musste in dieser Spielzeit viel leiden, daher wäre ein Sieg zum Abschluss umso schöner. Wenn wir so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, bin ich positiv gestimmt.

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