Manuel Baum: Gegentore zu billig bekommen

Nach dem Schlusspfiff am Sonntag (6.12.) blickten Manuel Baum und Bayer-Coach Peter Bosz auf die 90 Minuten in der VELTINS-Arena zurück. An den TV-Mikrofonen kam zudem Malick Thiaw zu Wort. schalke04.de hat die Aussagen des Trios notiert.

Manuel Baum:

Am Ende des Tages war es ein verdienter Erfolg von Leverkusen. Trotzdem ist die Art und Weise, wie der Sieg der Gäste zustande gekommen ist, sehr ärgerlich und enttäuschend. Wir sind mehr gelaufen, wir sind mehr gesprintet, wir hatten mehr Tempoläufe, wir haben leidenschaftlich verteidigt – aber wie wir die Gegentore bekommen, das ist zu billig. Das erste war ein Eigentor. Im Fußball wird immer gejammert, dass andere schuld sind. Davon müssen wir uns lösen. Das 1:0 hat nicht der Schiedsrichter geschossen, dafür waren wir selbst verantwortlich.

Beim zweiten Leverkusener Treffer haben wir uns dann gegenseitig weggeblockt und beim dritten Tor leisten wir uns vorher einen Ballverlust. Gerade bei Standardsituationen müssen wir einfach besser verteidigen. Daran werden wir an den kommenden Tagen noch einmal arbeiten.

Ein Stück weit sinnbildlich für unsere Situation ist der Elfmeter. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt das 1:2 erzielen, sind wir wieder drin. Ich mache Steven Skrzybski aber keinen Vorwurf. Ich habe vor jedem Spieler Hochachtung, der sich in solch einer Situation den Ball schnappt und schießt. Da gehört extrem viel Mut dazu.

Peter Bosz:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es war aber kein einfaches Spiel und nicht so deutlich, wie es das Resultat am Ende vielleicht aussagt. Wir haben die Partie zwar kontrolliert, aber nicht dominiert. Deshalb war ich bis zum 3:0 nicht beruhigt. Schalke hat gut gespielt und war über weite Teile des Spiels sehr kompakt. Und sie hatten ihre Chancen. Natürlich hatten wir auch einige Großchancen, die wir nicht genutzt haben. Diese Möglichkeiten müssen wir besser verwerten. Der Elfmeter, der beim Stand von 2:0 für uns nicht reingegangen ist, war ein wichtiger Moment. Da hätte es noch einmal eng werden können.

Malick Thiaw:

Bei dem Eigentor in der zehnten Minute habe ich mich nicht clever genug angestellt. Ich stand mit dem Gesicht zum Tor, ich hätte seitlich stehen müssen, dann hätte ich den Ball wegköpfen können. Natürlich schiebt Aleksandar Dragovic mich ein wenig – und ich denke, das kann man auch pfeifen. Aber der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Die Situation für uns ist schwierig. Wir trainieren gut. Das müssen wir aber auch in den Spielen auf den Platz bringen. Wir müssen in den kommenden Wochen punkten und alles raushauen.

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