Matija Nastasic: Jeder möchte spielen, jeder wird gebraucht

Nach mehrwöchiger Verletzungspause bestritt Matija Nastasic gegen Union Berlin sein zweites Spiel in Folge über 90 Minuten. Dabei stand der Serbe in der ersten Hälfte unfreiwillig im Mittelpunkt, da er Robert Andrich vermeintlich elfmeterreif gefoult haben soll. Gleich mehrere Zeitlupen belegen aber, dass der Verteidiger seinen Gegenspieler gar nicht berührt hatte.

„Das habe ich auch dem Schiedsrichter mitgeteilt“, sagt der 26-Jährige. Bei Daniel Schlager fand Nastasic aber kein Gehör. Der Unparteiische bestätigte den Königsblauen zwar, dass er mit seinem Video-Assistenten kommuniziere. Allerdings schaute er sich die Aktion selbst nicht am Bildschirm an, sodass es letztlich bei der Strafstoß-Entscheidung blieb. „Das hat mich schon etwas gewundert. Zum Glück haben wir am Ende gewonnen. Deshalb ist der Ärger nicht ganz so groß“, meint Nastasic.

Lob für die medizinische Abteilung

Mit seinem Auftritt gegen die „Eisernen“ kann der Linksfuß zufrieden sein. Nastasic hatte mit seiner Defensivleistung einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Berliner lediglich vom Elfmeterpunkt ins Schwarze trafen. Vor allem mit einer starken Grätsche gegen Marcus Ingvartsen verhinderte der serbische Auswahlkicker bereits in der Anfangsphase einen frühen Rückstand.

Froh ist Nastasic neben dem siebten Dreier der laufenden Saison insbesondere darüber, dass er keinerlei Beschwerden mehr hat. „Vor drei oder vier Wochen hatte ich noch starke Schmerzen an der Achillessehne. Und wenn du Schmerzen hast, kannst du nicht 100 Prozent geben“, sagt er. „Aber die sind mittlerweile vollständig abgeklungen. Unsere medizinische Abteilung hat tolle Arbeit geleistet.“

Wenn du Schmerzen hast, kannst du nicht 100 Prozent geben.

Matija Nastasic

Für die Mannschaft war die Rückkehr des Serben extrem wichtig, da aufgrund der Verletzungen von Benjamin Stambouli (Bruch eines Fußwurzelknochens) und Salif Sané (Korbhenkelriss des Außenmeniskus am linken Knie) mit Ozan Kabak gegen Fortuna Düsseldorf lediglich ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung gestanden hatte.

Wenn alle vier Abwehrmänner wieder fit sind, ergibt sich wie schon in den ersten Wochen der Saison ein großer Konkurrenzkampf um zwei Plätze. „Wir haben mehrere gute Innenverteidiger. Jeder möchte spielen“, sagt Nastasic. Und: „Eine Saison ist lang. Da wird auch jeder Einzelne gebraucht.“

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