Suat Serdar: Hätten den Sack zumachen müssen

Am Ende haben wenige Augenblicke gefehlt, um den fünften Sieg hintereinander zu feiern. Nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln sprachen David Wagner und Gäste-Trainer Achim Beierlorzer aber unisono von einem gerechten Ergebnis. Suat Serdar ärgerte sich vor allem darüber, dass die Knappen das 2:0 verpassten. Auch Alexander Nübel blickte auf die Partie zurück. schalke04.de hat die Stimmen des Quartetts notiert.

David Wagner:

Natürlich ist es enttäuschend, wenn du in der Nachspielzeit den Ausgleich bekommst. Ich kann Enttäuschungen aber schnell ablegen. Wenn man beide Halbzeiten sieht, dann ist das 1:1 ein gerechtes Remis. Die erste Hälfte von uns war nicht gut, die zweite hingegen schon. Nach der Pause waren wir viel besser drin. Allerdings war unsere Chancenverwertung nicht gut. Aufgrund der Möglichkeiten, die wir in der Schlussphase hatten, hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Diese Situationen haben wir zu schlampig ausgespielt.

Wir müssen aber auch sagen, dass der FC ebenfalls seine Chancen hatte. Es hilft, wenn du einen herausragenden Torwart zwischen den Pfosten hast. Alex hat super gehalten. Auch wenn wir sicherlich gerne gewonnen hätten, können wir aus diesem Spiel etwas mitnehmen. Wir haben gesehen, dass man nach einer schlechten Halbzeit eine gute zweite spielen kann.

Achim Beierlorzer:

Für uns war es ein außerordentlich wichtiger und auch verdienter Punkt, über den wir uns sehr freuen. Es ist wichtig für unsere Mannschaft, nach dem Saisonstart den Glauben an die eigene Stärke zu behalten. Was wir heute gesehen haben, hat mir gut gefallen. Wir haben gemeinsam verteidigt. Simon Terodde hat vorne immer wieder den Schalker Aufbau gestört, Jonas Hector war im Mittelfeld sehr druckresistent. Und ich freue mich außerordentlich für Noah Katterbach, der gezeigt hat, was er für ein großes Talent ist. Das 1:1 ist insgesamt ein wichtiger Schritt, den wir gegangen sind.

Suat Serdar:

Wir hätten den Sack in der Schlussphase zumachen müssen. Die Möglichkeiten zum 2:0 und sogar zum 3:0 waren da. Es wären auf jeden Fall drei Punkte drin gewesen, jetzt ist es leider nur einer geworden. Es ist sehr bitter, in der Nachspielzeit noch ein Tor zu kassieren. Gerade, weil wir in der zweiten Halbzeit das Spiel über weite Strecken dominiert haben. Vor der Pause hat Köln nur wenig zugelassen, unser Gegner hat gut die Räume geschlossen.

Alexander Nübel:

Wenn du in der Nachspielzeit noch ein Tor kassierst, das dich zwei Punkte kostet, ist das sehr bitter. Das tut weh. Aber auch das gehört dazu, daraus werden wir lernen. Unterm Strich war es ein ausgeglichenes Spiel. Die erste Halbzeit von uns war nicht gut, nach der Pause hatten wir hingegen gute Chancen. In den zweiten 45 Minuten war es wirklich ein guter Auftritt. Nach dem verdienten Tor zum 1:0 hätten wir noch einen weiteren Treffer erzielen können. Dass wir die Tabellenführung hätten übernehmen können, hat für uns keine Rolle gespielt.

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