Alexander Nübel: Habe den Abend sehr genossen

Zu einem rundum gelungenen Abend fehlte für Domenico Tedesco und seine Spieler lediglich eines: ein Tor. Trotz einiger vergebener Möglichkeiten lobte der Chef-Trainer der Königsblauen seine Mannschaft für einen sehr engagierten Auftritt, den auch Galatasaray-Coach Fatih Terim anerkannte. Alexander Nübel schwärmte nach dem Schlusspfiff von seinem Europapokal-Debüt, Mark Uth sprach über seine Position. schalke04.de hat die Aussagen des Quartetts notiert.

Domenico Tedesco:

Ich denke immer positiv – deshalb sehe ich die gute Leistung und nicht die verpasste Chance auf einen Sieg. Es war vor dem Spiel klar, dass es eine heiße Atmosphäre werden wird. Als Spieler benötigst du einige Minuten, um das zu adaptieren. Dann haben wir aber losgelegt und sind sehr mutig aufgetreten. Unser Auftritt war sehr dominant, es hat Spaß gemacht. Was zu einem perfekten Abend gefehlt hat, war ein Tor. Die Möglichkeiten dazu hatten wir mehrfach. Daran müssen wir arbeiten. Wenn neben einem engagierten Auftritt auch die Chancenverwertung passt, werden die Ergebnisse auch wieder stimmen. Letztlich nehmen wir den Punkt aus Istanbul gerne mit, auch wenn wir die drei Zähler durchaus verdient gehabt hätten. In der Gruppe ist nach drei Spieltagen noch alles offen. Jeder kann jeden schlagen.

Fatih Terim:

Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Normalerweise will ich immer gewinnen – aber heute ist das Unentschieden für uns ein gutes Ergebnis. Gerade in der zweiten Hälfte war der Gegner stärker. Wenn man viele Bälle verliert, wird man bestraft. Schalke hatte gute Möglichkeiten. Wir hatten erst am Ende wieder Zugriff auf das Spiel. In unserer Gruppe haben wir weiterhin alle Möglichkeiten. Es wird spannend bleiben bis zum Schluss.

Alexander Nübel:

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Champions-League-Debüt. Ich hatte mich richtig darauf gefreut und den Abend dann sehr genossen. Das ist hier eines der lautesten Stadien in Europa. Wir konnten die Stimmung ummünzen und für uns nutzen. Wir haben ein top Spiel gemacht, abgewartet – die Galatasaray-Spieler wussten gar nicht mehr, was sie machen sollten. Deswegen ist es schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir müssen auf jeden Fall ein Tor schießen. Dann gewinnen wir hier auch. Meinem Kopf geht’s gut, dafür bin ich ja da. Wir haben die Lautstärke in unserer Arena mit einem geschlossenen Dach simuliert, da war es auch schon extrem laut. Aber das hier, das ist unfassbar. Wenn die Galatasaray-Fans pfeifen, wenn wir am Ball sind, das ist brutal.

Mark Uth:

Mir hat die neue Rolle auf der Acht gut gefallen. Ich hatte am Anfang natürlich defensiv ein paar Probleme und musste erstmal reinfinden, aber im Umschalten war es für mich gut und ich konnte den Jungs vorne die Bälle in die Tiefe spielen. Ich denke, das hat ganz gut geklappt. Ob ich diese Rolle auch weiterhin bekleiden werde, entscheidet der Trainer. Heute hat er mir auf dieser Position das Vertrauen geschenkt. Wir wollten ein bisschen mehr auf Ballbesitz gehen, ruhig spielen und wenn wir an den gegnerischen Außenverteidigern vorbei sind, nach vorne agieren. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, obwohl es ein sehr intensives Spiel war bei dieser Atmosphäre. Wir haben es sehr gut gemacht, nur leider versäumt, das 1:0 zu erzielen. Insbesondere in den ersten Minuten war dieses Pfeifkonzert, wenn du am Ball bist, der Wahnsinn. Aber wir haben uns nicht beeinflussen lassen und unser Spiel gespielt.

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