Atsuto Uchida: Never give up!

Wegen einer hartnäckigen Patellasehnenverletzung konnte Atsuto Uchida seit mehr als zwei Jahren kein Bundesligaspiel mehr bestreiten. Nun ist der Japaner aber beschwerdefrei, was er am Samstag (8.7.) beim Testspiel in Erkenschwick eindrucksvoll unter Beweis stellte. Auf schalke04.de spricht der 29-Jährige über seine beiden Treffer, seine lange Leidenszeit und seinen größten Wunsch.

Atsuto, in 104 Bundesligaspielen ist dir bislang erst ein Treffer gelungen. Nun gleich ein Doppelpack im ersten Vorbereitungsspiel. Mutierst du zum Torjäger?
Wir haben in einem neuen System gespielt, in einer 3-4-3-Formation. Da agiere ich offensiver als sonst. Auf dieser Position muss man Tore schießen oder vorbereiten (lacht). Die Rolle hat mir gut gefallen. Wir waren insgesamt sehr variabel. In der Defensivbewegung spielen wir zu viert oder fünft hinten. Und im Angriffsspiel schalten wir dann blitzschnell um.

Wie ist der 9:1-Sieg einzuordnen?
Es war nur ein Testspiel. Aber trotzdem war es ein guter Auftritt. Zumal wir an den vergangenen Tagen hart und intensiv trainiert haben. Was ich auch sehr wichtig finde, ist der Umstand, dass sich niemand verletzt hat. Ich wünsche mir, dass meine Mitspieler und ich in diesem Jahr verletzungsfrei bleiben.

Wie geht es dir? Bist du komplett beschwerdefrei?
Ich hatte nach dem Abpfiff keinerlei Schmerzen. Meinem Körper geht es gut. Dafür tue ich aber auch sehr viel. Vor jedem Training absolviere ich ein individuelles Programm zur Stabilisation. Das hilft mir sehr.

Hast du deine Verletzung in Zweikämpfen noch im Hinterkopf?
Nein, ich habe keine Angst. Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich einfach, dass ich wieder mit meinen Mitspielern trainieren kann.

Hattest du während deiner langen Zwangspause manchmal das Gefühl, dass du es nicht zurück auf den Platz schaffen wirst?
Darf ich das so sagen: Verletzt zu sein ist scheiße! Und zwei Jahre zu fehlen, das ist richtig scheiße! Aber ich habe immer an mich geglaubt und gesagt ‚Never give up, du bist ein Samurai‘. Mein Ziel ist es, schon bald wieder in der VELTINS-Arena zu spielen. Diese Stimmung vermisse ich sehr.

Dass du bei den Fans hoch im Kurs stehst, war in Erkenschwick einmal mehr zu sehen. Nahezu bei jedem Ballkontakt haben sie dich mit lautstarken ‚Uchi‘-Rufen angefeuert …
Es war wirklich sehr laut. Das freut mich und motiviert mich zusätzlich. Ich bin unseren Fans sehr dankbar!

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