Bastian Oczipka: Das Kabinenleben ist sehr positiv

Trotz kleiner Trainingsgruppe wurde in der Länderspielpause intensiv gearbeitet. Mittendrin: Bastian Oczipka. Auf schalke04.de erklärt der 28-Jährige, welche Schlüsse aus der Niederlage in Hannover gezogen wurden, wie seine Integration in die Mannschaft verlief und was er sich für die kommenden Partien vorgenommen hat.

Bastian Oczipka, die Länderspielpause ist vorbei. Wie konntet ihr die spielfreie Zeit trotz der Abwesenheit der Nationalspieler nutzen?
Alle Spieler, die hier vor Ort waren, haben sehr konzentriert und fokussiert gearbeitet. Wir hatten viel Zeit, um die Niederlage in Hannover aufzuarbeiten und einige Dinge anzusprechen, die in dem Spiel nicht geklappt haben. Außerdem konnten wir ein wenig im konditionellen Bereich arbeiten.

In welchen Punkten wollt ihr euch im Vergleich zum Hannover-Spiel verbessern?
Defensiv haben wir in den ersten Partien gut gearbeitet. Abgesehen von dem Gegentor gegen 96 haben wir sehr wenige Chancen zugelassen. In der Offensive hatten wir teilweise gute Kombinationen, bei denen wir dann aber den letzten Pass nicht gut gespielt haben. Wir müssen für alle Probleme, die uns auf dem Platz begegnen, Lösungen haben. Dafür haben wir vom Trainerteam viele Sachen an die Hand bekommen. Aber die funktionieren nicht alle von heute auf morgen. Wir müssen uns stetig weiterentwickeln und an unseren Fehlern aus dem letzten Spiel wachsen.

Du hast in den ersten Partien die linke Seite beackert. Siehst du für dich persönlich noch Verbesserungsbedarf?
In den ersten Spielen war das Flügelspiel ein bisschen das Problem. Gerade über die Außen hätten wir mehr Torgefahr erzeugen können. Dazu gehört natürlich der Flankengeber, aber auch die richtige Staffelung der Angreifer in der Mitte. Da müssen wir uns vom Timing her noch mehr finden und uns einspielen, damit wir die Wege des jeweils anderen noch besser kennenlernen.

Abseits des Rasens konntest du deine Kollegen in deinen ersten knapp zwei Monaten auf Schalke dagegen schon kennenlernen.
Das stimmt, außerhalb des Platzes haben wir uns schon sehr gut gefunden. Das Kabinenleben ist sehr positiv, es macht viel Spaß mit den Jungs. Ich bin sehr schnell integriert worden, teilweise kannte man sich durch die Spiele gegeneinander auch schon vorher. Ich hoffe, wir können viele Erfolge zusammen feiern.

Deine Position ist in dem 3-4-3-System etwas offensiver als die des klassischen Linksverteidigers. Hast du die Hoffnung, dass zu deinen bislang zwei Bundesligatoren bald weitere hinzukommen?
Die Basis ist eine gute Defensivarbeit. Generell muss der Außenverteidiger eine sehr hohe Laufbereitschaft an den Tag legen und die Linie rauf und runter rennen. Natürlich schaltet man sich als Teil der Viererkette im Mittelfeld noch etwas häufiger in die Offensive ein. Leider bin ich noch nicht so oft in die Situation gekommen, selbst aufs Tor zu schießen. Es ist aber durchaus mein Ziel, öfter den Weg in die gefährlichen Räume zu suchen.

Am Sonntag bestreitest du dein zweites Heimspiel in der VELTINS-Arena. Mit welchen Erwartungen blickst du auf die Partie gegen den VfB Stuttgart?
Im letzten Spiel durfte ich die Atmosphäre erstmals als Teil der Heimmannschaft erleben. Das war ein extrem geiles Gefühl. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Natürlich möchten wir dieses Erlebnis so oft wie möglich wiederholen und unsere Heimspiele erfolgreich bestreiten. Und so müssen wir von der ersten Minute an agieren.

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