Horst Heldt: Die Hütte muss brennen

K.o.-Spiele seien immer etwas ganz besonderes, betont Horst Heldt vor dem Kräftemessen mit Schachtar Donezk am Donnerstag (25.2., 19 Uhr) in der VELTINS-Arena. „Die Anspannung und die Vorfreude sind im Europapokal immer besonders groß“, sagt der Sportvorstand, der die Chancen auf ein Weiterkommen auf 50:50 beziffert.

Im Hinspiel habe Königsblau eine gute Leistung gezeigt, blickt der 46-Jährige zurück. „Aber etwas Entscheidendes hat gefehlt: die Tore! Die Chancen auf einen oder sogar mehrere Treffer hatten wir, leider haben wir diese Möglichkeiten nicht genutzt. Andersherum war aber auch zu sehen, dass Donezk eine starke Mannschaft hat, die auch die eine oder andere gefährliche Szene in unserem Strafraum hatte.“

Wichtig sei es, 90 Minuten lang mit höchster Konzentration zu Werke zu gehen. „Wenn wir in Führung gehen, dürfen wir uns nicht zurücklehnen, sondern müssen weiter machen“, erklärt Heldt. „Es kann natürlich auch passieren, dass wir 0:1 in Rückstand geraten. Sollte das eintreten, müssen wir kühlen Kopf bewahren. Wichtig ist, dass wir beim Abpfiff ein Tor mehr als der Gegner erzielt haben.“

Wenn wir in Führung gehen, dürfen wir uns nicht zurücklehnen.

Dass Max Meyer, Eric Maxim Choupo-Moting und Leon Goretzka möglicherweise ausfallen, könne natürlich ein Handicap sein. „Das sind drei Spieler, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen“, sagt Heldt. „Andersherum ist unser Kader allerdings auch so gut aufgestellt, dass wir auch ohne dieses Trio gegen Donezk erfolgreich auftreten können. Ich bin fest überzeugt davon, dass wir ins Achtelfinale einziehen werden.“

Wir brauchen einen Sieg, Schachtar reicht ein Unentschieden mit Toren. Die Hütte muss brennen, wir brauchen die Unterstützung der Fans.

Horst Heldt
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