Sead Kolasinac: Fühle mich manchmal schon alt

Das Thermometer zeigte zuletzt mehr als 30 Grad an. Wetterbedingungen, die das Training in der Vorbereitung sicherlich nicht vereinfachen. Sead Kolasinac gibt trotzdem wie immer Vollgas. „Natürlich ist es anstrengend, aber das gehört nun einmal dazu. In dieser Phase legen wir schließlich die Grundlagen für die Saison“, sagt der Linksverteidiger.

Dass das Training am Donnerstag (21.7.) um eine Stunde vorverlegt wurde, gefiel dem bosnischen Nationalspieler. „Um 9.30 Uhr ist es vielleicht noch ein Grad kühler. Das hat zumindest meine Wetter-App angezeigt“, lacht er.

Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung ist Seo zufrieden. „Wir haben bislang viele intensive Einheiten im konditionellen Bereich absolviert. Nach den vielen Läufen sind die Beine natürlich etwas müde. Aber alles in allem fühle ich mich sehr fit. Wir sind auf einem sehr guten Level. Ich gebe 100 Prozent Gas, um dem Trainer zu zeigen, dass ich für ihn eine Option als Linksverteidiger bin.“

Auch im taktischen Bereich hat der neue Chef-Trainer Markus Weinzierl mit seinem Team bereits gearbeitet. „Noch kann nicht alles zu 100 Prozent stimmen. Aber dafür ist eine Vorbereitung ja da“, sagt Kolasinac und fügt hinzu, dass beispielsweise nach dem 2:4 in Luzern eine ausführliche Videoanalyse der Begegnung stattgefunden habe. „Wir wollen immer besser werden. Deshalb finde ich es sehr gut, wenn Fehler direkt angesprochen werden. Denn nur so kann man lernen.“

In den Einheiten fällt auf, dass der Bosnier deutlich mehr Kommandos gibt als noch im Vorjahr. „Auf dem Platz und auch in der Kabine versuche ich immer, die Mannschaft zu pushen“, erklärt der WM-Teilnehmer von 2014. Zudem sei er ja mittlerweile auch einer der erfahreneren Akteure – trotz seiner erst 23 Jahre auf dem Buckel. „Aber wenn ich Joshua Bitter oder auch Max und Leon sehe, dann fühle ich mich fast ein bisschen alt“, sagt er und lacht.

Ein Spieler, der mehr Lebensjahre als Kolasinac zählt, ist Dennis Aogo, der ebenfalls auf der Linksverteidigerposition agieren kann. „Mit Dennis verstehe ich mich super – auch abseits des Platzes. In der Kabine sitzen wir sogar nebeneinander“, so der Defensivmann. „Ich sehe ihn nicht als Konkurrenten, sondern als wichtigen Mitspieler.“

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