14. September: Norbert Nigbur wird kurzzeitig vermisst

S04-Torwart Norbert Nigbur behandelt in der Halbzeitpause des Spiels beim VfL Bochum eine Verletzung mit einem Kühlbeutel und verpasst den Beginn der zweiten Hälfte. schalke04.de schaut in den Rückspiegel und blickt auf historische Ereignisse vom 14. September aus mehr als 114 Jahren Vereinsgeschichte zurück.

1974: Das Spiel läuft – nur Torwart Nigbur ist nicht auf dem Platz

Große Aufregung zu Beginn der zweiten Halbzeit im Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und Schalke 04 am 14. September 1974: Schiedsrichter Volker Roth gibt die Partie bereits wieder frei, als der Schalker Bank das Fehlen eines Akteurs auffällt. Keeper Norbert Nigbur behandelt im Duschraum noch seinen Knöchel mit einem Kühlbeutel. Er war in der ersten Halbzeit von einem VfL-Spieler an diesem erwischt worden. Schiedsrichter Roth bekommt zunächst nichts mit und unterbricht erst wegen der allgemeinen Verwirrung die Begegnung im Ruhrstadion. Nigbur kommt mit zweiminütiger Verspätung auf den Platz. „Ich habe dann meine Beine unter die Arme genommen“, sagt er über die Minuten, als ihm auffällt, dass seine Teamkollegen nicht mehr in der Kabine sind – und ihn einfach vergessen haben. Doch auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz steht noch ein übereifriger Ordner. Nigbur klopft einem der Aufpasser auf die Schulter: „Entschuldigung, ich muss hier mal durch.“ – „Das geht jetzt nicht, die spielen schon.“ – „Aber ich spiel doch da mit, ich bin doch der Torwart!“ Erst da erkennt ihn der Ordner und lässt ihn passieren.

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