18. April: Büskens und Hey spielen im Parkstadion vor

Als am 18. April 1992 die Fortuna aus Düsseldorf im Parkstadion zu Gast ist, steht bereits fest, dass Michael Büskens und Antoine Hey in der nächsten Saison für Schalke spielen werden. Beide Mannschaften stecken damals im Abstiegskampf, somit keine leichte Aufgabe für die zwei Profis, die später in Gelsenkirchen unterschiedliche Wege einschlagen sollen.

1992: Büskens und Hey müssen gegen künftigen Arbeitgeber ran

„Ich war schon angespannter als sonst“, gibt Büskens nach dem 0:0 zu. „Da haben zwei Herzen in meiner Brust geschlagen.“ Allerdings lässt der gebürtige Düsseldorfer genau wie Hey keinen Zweifel daran aufkommen, für wen sich die Schalker in spe auf dem Rasen reinhängten. „Es ist mein Job, mich bis zum letzten Tag hundertprozentig für die Fortuna einzusetzen.“

An diesem Nachmittag ist zumindest Büskens – Hey wird nach durchwachsener Leistung in der 62. Minute ausgewechselt – kein Vorwurf zu machen. Nicht zuletzt die couragierte Leistung des Mittelfeldspielers ist dafür verantwortlich, dass der Tabellenletzte einen Punkt bei den Schalkern mitnimmt. Und fast hätte er sogar den Siegtreffer für die Fortuna erzielt.

In der Schlussminute gibt es eine Freistoß-Chance für Büskens. Was, wenn er getroffen hätte? „Das hätte mir leid getan für Schalke. Aber sie würden auch nicht absteigen, wenn sie heute gegen uns verloren hätten“, ist sich der Düsseldorfer sicher. „Die haben im Moment einen kleinen Durchhänger, aber die machen die nötigen Punkte noch.“

Büskens behält Recht. Jedoch müssen die Schalke-Fans in den restlichen fünf Partien noch kräftig um ihren Verein zittern. Erst ein Trainerwechsel – Klaus Fischer übernimmt das Amt von Aleksander Ristic – und zwei Siege gegen den VfL Bochum (2:1) sowie den 1. FC Kaiserslautern (2:0) sichern die Klasse.

Büskens und Hey wechseln also zu einem Bundesligisten und erleben im Anschluss unterschiedliche Schicksale. Während Antoine Hey sich nie richtig auf Schalke (19 Bundesligaspiele / 0 Tore) durchsetzen kann und nach zwei Jahren den Ruhrpott in Richtung Tennis Borussia Berlin verlässt, spielt sich Michael Büskens in die Herzen der Fans. Mit den legendären Eurofightern gewinnt er 1997 den UEFA-Pokal und wird zweimal DFB-Pokalsieger (2001 und 2002). Aktuell ist er Co-Trainer der ersten Mannschaft.

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