3. März: Knappen sichern sich vorzeitig die Westfalenmeisterschaft

In den ersten drei Spielzeiten der neu gebildeten Gauliga Westfalen gelingt den Königsblauen ein Hattrick der besonderen Art: Jeweils an einem Karnevalssonntag sichert sich Schalke 04 mit einem Sieg vorzeitig die Meisterschaft. Der Triumph am 3. März 1935 gegen den SV Höntrop bedeutet den zweiten Titel für Kuzorra, Szepan und Co.

1935: Kuzorra und Co. bleiben in Westfalen eine Klasse für sich

Die erste Meisterschaft in dieser Klasse, der noch zehn weitere in Serie folgen sollen, steht am 11. Februar 1934 nach dem 16. und drittletzten Spieltag fest. An dem Karnevalssonntag landen die Schalker vor 10.000 Zuschauern bei der Arminia aus Bielefeld einen klaren 6:0-Sieg und sind vom späteren Vize-Meister SV Höntrop nicht mehr einzuholen. Mit 16 Siegen, einem Unentschieden und lediglich einer Niederlage erringen die Knappen mit 33:3 Punkten bei 76:17 Toren die Westfalenmeisterschaft, der wenige Wochen später die erste Deutsche Meisterschaft folgen soll.

Beträgt der Vorsprung im Vorjahr noch satte zehn Punkte, so ist es in dieser Saison 1934/1935 sehr eng. Wieder erweist sich Höntrop als ärgster Verfolger der Knappen. So kommt es am ersten Märzsonntag 1935 in Wattenscheid zu einem echten Endspiel. Die Schalker führen nach 15 ausgetragenen Partien mit 24:6 Punkten die Tabelle vor den Rothosen an (14 Spiele, 20:8 Punkte). Beide Teams trennen also nur zwei Minuspunkte.

Und genauso knapp ist der Spielausgang: Nach Treffern von „Ala“ Urban (16.), einem verwandelten Elfmeter von Ernst Kuzorra (59.) und dem Anschlusstreffer kurz vor dem Spielende geht die Partie 2:1 für den Deutschen Meister aus. Vier Punkte Vorsprung und das deutlich bessere Torverhältnis bringen Schalke die zweite Westfalenmeisterschaft. Am Ende dieser aus Schalker Sicht „durchwachsenen“ Spielrunde weisen die Knappen bei 18 Partien (12 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen) 28:8 Punkte und 47:10 Tore auf. Die Mannschaft steigert sich allerdings im Laufe der Deutschen Meisterschaft und holt später gegen den VfB Stuttgart zum zweiten Mal die Viktoria an den Schalker Markt.

Im Jahr der olympischen Spiele in Deutschland (1936) fällt der Karnevalssonntag auf den 23. Februar. Erstmalig sichern sich die Knappen, weil der Spielplan es so will, in einem Heimspiel die Westfalenmeisterschaft. Beim 8:2 (4:1) gegen Preußen Münster erzielen Kalwitzki (4), Pörtgen (2), Kuzorra und Urban die Treffer. Am Ende hat das Team von Trainer Hans „Bumbas“ Schmidt zehn Punkte Vorsprung auf Germania Bochum und gar elf auf den SV Höntrop. Verpasst wird hingegen der Hattrick bei den Spielen um die Viktoria. In der Vorschlussrunde ist der Club aus Nürnberg vor 75.000 Zuschauern in Stuttgart um zwei Treffer besser. Im Spiel um den dritten Platz hat Vorwärts Rasensport Gleiwitz aber beim 8:1 keine Chance gegen den S04.

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