Von Coke bis Rakitic - Sechs Profis spielten für Schalke und Sevilla

Den FC Schalke 04 und den FC Sevilla verbindet seit den beiden Duellen im UEFA-Cup-Halbfinale 2006 nicht nur eine Fan-Freundschaft. Gleich ein halbes Dutzend Spieler trug das Trikot beider Clubs. schalke04.de stellt das Sextett vor.

Coke

Jorge Andujar Moreno, genannt Coke, machte sich mit seinen beiden Treffern beim 3:1-Sieg im Europa-League-Finale 2016 des FC Sevilla gegen den FC Liverpool bei den Fans unsterblich. Der Rechtsfuß, der die Andalusier vor seinem Wechsel zu den Knappen als Kapitän aufs Feld geführt hatte, bestritt von 2011 bis 2016 insgesamt 173 Pflichtspiele für den spanischen Traditionsverein. Dabei gelangen ihm 15 Treffer. Cokes Start auf Schalke stand unter keinem guten Stern. Direkt im ersten Einsatz, einem Testspiel gegen den FC Bologna im Trainingslager in Mittersill, zog sich der gebürtige Madrilene eine schwere Kreuzband-Verletzung zu, die ihn lange außer Gefecht setzte. Seine Pflichtspiel-Premiere feierte Coke rund neun Monate später beim 1:1 im Derby. Es folgten acht weitere Pflichtspiele (1 Tor) im S04-Trikot. Am 1. Januar 2018 kehrte Coke auf die iberische Halbinsel zurück und schloss sich bis zum Saisonende auf Leihbasis dem Aufsteiger UD Levante an, der ihn ein halbes Jahr später fest verpflichtete.

Sergio Escudero

Von 2010 bis 2013 absolvierte Sergio Escudero insgesamt 22 Pflichtspiele für die Knappen. In diesem Zeitraum gewann der Spanier mit dem FC Schalke 04 den DFB-Pokal sowie den Supercup. Der ganz große sportliche Durchbruch gelang dem schussstarken Linksverteidiger allerdings – auch wegen diverser Verletzungen – nicht. Deshalb schloss er sich im Januar 2013 dem FC Getafe an. Zunächst auf Leihbasis, nach einem halben Jahr dann endgültig. Dort machte Escudero den nächsten Schritt und spielte sich in die Notizbücher des FC Sevilla, der ihn zur Saison 2015/2016 verpflichtete. Für die Andalusier kam der ehemalige U21-Nationalspieler, der sich zuletzt mit einer Muskelverletzung plagte, in bislang 135 Partien zum Einsatz. Dabei gelangen ihm fünf Treffer. Sein größter Erfolg: der Gewinn der Europa League in der Spielzeit 2015/2016.

Johannes Geis

Der FC Schalke 04 verpflichtete zur Saison 2015/2016 den damaligen U21-Nationalspieler Johannes Geis vom 1. FSV Mainz 05. In seinem ersten Jahr im blau-weißen Trikot zählte der Blondschopf zumeist zum Kern der Mannschaft. Anschließend wurden die Einsätze aber weniger, weshalb der Mittelfeldmann den Wunsch äußerte, sich temporär sportlich verändern zu wollen. Am 1. September 2017 schloss er sich auf Leihbasis dem FC Sevilla an, für den er in der Primera Division, der Copa del Rey und der Champions League insgesamt 20 Pflichtspiele bestritt. Im Sommer 2018 kehrte Geis ins Revier zurück. Auf seine zuvor 46 Pflichtspieleinsätze (2 Tore) für die Königsblauen sollte aber keiner mehr folgen. Seit der Rückrunde läuft der 25-Jährige für den aktuellen Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln auf.

Yevhen Konoplyanka

Seit der Saison 2016/2017 zählt Yevhen Konoplyanka zum königsblauen Aufgebot. Der Ukrainer wurde zunächst vom FC Sevilla ausgeliehen, anschließend fest verpflichtet. Seine bisherige Bilanz: 75 Pflichtspiele, 13 Tore, dazu die Vizemeisterschaft in der Saison 2017/2018. Für die Andalusier bestritt der Ukrainer 2015/2016 insgesamt 54 Partien (9 Tore). Am Ende der Spielzeit war er Teil jener Mannschaft, die die Europa League gewann. Im Vorjahr musste sich Konoplyanka im Endspiel noch geschlagen geben. Mit Dnipro Dnipropetrowsk verlor er gegen … den FC Sevilla.

Christian Poulsen

Von 2002 bis 2006 war Christian Poulsen einer der Leistungsträger beim FC Schalke 04. In seinen 04 Jahren im blau-weißen Trikot kam der defensive Mittelfeldmann insgesamt 161 Mal zum Einsatz, dabei durfte er sich fünfmal als Torschütze feiern lassen. In der Saison 2004/2005 wurde der Däne mit den Königsblauen Vizemeister, zudem zog er mit seiner Mannschaft ins UEFA-Cup-Halbfinale gegen den FC Sevilla ein. Im Rückspiel im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán mussten sich die Knappen aufgrund des Treffers von Antonio Puerta in der Verlängerung mit 0:1 geschlagen geben. Poulsen kehrte wenig später nach Andalusien zurück. Er trug insgesamt zwei Jahre das Trikot des FC Sevilla (92 Pflichtspiele, 5 Tore), in dieser Zeit gewann der Däne jeweils einmal den UEFA-Cup und einmal den spanischen Pokal. Zur Saison 2008/2009 wechselte Poulsen zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Mittlerweile hat er seine Karriere beendet.

Ivan Rakitic

Im Sommer 2007 verpflichteten die Knappen den damals 19-jährigen Ivan Rakitic vom FC Basel. Auf Schalke fand sich der Kroate schnell zurecht. Direkt in seinem ersten Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart erzielte er einen Treffer und zählte auch in der Folgezeit – wenn er verletzungsfrei war – regelmäßig zur ersten Elf. Nach 97 Pflichtspielen, in denen Rakitic zwölf Treffer erzielte, zog der Mittelfeldmann ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende zum FC Sevilla weiter. Bei den Andalusiern nahm Rakitic schnell eine tragende Rolle ein, wurde später sogar Kapitän und gewann in der Saison 2013/2014 die Europa League. Seine starken Leistungen blieben der Konkurrenz auf der iberischen Halbinsel nicht verborgen. Nach 149 Pflichtspielen (32 Tore) wechselte der kroatische Nationalspieler zum FC Barcelona, für den er noch immer spielt.

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